Kardinals bis Kip

Kardinalsrat C9 (K9-Rat), Kurienreform

OR Nr. 40 vom 04.10.2013, S. 10
Päpstliches Chirograph zur Einrichtung von Kardinalsra(Duden: das Chirograph)

Der von Papst Franziskus exakt einen Monat nach seiner Wahl, am 13. April 2013, eingesetzte Kardinalsrat, der ihm bei der Kurienreform beraten soll, wird eine Dauereinrichtung. Laut einem Päpstlichen Chirographen (Päpstliche Verlautbarung in Briefform mit eigenhändiger Unterschrift des Papstes) vom 30.09.2013 sollen die 8 Kardinäle den Heiligen Vater künftig ständig bei der Kirchenleitung unterstützen. Der Heilige Vater behält sich vor, den Rat um weitere Kardinäle zu erweitern und nur einzelne oder alle Mitglieder von Fall zu Fall einzuberufen. Ab Dienstag, 1. Oktober 2013, trat der Rat erstmals zu einer dreitätigen Beratung mit Franziskus im Vatikan zusammen.

Mitglieder: Das achtköpfige Gremium setzt sich aus einem Vertreter der Römischen Kurie, Kardinal Giuseppe Bertello, 1942 (Präsident der Päpstl. Kommission für den Staat der Vatikanstadt und des Governatorats) und sieben residierenden Erzbischöfen zusammen, die Kirchenprovinzen vorstehen, darunter ein Erzbischof. Es sind die Kardinäle Francisco Javier Errazuriz Ossa (Santiago de Chile, emeritiert), Oswald Gracias (Bombay), Reinhard Marx (München-Freising), Laurent Monsengwo Pasinya (Kinshasa), Sean Patrick O’Malley (Boston), George Pell (Sidney) und Andrés Rodriguez Maradiaga (Tegucicalpa).

OR Nr. 50 vom 13.12.2013, S. 2
Kardinalsrat beendete zweite Konferenz über Kurienreform

Die finanziellen Aktivitäten des Vatikans werden nach Einschätzung von Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga voraussichtlich in einer zentralen Behörde gebündelt. Die „allgemeine Tendenz“ gehe dahin, eine „ähnliche Struktur wie ein staatliches Finanzministerium“ einzurichten, sagte der Koordinator der Kardinalskommission zur Kurienreform. Das zweite Treffen der Beratergruppe des Papstes („C8*) ging am Donnerstag, 5. Dezember 2013, im Vatikan zu Ende. Rodriguez äusserte sich am Rande einer Buchvorstellung. – Der Kardinalsrat beriet noch nicht über die künftige Organisation der finanziellen Aktivitäten des Vatikans. Die Kardinäle wollen nach eigenen Angaben zunächst die Berichte der beiden von Papst Franziskus eingesetzten Kommissionen abwarten; dann soll das Thema voraussichtlich bei ihrem nächsten Treffen im Februar 2014 erörtert werden. – Gegenwärtig sind mehrere Vatikanbehörden mit Finanzgeschäften befasst, vor allem die Vatikanbank IOR, die Güterverwaltung APSA und die Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten. Standen bei den ersten Beratungen Anfang Oktober 2013 Arbeitsweise und Kompetenzen der Weltbischofssynode im Mittelpunkt, so ging es bei diesem C8-Treffen um die Arbeit der zentralen Kurienbehörden. – Den Auftakt bildete die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Einzelheiten oder konkrete Empfehlungen der Kardinal-Erzbischöfe von allen Kontinenten wurden nicht bekannt, auch nicht zur Frage, ob die aus ursprünglich zwei getrennten Ministerien zusammengelegte Behörde vielleicht wieder neu geteilt werden soll. – Die Kurienreform war im März 2013 von den zum Konklave versammelten Kardinälen eindringlich angemahnt worden. Betont wurde jetzt, dass es nicht nur um geringfügige Korrekturen an der bestehenden Kurienkonstitution „Pastor Bonus“ aus dem Jahre 1988 gehen soll. Ziel sei vielmehr ein komplett neues Projekt. Allerdings werde das seine Zeit brauchen, so der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Frederico Lombardi. Weder bei dieser Sitzungsrunde noch beim nächsten Treffen Mitte Februar 2014 solle das neue Projekt stehen. Allerdings wolle Papst Franziskus das für den 22. Februar 2014 anberaumte Konsistorium nutzen, um dann in der Kardinalsrunde über die Beratungen zu berichten. Voraussichtlich wird versucht, die Arbeitsweise in den einzelnen Behörden zu straffen und manche historisch gewachsene Doppelarbeit abzubauen. – P. Lombardi zufolge teilten sich die Kardinäle die Aufgaben auf der Grundlage ihrer persönlichen Erfahrungen, aber die Verantwortung für die getroffenen Entscheidungen wird von allen getragen.

