W

Wachablösung auf dem Quirinal, Rom 

wn.com/Dataria  oder
www.youtube.com/watch?v=pPmSeNrtyDI

Festa della Polizia 2010; Guardia d’Onore al Qurinale (18’35“)

Waffensammlung, Vatikanische

Säbel, Pistolen, Maschinenpistolen usw.
Eine Mauser aus dem 2. Weltkrieg, die einem Deutschen gehörte.

Wald im Vatikan

Im Garten rechts des Adlerbrunnens

Wallfahrtsorte

Mentorella:
OR Nr. 36 vom 2. September 2012, S. 5, Bernhard Hülsebusch (…):
Der Marienwallfahrtsort MENTORELLA in den Praenestiner Bergen
Wo Papst Johannes Paul II. das „Magnificat“ sang …

Die Position des Wallfahrtsortes ist faszinierend: Auf einem Felsen hoch über dem Giovenzano-Tal, rund 60 km östlich von Rom, liegt Mentorella. Einer der ältesten, von Legenden umwobenen Marien-Wallfahrtsorte Italiens. Besonders am Herzen lag Mentorella dem Wojtyla-Papst, der 8-mal hierher wallfahrtete. Aber auch dessen Nachfolger Benedikt XVI. pilgerte zu dem Heiligtum. Dieser Wallfahrtsort macht einen tiefen, ja unvergesslichen Eindruck. Schon wegen seines Standortes: Abgelegen, wie geschaffen für Eremiten, auf 1’020 m Höhe und mit einer grandiosen Aussicht. „Dieser Ort hat mir sehr geholfen zu beten“, sagte Johannes Paul II., als er – ein besonderer Verehrer der Muttergottes und ein Freund der Berge – kurz nach seiner Wahl 1978 wieder einmal hierher kam. Der Ort hat den Namen „Santuario Madre delle Grazie della Mentorella“.  Neben dem Eingang zur Kirche steht eine Statue von Johannes Paul II. Er fühlte sich dem Wallfahrtsort eng verbunden. Ein Weg, der in etwa 2 Stunden durch den Wald zum Heiligtum hinaufführt, wurde nach ihm „Karol-Wojtyla-Weg“ benannt.

Pilgerzeitung Sommer 2012 Nr. 18, S. 6, Guido Horst:
Wenn Karol Wojtyla allein sein wollte

Mentorella bei Rom dürfte das älteste Marienheiligtum Europas sein – Heute erinnert es vor allem an den seligen Johannes Paul II. (…) Schon als römischer Theologiestudent, kurz nach dem 2. Weltkrieg, besuchte Karol Wojtyla das Heiligtum. Später als Bischof, dann als Kardinal. Um die 30 Mal suchte er Mentorella auf. Nur wenige Tage nach seiner Wahl kam er dann als Papst, „um auf den Spuren Marias das Magnificat zu singen“, wie er am 29. Oktober 1978 den Patres von Mentorella sagte. „Dieser Ort hat mir geholfen zu beten.“ Noch an die Dutzend Mal, wie einer der Patres berichtet, sei Johannes Paul II. hier gewesen, anonym, manchmal habe er den letzten Teil des Weges auch zu Fuss zurückgelegt.

Und noch ein anderer Papst wollte sein Pontifikat bei der Gnaden-Madonna von Mentorella beginnen: Benedikt XVI. Er fuhr ebenfalls an einem 29. Oktober, aber des Jahres 2005, mit seinem Privatsekretär Georg Gänswein, die Praenestiner Berge hinauf. Am ältesten Marienheiligtum Europas gehen auch die Päpste nicht mehr vorbei.

Wasser  (Tiere, Pflanzen) im Vatikan

OR Nr. 29 vom 19. Juli 2013, S. 1
Sparsamer Umgang mit Wasser

Der 34. Welttourismustag wird am 27. September 2013 begangen und steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Tourismus und Wasser: unsere gemeinsame Zukunft schützen“. Zu diesem Thema hat der Päpstliche Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs eine Botschaft veröffentlicht, in der zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen wird. In Hotels, Restaurants und anderen touristischen Einrichtungen stehe Wasser oft im Überfluss zur Verfügung, während die lokale Bevölkerung unter Mangel leide, heisst es in dem Dokument. Vorhandene Ressourcen (Rohstoffquellen) müssten nach den Massstäben einer „grünen Wirtschaft“ genutzt werden. Das Schreiben verweist auf die katholische Soziallehre, nach der die Güter der Erde allen Menschen gehören.

→Brunnen des Vatikans     →Tiber      →Aquädukte      →Thermen

Website

→Internet

Weihnachten

Kath. Wochenzeitung Nr. 51 vom 23.12.2011:
2,2 Milliarden Christen in aller Welt feiern Geburt Christi

Das Datum des 24./25. Dezember vereint Katholiken, Protestanten und viele Orthodoxe – Krippe und Christbaum wurden erst relativ spät in christliches Weihnachtsbrauchtum aufgenommen. Mehr als 500 Millionen Christen in Europa und weltweit mehr als 2,2 Milliarden Angehörige der christlichen Denominationen (Benennung für christliche Glaubensgemeinschaft) feiern am 24./25. Dezember das Fest der Geburt Christi. Katholiken, Anglikaner, Protestanten und die meisten Orthodoxen sind in dieser Feier vereint. Nur die orthodoxen Patriarchate Jerusalem, Moskau, Georgien und Serbien feiern das Weihnachtsfest nach dem Julianischen Kalender erst am 7. Januar. (→Römisches Jahr)

Das Fest der Geburt Christi wird seit dem 4. Jahrhundert am 25. Dezember gefeiert, das „Weihnachtsfest“ am „Heiligen Abend“ – dem 24. Dezember –  ist die nach altem kirchlichem Gebrauch übliche „Vor-Feier“ (Vigil) eines Hochfestes.

Von Rom aus verbreitete sich das Weihnachtsfest in der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts rasch nach Nordafrika, Oberitalien, Spanien sowie in den Orient. Es entwickelte sich bald zum beliebtesten christlichen Fest. Die deutsche Bezeichnung „Weihnachten“ ist erst seit dem 12. Jahrhundert belegt; die Zusammensetzung enthält das untergegangene mittelhochdeutsche Adjektiv „wich“ mit der Bedeutung „heilig“ und geht zurück auf die Zeitbestimmung „zewihen nahten“, was also „in den heiligen Nächten“ bedeutet.

Franz von Assisi „erfand“ die Krippe:
Krippe und Christbaum wurden erst relativ spät in das christliche Weihnachtsfest aufgenommen. Der heilige Franz von Assisi hatte 1230 in Greccio als erster die Idee, zum Weihnachtsfest die Geburt Christi im Stall von Bethlehem als „lebendes Bild“ mit lebenden Personen und Tieren nachzuzeichnen. Seit dem 15. Jahrhundert gibt es in Italien in den Kirchen permanente Krippen. Ab dem 16./17. Jahrhundert wurden Weihnachtskrippen auch ausserhalb Mittelitaliens als Rekonstruktion des grossen Ereignisses von Bethlehem populär. Einzelne Landschaften entwickelten vor allem in der Barockzeit besondere Traditionen des Krippenhauses – so Sizilien, Tirol, Oberbayern, die Provence und das Gordische Gebiet um Krakau.

In protestantischen Gegenden waren Krippendarstellungen früher verpönt. So tolerierte sie die Obrigkeit im evangelisch geprägten Erzgebirge erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Danach erlebte die Kunst des Krippenschnitzens ihre Blütezeit.

„Vergiss das Wichtigste nicht“

In Grossbritannien erinnert die anglikanische Kirche jedes Jahr zu Weihnachten mit einer grossangelegten Werbekampagne an den religiösen Inhalt von Weihnachten. Freilich sind die Briten noch nicht in dem Ausmass „entchristlicht“, wie oft behauptet wird. Zu Weihnachten sind auch jenseits des Kanals die Kirchen voll.

Weine der 12 Apostel

→Apostel

Weltbild-Verlag

Katholische Wochenzeitung Schweiz, Nr. 44 vom 04.11.2011:
Ein Teil der deutschen Bischöfe ist ins Porno-Geschäft verstrickt: Weltbild-Skandal in Deutschland

„Bischöfe als Porno-Produzenten“ – das ist nicht der Titel einer „Spiegel“-Geschichte, sondern des katholischen PUR-Magazins aus dem Allgäu, verfasst von seinem Chefredakteur Bernhard Müller. Geltungssucht ist ihm so fremd wie einem Eskimo der Smoking. Was ihn treibt, die Verstrickung der Bischöfe ins Pornogeschäft schonungslos ans Licht zu bringen, sagt er selbst in seinem Editorial zur Novemberausgabe: „Wenn wir heute in unserer Titelgeschichte ausführlich darüber berichten, so nicht aus Lust an der Anklage, sondern aus schmerzlicher Gewissensnot.

Wenn die Kirche ihre Glaubwürdigkeit nicht restlos verlieren will, muss sie jetzt einen entscheidenden Schnitt machen und dem „Weltbild“-Mamon entsagen. Es tut weh, die Bischöfe öffentlich so massiv auffordern zu müssen, ihrer Verantwortung nachzukommen. Aber über all die Jahre sind sämtliche internen Bemühungen, den Skandal abzustellen, im Sande verlaufen.“

Die ungeheuerlichen Vorwürfe sind seit dem 25. Oktober auf Welt-online zu lesen. Das 1,7 Milliarden Unternehmen „Weltbild“ gehört zu 100 % den katholischen Bischöfen. Es vertreibt 2’500 pornographische Titel, dazu Satanismus, Magie, Esoterik, kirchenfeindliche, atheistische Propaganda und jede Art von Schund, mit dem man Kasse machen kann. Der „Weltbild“-Konzern, das heisst die Bischöfe, besitzen ausserdem 50 % der Verlagsgruppe Droemer-Knaur. „Dort wird Pornographie nicht nur vertrieben, sondern sogar produziert. Die Bischöfe werden somit indirekt zu Verlegern von Pornobüchern.“ (Müller) Dafür haben die Bischöfe 180 Millionen Kirchensteuergelder ausgegeben. Warum? Wenn die Gewinne in gute Werke investiert worden wären, hätte dieser Zweck die glaubenszerstörenden Mittel gewiss nicht geheiligt, aber selbst das ist nicht geschehen.

Das Schlimmste an allem ist die Heuchelei. Jeder der als Eigentümer betroffenen Bischöfe hat 2008 die Dokumentation zugeschickt bekommen, die den Morast ans Licht brachte.. Die meisten hielten es nicht einmal für nötig, den Eingang zu bestätigen. Die Antwort aus dem Erzbischöflichen Ordinariat München, verfasst von einem Priester, „dem die Glaubwürdigkeit eines kirchlichen Unternehmens sehr wohl auch ein grosses Anliegen ist“, ist hochmütig und hämisch (hässig).

Kath. Wochenzeitung Nr.  49 vom 06.12.2013, S. 5, kath.net/KNA/red
Auch Bistum Eichstätt gibt „Weltbild“ 3 Millionen Euro

„Weltbild“ erhält von deutschen Diözesen Geldspritze von über 60 Millionen Euro, vermutlich aus Kirchensteuergeldern – „Weltbild“ macht wenig für die Glaubensverbreitung, aber führt Esoterik, Pornographie und satanische Werke im Angebot. – Das Bistum Eichstätt beteiligt sich mit 3 Millionen Euro an einer Liquiditätshilfe für den in den roten Zahlen gerutschten Weltbild-Konzern. Das hat der Diözesansteuerausschuss „nach einer ausgiebigen und teilweise kontroversen Debatte“ beschlossen, wie Bistumssprecher Martin Swientek auf Anfrage mitteilte. Mehrere deutsche Diözesen haben sich auf eine gemeinsame Geldspritze für das Verlagshaus verständigt. Laut Medienberichten geht es um eine Gesamtsumme zwischen 60 und 70 Millionen Euro. Zur Dokumentation: Der Sado-Maso-Bestseller „Shades of gray“ wird weiterhin bei „Weltbild“ angeboten. Screenshot vom 27.11.2013.

bzBasel vom 11. Januar 2014, S. 11, NIK
Weltbild-Verlag pleite – Schweiz nicht betroffen

Weltbild Schweiz mit Sitz in Olten und rund 250 Angestellten ist von der Insolvenz des deutschen Weltbild-Verlages nicht betroffen. „Unser Geschäft geht weiter“, sagt ein Sprecher auf Anfrage. Allerdings hat der Ausfall des Mutterhauses Folgen. „Wir werden sicherlich kurz- bis mittelfristig eine neue Warenbeschaffung benötigen, falls das Mutterhaus als Lieferant ausfällt“, so der Sprecher weiter. Gestern hatte das „Handelsblatt“ die Insolvenz des deutschen Weltbild-Verlages gemeldet. Gegenüber dem Fernsehsender Sat.1 hatten Gewerkschaftsvertreter bestätigt, dass der Verlag einen Insolvenzantrag stellen wird. Deutschlands zweitgrösster Buchhändler soll keine finanzielle Unterstützung der katholischen Kirche mehr bekommen. Die Kirche unterstützte bisher den defizitären Buchhändler, der den Umbau zu einem agilen (wendigen, beweglichen) Online-Geschäftsmodell  nicht rechtzeitig geschafft hatte. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen“ gilt die Weltbild-Gruppe als sanierungsfähig. Im letzten November 2013 hatten die Gesellschafter 60 Millionen Euro frisches Eigenkapital eingeschossen und so eine Pleite abgewendet. Auf dem Spiel steht das Schicksal von 6’300 Angestellten, die zuletzt einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro eingespielt hatten.

bzBasel vom 14.01.2014, S. 26 MGT/HUB
Weltbild Schweiz läuft wie bisher.

Obwohl die deutsche Verlagsgruppe Weltbild vergangenen Freitag beim Amtsgericht Augsburg Insolvenz angemeldet hat, sei die Weltbild Verlag GmbH Schweiz in Olten davon nicht betroffen.  Alle Geschäftsfelder  des Multichannel-Medienhändlers würden wie gewohnt weitergeführt. Die Liquidität von Weltbild Schweiz sei gesichert. In Olten zählt der Verlag 85 Mitarbeitende, in der Schweiz 260. (…)

Weltjugendtage WJT

OR Nr. 35 vom 02.09.2011:
Positive Bilanz nach dem Weltjugendtag von Madrid

Der Weltjugendtag hat mehr als 100 Millionen Euro in die Kassen der Madrider Händler und Gastronomiebetriebe gebracht. Das ist die Zahl, die bereits in der Planungsphase als Schätzung verbreitet worden war. Der Gewinn war 4 x so hoch wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Nach Veranstalterangaben hat das Grossereignis 50,5 Millionen Euro gekostet. Dieser Betrag sei vollständig durch die Teilnehmerbeiträge und durch 165 Sponsoren erbracht worden. Das Treffen habe also den spanischen Steuerzahler keinen Euro gekostet, betonten die Organisatoren in ihrer Bilanz. Mit 31,5 Millionen Euro trugen die Teilnehmer zu 62 % der Gesamtsumme bei. Durch Sponsoren kamen 16,5 Millionen Euro oder 33 % zusammen, Spender finanzierten mit 2,4 Millionen Euro 5 % des  WJT-Haushaltes.

Die grossen Posten auf der Ausgabenseite waren die Grossveranstaltungen mit Papst Benedikt XVI. auf der Piaza de Cibelles und dem Flughafen Cuatro Vientos. Sie kosteten laut den Veranstaltern 12,5 Millionen Euro. Das Generalsekretariat sowie der Empfang der Pilger kosteten 5,5 Millionen Euro, die Pilgerrucksäcke weitere 4,8 Millionen Euro. Die Bereitstellung der Infrastruktur für das Treffen wurde mit 7.3 Millionen Euro verbucht. Für das Kulturprogramm gaben die Veranstalter 4,2 Millionen aus, für Werbemassnahmen 2,6 Millionen. Sicherheitsmassnahmen erscheinen bei knapp 1,3 Millionen Euro in der Bilanz, die Unterbringung der Freiwilligen Helfer mit 4 Millionen Euro.

OR Nrn. 32/33 vom 9. August 2013, S. 2
XXVIII. Weltjugendtag in Rio de Janeiro; die Botschaft des Papstes ist angekommen!

Rund 3,7 Millionen Besucher haben während des jüngsten Weltjugendtages Ende Juli 2013 die Copacabana besucht. „Die Copacabana hat noch nie so viele Menschen in Frieden, glücklich und engagiert für den Aufbau einer besseren Welt gesehen“, betonte der Erzbischof von Rio de Janeiro, Orani Tempesta, der Vorsitzende des lokalen Organisationskomitees des Weltjugendtages. 1,2 Millionen Menschen nahmen demnach an der Willkommensfeier teil, 2 Millionen wurden beim Kreuzweg mit dem Papst gezählt, 3,5 Millionen Menschen kamen zur Gebetsnacht. Darunter waren auch 427’000 angemeldete Dauerteilnehmer aus 178 Ländern. Die meisten Teilnehmer kamen aus Brasilien, Argentinien, USA, Chile, Italien, Venezuela, Frankreich, Paraguay, Peru und Mexiko.

Katholische Wochenzeitung 34/2013 August, S. 7, kipa/kap/ami
k.jugend.blog: Krakau bereitet sich auf Weltjugendtag 2016 vor

Grosse Vorfreude herrscht in Krakau über die Ankündigung von Papst Franziskus, die südpolnische Stadt werde der nächste Gastgeber für den Weltjugendtag im Jahr 2016 sein. In Rekordzeit wurde eine eigene Website mit ersten Informationen auf 5 Sprachen online gestellt. „Krakau öffnet sich!“, erklärte Erzbischof Stanislaw Dziwisz in einer auf der Startseite platzierten Videobotschaft. – Für 2016 stehen für Polens katholische Kirche neben dem Weltjugendtag auch die Feierlichkeiten zum 1’050-Jahr-Jubiläum der „Taufe Polens“ an. Die Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. wird voraussichtlich im Jahr 2014 stattfinden.

OR Nr. 45 vom 8. November 2013, S. 7
Termin für den Weltjugendtag 2016 steht fest

Krakau. Das Datum für den Weltjugendtag 2016 in Polen steht offenbar fest. Das internationale Treffen für Jugendliche werde vom 25. Juli bis 1. August 2016 in Krakau stattfinden, berichtete Radio Vatikan unter Berufung auf das Organisationteam in Polen. Für die Organisation ist das polnische Erzbistum in Krakau unter Leitung von Kardinal Stanislaw Dziwisz gemeinsam mit dem Päpstlichen Rat für die Laien zuständig. Als Ort der abschliessenden Papstmesse ist die grösste Grünanlage der Stadt, der Blonia-Park vorgesehen.

Kirche heute 47/2013 November, S. 2
Thema für Weltjugendtag 2016 bekannt

„Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.“ So lautet das offizielle Thema des internationalen Weltjugendtages 2016 in Krakau, dies gab der Vatikan bekannt. Es handle sich um eine Seligpreisung aus der Bergpredigt Jesu, die dem Matthäusevangelium entnommen ist. Franziskus wolle, dass die Jugendlichen die Seligpreisung zu ihrem konkreten Lebensprogramm machten.

OR Nr. 7 vom 14.02.2014, S. 9
Auf nach Krakau

Das Datum für den Weltjugendtag 2016 in Polen steht offenbar fest. Das internationale Glaubenstreffen werde vom 25. Juli bis 1. August in Krakau stattfinden, berichtete Radio Vatikan unter Berufung auf das Organisationskomitee in Polen. Für die Organisation ist das polnische Erzbistum in Krakau unter der Leitung von Erzbischof Kardinal Stanislaw Dziwisz gemeinsam mit dem Päpstlichen Rat für die Laien zuständig. Als Ort der abschliessenden Papstmesse ist die grösste Grünanlage der Stadt, der Blonia-Park, vorgesehen. Zudem sollen die Stadien der Fussball-Erstligisten „Cracovia“ und „Wisla“ genutzt werden.

Katholische Wochenzeitung Baden CH, Nr. 11/2015 März, S. 9
Bislang 300’000 Anmeldungen für Weltjugendtag 2016 in Krakau

Für den katholischen Weltjugendtag im Juli 2016 im südpolnischen Krakau haben sich nach Angaben der Veranstalter bereits mehr als 300’000 Teilnehmer aus dem Ausland angemeldet. 200’000 Anfragen gebe es aus Italien und 80’000 aus Frankreich, sagte der Krakauer Kardinal Stanislav Dziwisz am Mittwoch vor Journalisten. Aus dem Organisationsbüro hiess es, aus Deutschland hätten sich 16’000 Pilger angekündigt. Zudem seien mehr als 10’000 Anmeldungen aus der Ukraine, der Slowakei und den USA eingegangen. (…)

OR Nr. 34 vom 21.08.2015, S. 7, von Johannes Schidelko
Weltjugendtag im Heiligen Jahr

Das zahlenmässig grösste Ereignis des Ausserordentlichen Heiligen Jahres 2015/16 findet nicht in Rom statt, sondern vermutlich in Krakau. Bis zu 2 Millionen Teilnehmer werden dort vom 26. bis 31. Juli 2016 zum nächsten katholischen Weltjugendtag (WJT) erwartet. Bereits vor 2 Jahren hatte die südpolnische Bischofsstadt offiziell den Zuschlag erhalten. Als Franziskus Mitte März überraschend das „Jubiläum der Barmherzigkeit“ ankündigte, wurde das Jugendtreffen sofort in das Programm integriert. Zudem fügt es sich auch thematisch ein: Es steht ebenfalls unter dem Leitwort der Barmherzigkeit. – Zum Weltjugendtag will auch der Papst anreisen. So hat sich Franziskus beim Angelusgebet am 26. Juli 2015 in Rom öffentlich via Tabletcomputer angemeldet. Das Gros der Teilnehmer wird aus Polen kommen, aber auch aus Italien seien rund 100’000 junge Pilger zu erwarten. Ein besonderer Förderer ist der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz, der langjährige Privatsekretär von Johannes Paul II. Und so wird das Treffen in Krakau stark vom heiligen Johannes Paul II., und seiner Spiritualität der Barmherzigkeit geprägt. So gibt es beispielsweise eine „Pilgerkatechese“, bei der die Jugendlichen zum Heiligtum der polnischen Mystikerin Faustyna Kowalska (1905-1938) bei Krakau wallfahren. – Die Vorbereitungen für den 31. Weltjugendtag sind nach Angaben der Planer an einem guten Punkt. Die staatlichen Behörden zögen sehr gut mit, unter anderem bei der grosszügigen Vergabe von Visa. Die Ortskirche tue alles, um den jungen Katholiken aus aller Welt erlebnisreiche Tage anzubieten. Zwar sei Krakau keine Metropole wie die letzten WJT-Veranstaltungsorte Rio oder Madrid. Aber sie verfüge über eine guten kirchliche Infrastruktur. Und der nach wie vor sehr lebendige polnische Volkskatholizismus werde den Weltjugendtag in besonderer Weise prägen (HK: Ist die Kirche noch zu retten? Seite 160: „faktischer Entkatholisierungsprozess in Polen“. Päpste, ihre Pontifikate, H bis J, auch S. 134).

OR Nr. 40 vom 2. Oktober 2015, S. 3
Botschaft zum Weltjugendtag 2016 in Krakau

Der Weltjugendtag vom 26. bis 31. Juli 2016 im polnischen Krakau wird nach Worten von Papst Franziskus einer der bedeutendsten Momente des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit werden. In einer Botschaft zum 31. internationalen Jugendtreffen rief er die Jugendlichen auf, im kommenden Jahr die Werke der leiblichen und geistlichen Barmherzigkeit zu entdecken und selbst zu praktizieren. Barmherzigkeit bedeute „weder Alles-Gutheissen noch reine Gefühlsseligkeit“, heisst es in dem veröffentlichten Text. Aber gerade in der Barmherzigkeit erweise sich die Glaubwürdigkeit der Christen in der Welt, betonte der Papst. Als glücklichen Umstand bezeichnete der Heilige Vater die Wahl des Veranstaltungsortes Krakau für das Treffen im Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit.

OR Nr. 51 vom 18.12.2015, S. 2
Details zum WJT in Krakau vorgestellt

Das Organisationskomitee des Weltjugendtages 2016 in Polen hat Details zum Ablauf vorgestellt. Den Angaben zufolge haben sich bereits 520’000 ausländische Gäste zu der Grossveranstaltung angemeldet, die am 26. Juli beginnt und am 31. Juli mit einer Papstmesse in Wieliczka-Brzegi endet. Das grösste Teilnehmerkontingent  stelle bislang Italien mit mehr als 200’000 Anmeldungen. Papst Franziskus wird am 28. Juli 2016 zum 31. Weltjugendtag nach Krakau reisen. Das alle 3 Jahre in einer anderen Grossstadt – zuletzt 2013 in Rio de Janeiro – abgehaltene internationale Grosstreffen gehört zu den wichtigsten Pilgerzielen während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit.

OR Nr. 26 vom 01.07.2016, S. 2
Prayerbox für junge Pilger

Das internationale katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat zum anstehenden Weltjugendtag im polnischen Krakau eine Prayerbox „Barmherzigkeit“ herausgegeben. In dem Metallschächtelchen befinden sich ein kleines Kreuz, ein Fingerrosenkranz, ein Fläschchen mit Weihwasser, christliche Grundgebete und eine Anleitung, wie man den Barmherzigkeitsrosenkranz betet. Ausserdem wird über die Werke der Barmherzigkeit und das Gnadenbild des Barmherzigen Jesus informiert. Die Boxen von der Grösse einer Streichholzschachtel würden bei den deutschen Katechesen auf dem Weltjugendtag verteilt, kündigte das Hilfswerk an. Den diözesanen Jugendämtern stelle man sie für ihre Pilgergruppen kostenlos zur Verfügung. „Wir wollen den jungen Pilgern eine Gebetshilfe an die Hand geben und sie auf jugendgemässe Art einladen, die Botschaft der göttlichen Barmherzigkeit für sich zu entdecken“, erklärte Hilfswerk-Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert.

OR Nr. 28 vom 15. Juli 2016, S. 3
Weltjugendtag: Vorbereitungstage in Diözesen

Krakau. Polen bietet den Besuchern des Weltjugendtages, der vom 25. bis 31. Juli in Krakau stattfindet, auch die Möglichkeit, das Gastland aus dem Blickwinkel seiner Diözesen kennen zu lernen: Vom 20. bis 25.Juli stehen für 290’000 Gäste Plätze in Familien bereit, wie das Pressezentrum des Weltjugendtages auf www.pope2016.com meldete.
Das grösste Interesse am Vorprogramm haben Gruppen aus Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich, der Ukraine, Litauen und Russland angemeldet, doch auch Jugendliche aus Brasilien, Kolumbien, den USA, Litauen und Russland werden ihren Weg in die polnischen Diözesen finden. Die Planung erfolgte sowohl zentral in Warschau als auch auf der Ebene der 44 Diözesen.

Kirche heute 33/2016 August, S. 1, Regula Vogt-Kohler
Papst will junge Generation von Weltverändern

Franziskus sendet Signal gegen Fremdenhass und ruft zu Engagement auf. – Mit einer grossen Messe auf dem „Feld der Barmherzigkeit“ ist der XXXI. Weltjugendtag in Krakau zu Ende gegangen. Papst Franziskus ermutigte die Jugendlichen zu Selbstvertrauen und zur Überwindung von falscher Scham und Vorurteilen. Das 79-jährige Kirchenoberhaupt forderte die jungen Gläubigen dazu auf, für eine neue Gesellschaft des Dialogs und gegen Hass und Ressentiments einzutreten.
Rebellisch sollen sie sein, Lärm machen und sich nicht anpassen: So aus- und nachdrücklich hat noch kein Papst die Jugendlichen zum Aufruhr ermuntert.  (…)

OR Nr. 32/33 vom 12. August 2016, S. 15
Der nächste Weltjugendtag wird 2019 in Panama stattfinden
Worte von Papst Franziskus vor dem Gebet des Angelus auf dem Campus „Misericordiae“ in Krakau

(…) Die Vorsehung Gottes geht uns immer voran. Denkt nur, sie hat bereits entschieden, welches die nächste Etappe dieser grossen, 1985 vom heiligen Johannes Paul II. begonnenen Pilgerreise sein wird! Und darum künde ich euch mit Freude an, dass der nächste Weltjugendtag – nach den beiden auf diözesaner Ebene – im Jahr 2019 in Panama stattfinden wird. (…)

OR Nr. 48 vom 02.12.2016, S. 4

Den nächsten Weltjugendtag gibt der Papst eine marianische Note. Das wird an den Themen deutlich, die er für die Weltjugendtage von 2017 bis 2019 ausgesucht hat. Die katholischen Weltjugendtage werden im Wechsel in kleinerem Rahmen in den Diözesen vor Ort und dann wieder als weltweites Grosstreffen organisiert. 2019, wenn der nächste Weltjugendtag in Panama-Stadt ausgerichtet wird, soll das Motto lauten: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn“ (Lk 1,38). Für 2017 heisst das Motto: „Der Mächtige hat Grosses an mir getan“ (Lk 1,49), ein Vers aus dem Magnificat. 2018 wiederum ist ein Vers aus der Verkündigung der Geburt Jesu an Maria an der Reihe: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade gefunden bei Gott“ (Lk 1,30). Die neuen Themen seien von Papst Franziskus persönlich ausgewählt worden und zielten darauf ab, den nächsten drei Weltjugendtagen einen „starken marianischen Beiklang“ zu geben, heisst es in der Mitteilung des vatikanischen Dikasteriums für Laien, Familie und Lebensschutz, das die Weltjugendtage organisiert.

Weltkirche

→Mitarbeitende   →Katholiken   →Austritte aus der Kirche    →Christen

Katholische Wochenzeitung 37/2013 September, S. 4

„Wir sind der kranke Mann der Weltkiche.“  Kurienkardinal Walter Kaspar

OR Nr. 8 vom 20.02.2015, S. 3
164 Kardinäle diskutierten über Zentralismus und Subsidiarität
12. Februar 2015, Vatikan, vor dem Konsistorium mit 20 neuen Kardinälen

Bei den vorangegangenen Beratungen über die Kurienreform spielte das Verhältnis zwischen den zentralen vatikanischen Behörden und den Ortskirchen eine besondere Rolle. In einigen der 40 Wortmeldungen sei der Wunsch nach mehr „Subsidiarität“ und Eigenverantwortung der Ortskirchen deutlich geworden. Andere hätten die wichtige Bedeutung einer starken vatikanischen Zentrale gerade für Kirchen in einem schwierigen gesellschaftlichen und politischen Umfeld hervorgehoben. Weitere Redner hätten eine bessere Koordination innerhalb der Kurie und einfachere Strukturen, aber auch eine besondere Spiritualität der Mitarbeiter gefordert. Erneut sei mehr Präsenz und Verantwortung der Frauen im Vatikan angemahnt worden.

Weltkirchenrat

Afrikanerin an die Spitze des Weltkirchenrates gewählt

Busan/London. Der Zentralausschuss des Weltkirchenrates, höchstes Leitungsgremium des ökumenischen Rates, hat in einer doppelten Premiere erstmals eine Frau und Afrikanerin an seine Spitze gewählt. Zum Abschluss der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen im südkoreanischen Busan bestimmten die 150 neugewählten Mitglieder des Zentralausschusses die Kenianerin Agnes Aboum zu ihrer Moderatorin, wie der Informationsdienst der anglikanischen Weltgemeinschaft in London mitteilte. Die anglikanische Erziehungswissenschaftlerin aus Nai-robi war von 1999 bis 2006 bereits Afrika-Präsidentin des Kirchenrates. Der Zentralausschuss hat die auf der Vollversammlung beschlossenen Richtlinien auszuführen und die inhaltliche Arbeit des Kirchenrates zu begleiten. Zudem beschliesst er den Haushalt. Das Mandat des Zentralausschusses und seiner Amtsträger umfasst den Zeitraum zwischen 2 Vollversammlungen, in der Regel 7 Jahre. Dem Ökumenischen Rat der Kirchen mit Sitz in Genf gehören derzeit 349 kirchliche Gemeinschaften an. Die katholische Kirche ist kein Vollmitglied.

Weltreligionen

siehe unter „Christen“

Werkstätten im Vatikan

→Floreria
Tapezierer: mit Tapeten- und Stoff-Magazin
Vergolder: Magazin mit Stühlen, Engeln, Möbelstücken aus dem 17./18. Jahrhundert.

Wetterdienst des Vatikans

L’Osservatore Romano, deutsch, 15. Mai 2009

Der Vatikan bietet künftig einen eigenen Wetterdienst an .Dazu wurde eine Wetterstation auf dem Dach des Governatoratspalastes installiert. Sie ermittelt die aktuelle Temperatur, Windgeschwindigkeit, den Luftdruck und die Niederschlagsmenge und erstellt zugleich eine Wettervorhersage. Der meteorologische Dienst des Vatikans ist im Internet zu erreichen unter www.vaticanstate.va.

Wiederverheiratete  Geschiedene

Katholische Wochenzeitung 27/2013 Juli, S. 11
Glaubenspräfekt Müller: Wiederverheiratete dürfen nicht zur Kommunion.
Absage an anderslautende Forderung und orthodoxe Praxis.

Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, bekräftigt in einem Beitrag für „Die Tagespost“, dass wiederverheiratete Geschiedene nicht zur Kommunion zugelassen sind. Der frühere Bischof von Regensburg sieht keine Möglichkeit der Zulassung von geschiedenen Katholiken nach einer erneuten Heirat. Indem er die katholische Lehre zum Thema in Erinnerung rief, erteilte er anderslautenden Forderungen eine deutliche Absage. Müller zeigte Verständnis, dass in einer säkularisierten Umwelt die katholische Lehre „häufig auf Unverständnis“ stosse. Die Antwort der Kirche könne aber nicht die pragmatische (sachbezogene)  Anpassung an das vermeintlich Unausweichliche sein. Ebenso sei es unzulässig, dass Gläubige einfach aufgrund ihrer subjektiven (einseitigen) Glaubensüberzeugung die Kommunion empfangen. Wer an der Gültigkeit seiner kirchlich geschlossenen Ehe zweifle, könne sich an ein kirchliches Ehegericht wenden, das nach entsprechender Prüfung eine Verbindung für nichtig erklären könne. Eine klare Abgrenzung nimmt der Erzbischof auch gegenüber der orthodoxen Praxis von Zweit- und Drittehen vor. Eine solche Praxis sei „mit dem Willen Gottes nicht zu vereinbaren“ und stelle im Verhältnis zu den orthodoxen Gemeinschaften ein nicht unerhebliches „ökumenisches Problem“ dar. Eine Berufung auf ein „Notstandsrecht oder auf die göttliche Barmherzigkeit“ könne nicht ins Feld geführt werden, so Erzbischof Müller. Müller sieht Bedarf für eine intensivere seelsorgliche Betreuung der wiederverheiratet Geschiedenen, da ihre Situation nicht leicht sei. Allerdings müssten sich die Betroffenen bewusst werden, dass es auch ihr Auftrag sei, in ihrer Situation Zeugnis für die Unauflöslichkeit der Ehe zu geben.

bz BASEL vom 6. Januar 2014, S. 5, SDA
Segnung statt Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene und Homosexuelle

Wer in einer „irregulären Situation“ lebt – darunter fallen für die katholische Kirche auch homosexuelle Paare und Geschiedene – kann gemäss bestehender Kirchenlehre die Kommunion nicht empfangen. Dennoch soll der Einzelne vom Priester gesegnet werden dürfen. Dieser Vorschlag macht das Bistum Chur. Betroffene sollen beim Kommunionempfang vor den Priester treten, dabei aber die Arme verschränken und so signalisieren, dass sie aus bestimmten Gründen keine Kommunion empfangen. Darauf würden sie vom Priester gesegnet. – Die Verbindung oder Lebenssituation von Homosexuellen und wiederverheirateten Geschiedenen könne die Kirche von der Lehre her zwar nicht segnen, den einzelne Menschen jedoch sehr wohl, sagte Bischofssprecher Giuseppe Gracia gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. In einer „irregulären Situation“ sei auch, wer vor der Eheschliessung zusammenlebe oder nicht-natürliche Verhütungsmethoden anwende.

Katholische Wochenzeitung Nr. 8 vom 21.02.2014, S. 6
Kardinal O’Malley: „Keine Sakramente für wiederverheiratet Geschiedene unter
Papst Franziskus“

Unter Papst Franziskus werde es keine Zulassung wiederverheiratet Geschiedener zu den Sakramenten geben, so Kardinal Sean O’Malley. Der Erzbischof von Boston und Mitglied des C8-Kardinalsrats für die Kurienreform und Kirchenleitung stellte sich im Konflikt  Kardinal Maradiaga und den deutschen Bischöfen an die Seite des Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller. Die Kirche habe dem Evangelium und der Lehre Christi treu zu sein, auch wenn das manchmal schwer erscheinen mag, so der Erzbischof von Boston.

Katholische Wochenzeitung 33/2014 August, S. 4
Kardinal Müller: Kein Spielraum bei wiederverheirateten Geschiedenen

Der Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, hat bekräftigt, dass die katholische Lehre keinen Spielraum für Änderungen im kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen lasse. Eine Zulassung dieser Personengruppe zur Kommunion sei nicht möglich, weil sie dem Dogma von der absoluten Unauflöslichkeit der Ehe widerspreche, so Müller in einem Interview, aus dem die italienische Tageszeitung „Avvenire“ Auszüge veröffentlichte. – Dies könne selbst von einem ökumenischen Konzil nicht geändert werden. Zugleich wies Müller erneut darauf hin, dass möglicherweise viele Ehen ungültig sein könnten,  weil sich die Eheleute zum Zeitpunkt der Trauung nicht bewusst darüber gewesen seien, was eine Ehe im katholischen Sinne bedeute. Derzeit verwende die Glaubenskongregation „viele Energien“ darauf, eine angemessene Antwort auf diese Herausforderung zu finden. (…)

Katholische Wochenzeitung  42/2014 Oktober, S. 6
Kurienkardinal Burke: Niemand kann für den Papst sprechen!

Präfekt der Apostolischen Signatur: „Ich finde das erstaunlich, dass Kardinal Kasper beansprucht, für den Papst zu sprechen“. – Kurienkardinal Raymond Leo Burke hat seinen emeritierten Amtskollegen Walter Kasper in der Debatte um die Kommunionzulassung wiederverheirateter Geschiedener kritisiert (siehe oben). „Der Papst hat keine Halsentzündung. Der Papst ist nicht stumm. Er kann für sich selbst sprechen“, zitiert die Zeitung „Washington Post“. Burke bezog sich dabei auf einen Vorschlag Kaspers, wiederverheirateten Geschiedenen die Teilnahme an der Kommunion zu gestatten; die ist nach der katholischen Lehre nicht möglich. Im Februar hatte Papst Franziskus den deutschen Kardinal dazu eigens zu einem Referat vor dem Kardinalskollegium eingeladen und sich vom Votum sehr beeindruckt erklärt. Kaspar, emeritierter Präsident des Rates für die Einheit der Christen, erklärte im Anschluss mehrfach, der Papst wolle eine offene Debatte über dieses Thema. (…)

Katholische Wochenzeitung 43/2014 Oktober, S. 4
Objektive Einstufung des Ehestandes und Kommunionzulassung

Wenn wiederverheiratete Geschiedene nicht zur Kommunion zugelassen werden, so „ist das kein moralisches Urteil über ein Individuum“, sondern die objektive (tatsächliche/sachliche) Einstufung seines oder ihres Ehestandes. Dies erläuterte Pater Federico Lombardi, der Pressesprecher des Vatikans, in einer Pressekonferenz zur Bischofssynode. Ausserdem hatte Lombardi festgestellt, dass auch jene Synodenväter, die die katholische Lehre verteidigten, nicht ohne Barmherzigkeit gegenüber den Interessen der Menschen seien. Nach Angaben des vatikanischen Presseamtes hatte Francesco Kardinal Coccopalmiero, Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, in der Bischofssynode darauf hingewiesen, dass nur die erste Ehe eine echte Ehe sei, folgende Verbindungen nach zivilrechtlichen Scheidungen seien Verbindungen. – Kardinal Wilfrid Fox Napier, Südafrika: Wenn wir wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen, was machen wir dann mit Menschen, die in Polygamie (Vielehe) leben?

Katholische Wochenzeitung CH Baden, 15/2015 April, S. 4
Polnische Bischofskonferenz stellt sich offiziell gegen Kasper-Vorschlag

Die Polnische Bischofskonferenz hat den Kasper-Vorschlag zu den „wiederverheirateten“ Geschiedenen offiziell abgelehnt. Bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz verwarfen die polnischen Bischöfe die „These“ des deutschen Kardinals, Katholiken könnten zur Kommunion zugelassen werden, obwohl sie in einer illegitimen und sündhaften Beziehung leben. (…)

Katholische Wochenzeitung Baden CH, 19/2015 Mai, S. 4
Rainer Beckmann; Das Evangelium der ehelichen Treue. Eine Antwort auf Kardinal Kaspar. 143 Seiten, Fe-Medienverlag, Kisslegg D

Können wiederverheiratete Geschiedene zu den Sakramenten zugelassen werden? Rainer Beckmann ist zivilrechtlich geschieden, aber nicht wiederverheiratet. Er lebt nach der Lehre der katholischen Kirche zur Unauflöslichkeit der Ehe. Er hat das Buch von Walter Kasper „Das Evangelium von der Familie“ (2014) analysiert und kommt zu dem Ergebnis: „Die Argumentation des Kardinals ist in sich zutiefst widersprüchlich. Er will an der Unauflöslichkeit der Ehe festhalten und gleichzeitig wiederverheiratete  Geschiedene praktisch genauso behandeln, wie treu bleibende Ehegatten.“ „Er begründet mit keinem Wort, weshalb wiederverheiratete Geschiedene trotz fehlender Umkehr das Sakrament der Busse empfangen können sollen.“ „Nicht die Kirche schliesst die wiederverheirateten Geschiedenen von den Sakramenten aus, sondern sie sich selbst.“ Aus dem Geleitwort von Paul Josef Kardinal Cordes (Rom): „Der Autor gibt uns ein Zeugnis, das pastoral dringlich geboten, realistisch und der Heiligen Schrift verpflichtet ist.“

Katholische Wochenzeitung Baden CH 19/2015 Mai, S. 14
Kardinal Burke: Ich habe die Pflicht, die Wahrheit zu verkünden

Der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke (WA: nach der Bischofssynode 2014 zum Kardinalpatron des Malteser-Ordens „herabgestuft“. Siehe „Malteser-Orden“) hat anlässlich eines Vortrages in Deutschland sein Nein zu Reformen in der katholischen Ehelehre bekräftigt. Der US-amerikanische Kardinal Raymond Burke hat sein Nein zu Reformen in der katholischen Ehelehre bekräftigt. „Wir müssen zurückkehren zu dem, was die Kirche immer gelehrt hat“, fordert der Kurienkardinal in Herzogenrath. Davon lasse er sich auch nicht durch etwaige Reformbeschlüsse zu Ehe und Familie im kommenden Oktober abbringen. „Ich habe als Bischof die Pflicht, die  Wahrheit zu verkünden. Ich werde das auch weiter tun.“ Burke beklagte einen Werteverfall in den säkularisierten westlichen Gesellschaften. So seien aussereheliche und gleichgeschlechtliche Partnerschaften Anzeichen sittlichen Verfalls. Burke verteidigte die katholische Auffassung der Ehe, die nur zwischen Frau und Mann möglich sei. (…)

Kirche heute 39/2016 September, S. 2
Abwägung bei Geschiedenen

Papst Franziskus hat den Sakramentenempfang für wiederverheiratete Geschiedene in Einzelfällen verteidigt, zugleich aber eine zu liberale Praxis abgelehnt. Gemäss der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ vom 13..09.2016 hiess Franziskus eine Orientierungshilfe argentinischer Bischöfe gut, die durch das Papstschreiben „Amoris laetitia“ die Möglichkeit der Kommunion für Katholiken in einer kirchenrechtlich problematischen Situation eröffnet sehen. Das Papstdokument „Amoris laetitia“ spricht in Fussnote 351 davon, dass „die Eucharistie nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein grosszügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen“ sei. Die Anmerkung bezieht sich auf Gläubige, die „in einer objektiven Situation der Sünde“ leben; dies trifft nach katholischer Lehre auf wiederverheiratete Geschiedene zu.

→Eheannullierungen, wiederverheiratete Geschiedene      →Eheannullierungen
→Bischofssynode

Wirtschaftliche und finanzielle Katastrophe im Vatikan

Siehe unter „Finanzielle und wirtschaftliche Katastrophe im Vatikan“

Wirtschaftssekretariat, neues (und Wirtschaftsrat)

OR Nrn. 30/31 vom 26. Juli 2013, S. 12
Neue Kontrollkommission für Vatikanische Güter- und Finanzverwaltung

Papst Franziskus hat mit einem auf den 18. Juli 2013 datierten Chirographen (Päpstliche Verlautbarung in Briefform mit eigenhändiger Unterschrift des Papstes) eine Päpstliche Kontrollkommission für die Organisation der Wirtschafts- und Verwaltungsstruktur des Heiligen Stuhles eingesetzt.

Die Kommission sammelt Informationen, informiert den Heiligen Vater und arbeitet mit dem Kardinalsrat zusammen, um die organisatorischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhles zu prüfen, mit dem Ziel, Reformen der Institution des Heiligen Stuhles vorzubereiten, die der „Vereinfachung und Rationalisierung der bestehenden Organe sowie einer aufmerksameren Planung der wirtschaftlichen Aktivitäten aller vatikanischer Verwaltungen“ dienen.

Das soll, wie im Chirographen ausgeführt wird, erfolgen, „indem die technische Unterstützung spezialisierter Konsulenten zur Verfügung gestellt wird und strategische Lösungen für Besserungen ausgearbeitet werden, die dazu dienen sollen, die Verschwendung wirtschaftlicher Mittel zu vermeiden, Transparenz beim Erwerb von Gütern und Dienstleistungen zu begünstigen, die Verwaltung der beweglichen Güter und Immobilien zu perfektionieren, im Bereich der Finanzen mit immer grösserer Vorsicht zu operieren, eine korrekte Anwendung der Prinzipien der Buchhaltung zu gewährleisten und allen, die darauf Anspruch haben, die Krankenversicherung und Altersvorsorge zu garantieren.“

Das Gremium kann auf Antrag mit der aus 8 Kardinälen bestehenden Arbeitsgruppe für die Erstellung eines Reformprojektes der Apostolischen Konstitution „Pastor Bonus“ über die Römische Kurie zusammenarbeiten.

Die Ziele und Zuständigkeitsbereiche der Kommission werden im Chirographen bis ins Detail beschrieben. Die Mitglieder der Kommission sind Laien, Experten „im Bereich des Rechts, der Wirtschaft, des Finanz- und des Organisationswesens“, die bereits hochgeschätzte Konsulenten oder Revisoren wirtschaftlicher vatikanischer oder kirchlicher Institutionen sind. Der Sekretär der Kommission ist der einzige Kleriker unter ihnen.

Die 8 Mitglieder der Kommission sind:

1  Joseph F. C. Zahra, Malta, Präsident
2  Msgr. Lucio Angel Vallejo Balda, Sekretär
3 Jean-Baptiste de Franssu, Frankreich
.   (Sekretär der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Hl.
.   Stuhles)
4 Enrique Llano, Spanien
5 Jochen Messemer, Deutschland
6 Francesca Immacolata Chaouqui, Italien
7 Jean Videlain-Sevestre, Frankreich
8 George Yeo, Singapur

Zahra und Yeo sind internationale Revisoren der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhles Die Kommission wird ihre Arbeit so bald wie möglich aufnehmen. Eine erste Zusammenkunft ist kurz nach der Rückkehr des Heiligen Vaters aus Brasilien  (Anfang August 2013) vorgesehen.

Der Heilige Vater wünscht sich eine fruchtbare und produktive Zusammenarbeit zwischen der Kommission und den von ihrer Arbeit betroffenen vatikanischen Verwaltungen.

Kirche heute 37/2013 September, S. 2: Die Berufung der 32 Jahre alten Francesca Immacolata Chaouqui in die Kommission zur Neuordnung der wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhles vor 5 Wochen sorgt weiterhin für Unruhe.

OR Nr. 9 vom 28.02.2014,  S. 1
Reform der vatikanischen Wirtschaftsstrukturen

Papst Franziskus hat am 24.02.2014 ein neues Sekretariat sowie einen Rat für Wirtschafts- und Verwaltungsangelegenheiten gegründet. Sie werden künftig für alle wirtschaftlichen und administrativen Belange des Heiligen Stuhles und der Vatikanstadt zuständig sein. Der Rat soll aus 15 Mitgliedern bestehen, davon 8 Kardinäle oder Bischöfe und 7 Laien-Experten unterschiedlicher Nationalität.  Der Heilige Vater folgt mit dieser Entscheidung einer Empfehlung der Kommission zur Prüfung der wirtschaftlichen und administrativen Strukturen. Das neue Gremium löst den bisherigen 15-köpfigen Kardinalsrat für die wirtschaftlichen und organisatorischen Angelegenheiten des Heiligen Stuhles ab. Die neuen Direktiven bestätigen die Rolle der Güterverwaltung APSA (Amministrazione del Patrimonium della Sede Apostolica; Vermögens- (Güter-) Verwaltung des Heiligen Stuhles)  als der Zentralverwaltung mit allen Rechten und Verpflichtungen, wie sie international üblich seien. Auch die vatikanische Finanzaufsichtsbehörde AIF wird ihre Aufgabe fortsetzen. Der  Heilige Vater ordnete die neuen Strukturen durch einen „Motu  proprio“ genannten Erlass an.

OR Nr. 9 vom 28.02.2014, S. 4
24. Februar 2014: Der Papst ernannte zum Präfekten des neu eingerichteten Sekretariats für die wirtschaftlichen Angelegenheiten Kardinal George Pell, Erzbischof von Sydney (Australien).

OR Nr. 10/11 vom 07.03.2014, S. 3, Wirtschaftsrat
Motu proprio vom 24.02.2014 von Papst Franziskus:
Fidelis dispensator et prudens (Lk 12,42)

Wie der treue und kluge Verwalter die Aufgabe hat, sorgfältig für das zu sorgen, was ihm anvertraut wurde, so ist sich die Kirche ihrer Verantwortung bewusst, die eigenen Güter mit Sorgfalt zu wahren und zu verwalten, nämlich im Licht ihrer Sendung zur Evangelisierung und in besonderer Sorge gegenüber den Bedürftigen.  In spezieller Weise sind die Verwaltung der wirtschaftlichen und finanziellen Bereiche des Heiligen Stuhles eng mit seiner besonderer Sendung verbunden, nicht nur im Dienst des universalen Hirtenamtes des Papstes, sondern auch in Bezug auf das Gemeinwohl im Blick auf die ganzheitliche Entwicklung des Menschen. – Nach sorgfältiger Erwägung der Ergebnisse der Arbeit der Bericht erstattenden Studien- und Planungskommission zur Organisation der administrativ-wirtschaftlichen Struktur  des Heiligen Stuhles (vgl. Chirograph vom 18.07.2013) und nach Konsultation mit dem Kardinalsrat für die Reform der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus und dem Kardinalsrat zur Beratung der organisatorischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten des Apostolischen Stuhles lege ich mit diesem Apostolischen Schreiben in Form eines Motu proprio Folgendes fest:

Wirtschaftsrat

1. Der Wirtschaftsrat hat die Aufgabe, die Durchführung der wirtschaftlichen Angelegenheiten aufmerksam zu verfolgen und über die Strukturen und die administrativen und finanziellen Aktivitäten der Dikasterien der Römischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und des Staates der Vatikanstadt zu wachen.

2. Der Wirtschaftsrat besteht aus 15 Mitgliedern – 8 werden aus den Kardinälen und Bischöfen ausgewählt, um die Universalität der Kirche widerzuspiegeln, und 7 sind Laien, Experten aus verschiedenen Nationen, die über Finanzkompetenz und anerkannte Professionalität verfügen.

3. Der Wirtschaftsrat wird von einem Kardinal als Koordinator geleitet.

Wirtschaftssekretariat

4. Das Wirtschaftssekretariat ist ein Dikasterium der Römischen Kurie gemäss der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus.

5. Unter Berücksichtigung dessen, was vom Wirtschaftsrat festgelegt wird, ist das Wirtschaftssekretariat direkt dem Heiligen Vater verantwortlich und führt die wirtschaftliche Kontrolle und die Aufsicht über die unter Punkt 1 genannten Einrichtungen durch.  Es führt auch die Politik und die Vorgehensweisen hinsichtlich der Einkäufe und der geeigneten Verteilung der personalen Ressourcen (Geldmittel) aus, wobei die eigenen Kompetenzen der jeweiligen Einrichtung respektiert werden. Die Kompetenz des Sekretariats erstreckt sich daher auf alles, was auf irgendeine Weise in den oben genannten Bereich fällt.

6. Das Wirtschaftssekretariat wird von einem Kardinalpräfekten geleitet (Kardinal George Pell, Sidney), der mit dem Staatssekretariat zusammenarbeitet. Ein Prälat als Generalsekretär hat die Aufgabe, den Kardinalpräfekten zu unterstützen (Prälat Alfred Xuereb, ehemals 2. Sekretär von Papst Benedikt XVI. em.).
05.04.2014: Ernennung von Franco Dalla Sega, Mailand, Jurist, Verwaltungsexperte,  zum „Sonderberater ad Interim“, für die vatikanische Güterverwaltung.

Generalrevisor

7. Der Generalrevisor wird vom Heiligen Vater ernannt und hat die Aufgabe, die Rechnungsprüfung  (Audit, Anhörung) der unter Punkt 1 genannten Einrichtungen durchzuführen.

Statuten

8. Der Kardinalpräfekt ist für die Abfassung der endgültigen Statuten des Wirtschaftsrates, des Wirtschaftssekretariats und des Amts des Generalrevisors verantwortlich. Die Statuten werden so bald wie möglich zur Approbation (Zulassung) durch den Heiligen Vater vorgelegt. Ich verfüge, dass alles, was festgesetzt wurde, unverzüglich, voll und bleibend gültig ist, unter Aufhebung aller damit unvereinbaren Verordnungen, und dass das vorliegende Apostolische Schreiben in Form eines Motu proprio im „L’Osservatore Romano“ vom 24./25. Februar 2014 und anschliessend in den Acta Apostolicae Sedis veröffentlicht werden. Gegeben zu Rom, bei St. Peter, am 24. Februar 2014, dem ersten Jahr des Pontifikats. Franciscus

OR Nr. 12 vom 21. März 2014, S. 4, Wirtschaftsrat
Der Papst ernannte am 8. März 2014 zu Mitgliedern des Wirtschaftsrates:

die Kardinäle Reinhard Marx, München (Koordinator), Juan Luis Cipriani Thorne, Lima (Peru), Daniel N. DiNardo, Galveson-Houston (USA), Wilfrid Fox Napier, Durban (Südafrika), Jean-Pierre Ricard, Bordeaux (Frankreich), Norbert Rivera Carrera, Mexiko, John Tong Hon, Hong Kong (China), Agostino Valini, Generalvikar, Rom.

Zu weiteren Mitgliedern: Joseph F.X. Zahra (Malta), Vizekoordinator, Jean-Baptiste de Franssu (Frankreich), John Kyle (Kanada), Enrique Llano Cueto (Spanien), Jochen Messemer (Deutschland), Francesco Vermiglio (Italien), George Yeo (Singapur).

OR Nr. 9 vom 9. Mai 2014, S. 3
Der von Papst Franziskus neu geschaffene Wirtschaftsrat hat seine Arbeit aufgenommen: Die erste Zusammenkunft des Gremiums, das vom Münchner Kardinal Reinhard Marx trat im Februar zusammen und mit einem vatikanischen Wirtschaftssekretariat gegründet wurde. Der Rat soll das Wirtschaftssekretariat als zentrale und weitgehend eigenständige vatikanische Einrichtung für finanzielle Angelegenheiten kontrollieren und beraten.

OR Nr. 29 vom 18. Juli 2014, S. 3
Papst Franziskus teilt vatikanische Güterverwaltung auf (siehe auch bei „APSA).
Apostolisches Schreiben von Papst Franziskus in Form eines „Motu proprio“.
Übertragung der Ordentlichen Sektion der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhles (APSA) an das Wirtschaftssekretariat  (WA: ein neues Dikasterium)

Nach sorgfältiger Prüfung dieser Materie und nach Einholung der Meinung der zuständigen Dikasterien und von Fachleuten, lege ich folglich fest und bestimme:

Artikel 1
Der Text des Artikels 172 der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus wird vollständig ersetzt durch folgenden Text:

§1. Diesem Amt kommt es zu, die Güter im Eigentum des Heiligen Stuhles zu verwalten, die dafür bestimmt sind, dass die nötigen Mittel für die Erfüllung der Aufgaben der Römischen Kurie zur Verfügung stehen.
§2. Das Amt verwaltet auch die beweglichen Güter, die ihm von anderen Einrichtungen  des Heiligen Stuhles anvertraut werden.

Artikel 2
Der Text des Artikels 173 der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus wird vollständig ersetzt durch folgenden Text:

Dem Amt steht ein Kardinal vor, der von einer bestimmten Anzahl von Kardinälen und einem Prälaten als Sekretär unterstützt wird.

Artikel 3
Die Artikel 174 und 175 der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus sind ausser Kraft gesetzt.

Artikel 4
Der Präfekt des Wirtschaftssekretariats wird eine Kommission von Sachverständigen errichten, die den Zweck hat, die Übertragung der bisher der „Ordentlichen Sektion“ der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls anvertrauten Zuständigkeiten zu erleichtern. Ausserdem wird er vom heutigen Tag an bis zur vollständig erfolgten Übertragung der Aufgaben bestimmen, wie die noch ausstehenden Fragen in der oben genannten „Ordentlichen Sektion“ zu lösen sind.
Ich bestimme, dass alles, was sich im vorliegenden Apostolischen Schreiben in Form eines „Motu proprio“ verfügt habe, in all seinen Teilen eingehalten wird, auch wenn dem irgendetwas entgegenstünde, selbst wenn es besonderer Erwähnung würdig wäre, und lege fest, dass es durch die Veröffentlichung in der Tageszeitung „L’Osservatore Romano“ promulgiert werde und am Tag der Promulgierung in Kraft trete.
Gegeben zu Rom bei Sankt Peter, am 8. Juli 2014, im zweiten Jahr des Pontifikats. Franziskus

Stand Juli 2014: Präfekt des neuen Dikasteriums „Wirtschaftssekretariat“: Kardinal George Pell, Australier. Generalsekretär des Wirtschaftssekretariates: Msgr. Alfred Xuereb (55), Malteser, früherer Papstsekretär. Xuereb gehört zugleich dem IOR-Verwaltungsrat ohne Stimmrecht an.

OR Nr. 29 vom 18. Juli 2014, S. 4

Der Präfekt des vatikanischen Wirtschaftssekretariates, Kardinal George Pell, will die Rolle von Laien in seiner Verwaltung stärken, Dies sei auch theologisch begründet, denn: „Die Kirche ist ein Volk, es gibt nicht nur Priester“, sagte der Kardinal gegenüber der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Nicht-Klerikern mehr Verantwortung zu übertragen, nannte der Australier eines der obersten Ziele seiner zukünftigen Arbeit, neben der Förderung von mehr Transparenz, Ehrlichkeit und Professionalität in der Administration der vatikanischen Wirtschaft und der Finanzen. Die meisten Kurienkardinäle befürworten laut Kardinal Pell ebenfalls eine stärkere Einbindung der Laien.

OR Nr. 37 vom 12.09.2014, S. 4

Unter dem Vorsitz des deutschen Kardinals Reinhard Marx hat am Donnerstag, 5. September 2014, der vatikanische Wirtschaftsrat getagt. Dabei ging es um die Statuten des Wirtschaftssekretariates, das Papst Franziskus zusammen mit dem Rat im Februar gegründet hatte. Ausserdem standen Fragen des vatikanischen Budgets und der Kontoführung auf der Tagesordnung. An der Beratung nahmen auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Präfekt des Wirtschaftssekretariates, George Pell, teil. Die nächsten Treffen sind für den 2. Dezember dieses Jahres und den 6. Februar 2015 geplant.

OR Nr. 8 vom 20.02.2015, S. 3
Versammlung der Kardinäle am 12. Februar 2015 im Vatikan: Die Kardinäle George Pell und Reinhard Marx, die Leiter von Wirtschaftssekretariat und Wirtschaftsrat, informierten die 164 anwesenden Kardinäle über ihre Bemühungen zur Sichtung und Zusammenführung der Haushalte der verschiedenen vatikanischen Büros und Behörden. Ausserdem habe der neue Leiter der Vatikanbank IOR, der Franzose Jean Baptiste de Franssu, über sein Institut informiert.

OR Nr. 12/13 vom 20.März 2015, S. 9
Die Statuten für den vatikanischen Wirtschaftsrat und das Wirtschaftssekretariat sind seit dem 1. März 2015 in Kraft. Die Veröffentlichung der vom Papst erlassenen Richtlinien erfolgte auf der Internetseite des Vatikans wie auch die Statuten für die Arbeit des Generalrevisors.

OR Nr. 24 vom 12. Juni 2015, S. 4
Der Papst ernannte am 5. Juni 2015:

zum Finanz-Generalrevisor: Dr. Libero Milone. Der in der neuen vatikanischen Wirtschaftsordnung vorgesehene Generalrevisor hat die Aufgabe, die Rechnungsprüfung der Dikasterien der Römischen Kurie, der mit dem Heiligen Stuhl verbundenen Einrichtungen und des Staates der Vatikanstadt durchzuführen (WA: Motu proprio vom 24.02.2014, Wirtschaftssekretariat, Kapitel 7).

OR Nr.  28 vom 15. Juli 2016, S. 1
Vatikanische Immobilienverwaltung soll transparenter werden

Papst Franziskus will offenbar mehr Transparenz in der vatikanischen Immobilienverwaltung. In einem am 9. Juli 2016 veröffentlichten Moto proprio (aus eigenem Antrieb) verfügte er eine strikte institutionelle Trennung zwischen der Verwaltung der Häuser und Wohnungen und der Prüfung der betreffenden Bilanzen.
Die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (→APSA) ist demnach künftig ausschliesslich für die Verwaltung zuständig, die Wirtschaftsprüfung obliegt ausschliesslich dem vatikanischen →Wirtschaftssekretariat. Das gleiche gelte für die Vermögensverwaltung insgesamt sowie für finanzielle Transaktionen.
Franziskus ermahnt in seinem Erlass dazu, das kirchliche Vermögen nur für kultische und karitative Zwecke sowie zur Unterstützung des Klerus zu verwenden. Besonders hervor hebt er den „Dienst an den Armen“. Die Kirche müsse „grösste Aufmerksamkeit darauf verwenden, dass ihre wirtschaftlichen Ressourcen (Geldmittel) stets für diese Zwecke eingesetzt würden, heisst es in dem „Motu proprio“. Es trägt den Titel „Die weltlichen Güter“.
Mit dem jüngsten Erlass setzt der Papst den Weg fort, den er im Februar 2014 mit der Schaffung des Wirtschaftssekretariates, des Wirtschaftsrates und des Büros des Generalrevisors geschaffen hat.
→APSA       →Immobilien des Vatikans (auch als Nebenregister)

Wirtschaftsteil des Vatikans (Dienstleistungen des Staates)

Die Unterstadt, das east-end

Im nordöstlichen Teil, siehe unter: →Pfarramt →St. Anna, →Post, →Druckerei, →Buchhandlung, Lebensmittelladen (→Annona), Heizzentrale, →Garage, Werkstätten, →Ambulatorium, → Apotheke, →Telefonzentrale, →Bank, →Benzintankstelle, Taxi. Hier arbeiten die kleinen Leute des Vatikans, die plebs vaticana. Und den Eingang St. Anna dazu könnte man als Fabriktor bezeichnen.

Witze über das himmlische Bodenpersonal

Drei Pfarrer treffen sich mittwochs zur Jassrunde. „Ich habe Fledermäuse in der Kirche“, meint der Jüngste. „Der Dorfjäger versuchte sie zu erschiessen. Jetzt hat es aber mehr Einschüsse in der Decke als Fledermäuse. Was soll ich tun?“ Der zweite Pfarrer meint: „Diese Plage habe auch ich, obwohl ich versuchte, sie aus der Kirche zu entfernen. Ich habe jede Einzelne von der Decke heruntergeholt, in einen Sack gesteckt und sie in rund 20 km Entfernung entsorgt. Sie sind aber alle zurückgekehrt“. Da meinte der Dritte schmunzelnd: „Auch ich habe damals alle heruntergeholt. Bevor ich sie aber in den Sack steckte, habe ich jede Einzelne getauft und gefirmt. Seitdem kommen sie nicht mehr in die Kirche.“ (Pfarrer Aloys von Euw)

Ein kleines Sportflugzeug hat 3 Fluggäste an Bord: einen Pfadfinder, einen Bischof und einen berühmten Professor. Plötzlich ruft der Pilot „Maschinenschaden, wir müssen abspringen, aber wir haben nur 3 Fallschirme. Einen nehme ich, damit ich den Unfall melden kann.“ „Ich brauche auch einen“, sagt der berühmte Professor, „weil ich für die Menschheit noch Grosses leisten muss.“ Er springt zusammen mit dem Piloten ab. Der Bischof wendet sich an den Pfadfinder: „Mein Sohn, ich habe ein langes Leben hinter mir. Du hast das deine vor dir. Nimm den letzten Fallschirm und dann Gott befohlen.“ „Keine Sorge, Exzellenz“, sagt der Pfadfinder. „Wir haben noch 2 Schirme. Der Professor hat nämlich meinen Rucksack genommen.“ (Pfarrer A. von Euw, Heiter auf der Himmelsleiter, Kanisius-Verlag)

Der heilige Petrus und der Teufel stritten sich, wer den kaputten Zaun zwischen Himmel und Hölle reparieren lassen sollte. Schliesslich riss Petrus die Geduld, und er rief: „Wenn du den Zaun nicht ausbessern lässt, geh ich vor Gericht!“ „Geh nur!“, erwiderte der Teufel gelassen. „Ich bin nur gespannt, wo du im Himmel einen Rechtsanwalt hernehmen willst!“ (Pfarrer A. von Euw)

Der Pfarrer hat starke Zahnschmerzen und geht zum Zahnarzt. Dieser fragt ihn: „Wo tut’s denn weh, Hochwürden?“ – „Erste Bank, Kanzelseite, Empore.“ (Pfarrer A. von Euw)

Karl Rahner, der bekannte Theologe, muss an der Himmelspforte vor Gott ein Examen ablegen. Er kommt schon bald heraus. Durchgefallen!  Bei Papst Benedikt XVI. Ratzinger geht das Examen schon länger. Doch nach einem Tag fliegt auch er raus. Dann kommt Hans Küng: Tag für Tag, siebenmal, noch keine Entscheidung … Endlich! Da fliegt Gott heraus… (Pfarrer A. von Euw)

„Sie haben sicher viele berühmte Theologen predigen hören“, sagte der Dekan der Universitätskirche von Cambridge zu seinem Sakristan, als dieser sein 50-jähriges Amtsjubiläum begeht. – „Ja“, sagt der, „und Gott hat mir die Gnade erwiesen, dass ich noch immer an ihn glauben kann“. (KWZ 8/2015)

Den Kindern soll der Begriff und die Wirklichkeit des Wunders erklärt werden. „Ein Dachdecker fällt von der Spitze eines Kirchturms und bricht sich dabei lediglich einen kleinen Finger. Karli, was ist das?“ – „Ein Unfall.“ – „Hm, nun fällt aber derselbe Mann am nächsten Tag wieder runter und es passiert ihm gar nichts! Susi, wie nennt man das ?“ – „Glück!“  Nun ja, doch kurz darauf fällt der Mann zum dritten Mal herunter und bleibt unverletzt! Fränzchen, was ist das?“ – „Gewohnheit!“ (KWZ 14/2015)

Vor der Mahlzeit betet der Pfarrer ein Tischgebet. Aber eines Tages unterliess er es, nahm Messer und Gabel zur Hand und begann zu essen. Nachdem ihn die Haushälterin erstaunt fragte, warum er nicht bete, antwortete er: „Bei Ihrer Kunst, die Reste zu verwerten, befindet sich nichts auf dem Tisch, worüber nicht schon wenigstens viermal der Segen gesprochen worden ist.“ (KWZ 15/2015)

Nach der Sonntagsmesse hält der Pfarrer den halbstarken Emil an: „Was gab’s denn so Wichtiges, dass du heute während meiner ganzen Predigt geschwätzt hast?“ – „Das muss wohl ein Irrtum sein“, klärt Emil den Pfarrer auf, „ich spreche nämlich nicht im Schlaf.“ (KWZ 18/2015)

Pater Hilarius pflegte seinen neuen Kaplänen stets ein paar lebenskundige Tipps zu geben. Einem, der gerade seine erste Predigt gehalten und dabei keineswegs „Tore geschossen“ hatte, wie der Missionar zu witzeln pflegte, empfahl er, die Kanzel auf den Zehenspitzen zu verlassen. – „Wieso auf Zehenspitzen?“ erkundigte sich der Kaplan ein wenig überrascht und verdattert. Pater Hilarius: „Damit Sie die Leute nicht aufwecken!“ (KWZ 23/2015)

Ganz genau überprüft ein Polizist bei einer routinemässigen Verkehrskontrolle die Autoreifen des Geländewagens der Missionsschwester. Er schüttelt den Kopf, brummt und sagt schliesslich: „Aber Schwester, Sie haben wirklich ein miserables Profil!“ Die Nonne faucht giftig zurück: „Na, hören Sie mal! Eine Schönheit sind Sie aber auch nicht!“ (KWZ 23/2015)

Ein katholischer afrikanischer Minister kommt erstmals nach Lourdes. Tief ergriffen verlässt er die Kathedrale. Wenig später schreit er laut über den weiten Platz: „Mein Gott! Jetzt kann ich wieder laufen!“ Sofort stürzen andere Pilger auf ihn zu und fragen: „Ein Wunder?“ – Der schwarze Politiker schüttelt den Kopf: „Ach was, man hat mir mein Auto geklaut!“ (KWZ 26/2015)

Ein Pfarrer und ein Busfahrer stehen vor der Himmelstür. „Sie kommen nicht rein“, sagt Petrus zum Pfarrer. „Bei Ihrer Predigt haben immer alle geschlafen!“ Darauf zum Busfahrer: „Sie dürfen rein! Wenn Sie gefahren sind, haben immer alle Fahrgäste gebetet…“ (KWZ 34/2015)

Acht Tage vor Weihnachten hatte der Pfarrer plötzlich verreisen müssen. Er war nicht mehr dazu gekommen, dem Malermeister den Text und die Grösse des Spruches über der Krippe anzugeben. Deshalb schickte der Malermeister ihm einen Eilbrief nach und bat um schnelle, telegraphische Mitteilung. Wie staunte die nichts ahnende Postbeamtin, als folgendes Antworttelegramm eintraf: „Ein Kind ist uns geboren. Drei Meter lang und einen Meter breit.“ (KWZ 35/2015)

Eine Schnecke und eine Ziege wetten, wer zuerst im Machtzentrum der katholischen Kirche im Vatikanstaat ankomme. Die Ziege gibt sich siegessicher. Aber die Schnecke macht das Rennen, denn mit Schleimen kommt man im Vatikan weiter als mit Meckern. (Hans Küng, 7 Päpste, S. 303)

In der Hauswirtschaftsschule wird das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen besprochen. „Gertrud, welche Lehre sollen wir nun für uns daraus ziehen?“, fragt der Herr Pfarrer. Gertrud überlegt, dann meint sie: „Dass wir jederzeit für den Bräutigam bereit sein sollen.“ (KWZ 1/2016)

Franz wirkt ein wenig angetrunken. Der Kaplan hält es für nötig, ihm ins Gewissen zu reden: „Franz, habe ich Dir nicht schon wiederholt gesagt, dass Alkohol Dein grösster Feind ist?“ – „Stimmt“, gab Franz zu. „In Ihrer Predigt haben Sie aber auch gesagt, dass man seinen Feind lieben soll.“ (KWZ 10/2016)

Ein Witz über katholische Ordensgemeinschaften: Ein Benediktiner, ein Dominikaner, ein Franziskaner und ein Jesuit beten gemeinsam, da geht das Licht aus. Der Benediktiner will weiter beten, er kennt den Text auswendig; der Dominikaner will die Ursachen diskutieren, und der Franziskaner will Gott für das schmerzlich vermisste Licht danken. Dann wird es wieder hell: Der Jesuit hat die Sicherung ausgewechselt. (Kirche heute 39/2016, S. 20)

In seinem Aufsatz über die Glockenweihe schreibt Markus: „Im Turm hängt noch die alte grosse Glocke von früher, aber die hat einen Sprung und wird bloss geläutet, wenn der Bischof kommt oder wenn sonst ein Unglück ausbricht.“ (KWZ 1-2/2017, S. 15)

„Wörter, die mit der Vorsilbe ‚Un‘ beginnen, drücken meist etwas Schlechtes oder Unangenehmes aus“, erklärt der Pfarrer. „Wer kann ein solches Wort nennen?“ – „Unterricht“, antwortet Lieschen schlagfertig. (KWZ 13/2017, S. 15)

Pfarrer Schmidt lässt den Hut für Spenden herumgehen. Der Hut bleibt leer. Der Pfarrer wendet sich an Gott: „Ich danke dir, o Herr, dass bei einer solchen Gemeinde wenigstens mein Hut wieder zurückgekommen ist.“  (KWZ)

„Warum“, fragt der Pfarrer im Religionsunterricht, „leben die Priester im Zölibat?“ Michaela vermutet: „Damit sie sich nicht so stark vermehren.“ (KWZ 19/2017, S. 15)

Wohnung des Papstes

Päpstliche Wohngemeinschaft

Worte von Papst Benedikt XVI. Ratzinger

(Titel aus Ansprachen, Reden usf.)
→separates Register unter W   („Papst Benedikt XVI. Ratzinger, ein Meister der Wortwahl“, WA)

Wunder

OR Nr. 39 vom 30.09.2016, S. 3
Verschärfte Regeln für die Anerkennung von Wundern

Der Vatikan hat das Verfahren für die Anerkennung von Wundern überarbeitet und teils verschärft. Nach der neuen veröffentlichten Geschäftsordnung für den medizinischen Sachverständigenrat müssen künftig mehr Experten als bisher die wissenschaftliche Unerklärlichkeit einer Heilung feststellen, damit ein Selig- oder Heiligsprechungsverfahren einen Schritt weiterkommt. Jeder Kontakt der Mediziner mit den Betreibern des Verfahrens wird untersagt. Die Vergütung der Gutachter wird transparenter transparenter gemacht.
Die Erfahrung der vergangenen Jahre habe eine Anpassung der Bestimmungen für den medizinischen Rat nötig scheinen lassen, heisstt es in dem Dokument. Konkrete Beispiele nennt der Text nicht. Bislang galt eine Fassung aus dem Jahre 1976 mit Ergänzungen von 1983.
Die neue Geschäftsordnung erhöht die Zahl der Gutachter für ein angebliches Heilungswunder von 5 auf 7. Damit eine Beratung gültig ist, müssen mindestens 6 von ihnen teilnehmen. Um eine Heilung als medizinisch unerklärlich einzustufen, sind 4 von 6 beziehungsweise 5 von 7 Gutachterstimmen erforderlich. Verfehlt ein Heilungsfall 3mal die nötige Mehrheit, scheidet er aus.
Ausdrücklich wird den Medizinern jeder Kontakt mit den Antragsstellern der betreffenden Selig- oder Heiligsprechung sowie deren Anwalt, dem sogenannten Postulator, verboten.  Auch die Anforderung weiterer Dokumente in einem Heilungsfall hat ausschliesslich über den Untersekretär der Heiligsprechungskongregation zu laufen. Dieser übernimmt auch die Funktion des Berichterstatters im Wunderverfahren, der früher ein eigenes Amt war. Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder des medizinischen Rates erfolgen künftig nur noch bargeldlos per Überweisung.
⇒Heilig- und Seligsprechungen