Katholische Wochenzeitung Nr. 8 vom 21.02.2014, S. 6
Am 17. Februar 14 begann dritte Sitzung des C8-Kardinalrats

Die Aussagen des amerikanischen Kardinals O’Malley (Boston) haben besonderes Gewicht. Er vertritt Nordamerika im C8-Rat. Unter den US-amerikanischen Kardinälen kannte er Kardinal Bergoglio am besten bereits vor dem Konklave. Der Kardinal aus dem Kapuzinerorden bereiste immer wieder Lateinamerika und spricht fliessend spanisch. In den Tagen vom 17. bis 19. Februar 2014 trat der C8-Rat zu seiner dritten Konferenz zusammen. Dass die Vorschläge zur Kurienreform konkretisiert und dann dem Kardinalskollegium beim gleich im Anschluss folgenden ordentlichen Konsistorium vorgelegt würden, wurde erwartet. Dorthin gehörte der Vorschlag, eine Kongregation für die Laien zu errichten und die Leitung einer Frau anzuvertrauen. Ebenso der Vorschlag, die Ehenichtigkeitsverfahren (siehe unter „Eheannullierungen“) „praktischer“ zu gestalten, etwa durch Abwicklung des gesamte Verfahrens auf nationaler Ebene ohne Beschäftigung der Heiligen Rota Romana, so der Kardinal.

OR Nr. 9 vom 28.02.2014, S. 12
Der Kardinalsrat für die Reform der Römischen Kurie will bei seinen beiden nächsten Treffen weiter über die einzelnen Dikasterien beraten. Geplant seien Treffen der 8 Kardinäle vom 28. bis 30. April und vom 1. bis 4. Juli 2014.

OR Nr. 19 vom 9.Mai 2014, S. 3
Der achtköpfige Kardinalrat für die Kurienreform ist am 28. April in Rom zu seiner 4. Konferenz zusammengetreten. Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens standen Beratungen über die Päpstlichen Räte. Bei den bisherigen Sitzungen des Kardinalrates war über die Arbeit und Kompetenzen der Weltbischofssynode beraten worden, anschliessend über die Kongregationen.

OR Nr. 28 vom 11. Juli 2014, S. 3
Kardinäle berieten über Kurienreform

Der Kardinalsrat für die Kurienreform hat bei seiner 5. Konferenzrunde über die Arbeit der Vatikanbehörden für die Laien und für die Familie gesprochen. Dabei sei es auch um die Rolle und die Mitarbeit von Eheleuten und von Frauen in diesen Behörden gegangen, sagte der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Federico Lombardi SJ, vor Journalisten. Weiter hätten sich die 9 Kardinäle mit der Arbeitsweise der Vatikanbotschaften und der Apostolischen Nuntien sowie mit den Prozeduren von  Bischofsernennungen befasst.  Das nächste Treffen soll vom 15. bis 17. September 2014 im Vatikan stattfinden. Danach will sich das K-9 Gremium vom 9. bis 12. Dezember sowie vom 9. bis 11. Februar 2015 zu weiteren Konferenzrunden treffen. Über die Dauer des Reformprozesses liessen sich noch keine Angaben machen, sagte P. Lombardi. Bislang werde noch nicht an einem konkreten Textentwurf für eine neue Kurienverfassung gearbeitet.

OR Nr. 38 vom 18.09.2015, S. 4
Der Kardinalsrat für die Kurienreform ist zu einer neuen und intensiven Konferenzrunde mit Papst Franziskus zusammengetreten. Bei dem dreitägigen Treffen vom 14. bis 16. September 2015 ging es um neue Strukturen und neue Leitlinien für den römischen Verwaltungsapparat. Es war die bislang 11. Sitzung der „K-9“. Frühere Konferenzen hatten eine Neustrukturierung der vatikanischen Wirtschafts- und Finanzbelange sowie des Kommunikationswesens auf den Weg gebracht.

OR Nr. 39 vom 25.09.2015, S. 14
Kardinalsrat konzipiert neuen Kurienbereich „Laien-Familie-Leben“

Der Kardinalsrat für die Kurienrekform at bei seiner Konferenzrunde vom 14. bis 16. September 2015 seine Beratungen über eine neue Behörde zum Bereich „Laien-Familie-Leben“ abgeschlossen. Das Gremium habe dem Papst einen konkreten Vorschlag vorgelegt, der über Inhalt und Termin entscheiden müsse, sagte der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Federico Lombardi SJ, vor Journalisten. Dem Vernehmen nach könnten die bisherigen Räte für Laien und für die Familie sowie die Päpstliche Akademie für das Leben in einer grossen neuen Behörde zusammengefasst werden. Weiter habe der Kardinalsrat über Fragen von Bischofsernennungen gesprochen, fügte P. Lombardi hinzu. Dabei sei es in erster Linie prinzipiell um die Figur und das Profil des Bischofs in der Welt von heute gegangen. Zudem habe sich der Kreis über das im Juni neugegründete Medien-Sekretariat ausgetauscht. Dessen Präfekt, Rev. Dino Edoardo Viganò, habe den Kardinalsrat über die Arbeit an den Statuten informiert. Vatikansprecher Lombardi betonte, dass für inhaltliche Fragen des neugegründeten Dikasteriums weiterhin das Staatssekretariat der Ansprechpartner sei. Im neuen Sekretariat gehe es zunächst insbesondere um organisatorische Fragen der vatikanischen Medienarbeit. Die Konferenzrunde befasste sich erneut mit dem Entwurf für die Präambel (Einleitung) der neuen Kurien-Konstitution. Ausserdem ging es bei den Beratungen noch einmal um das Vorgehen bei Fällen von Missbrauch und die Arbeit der dazu bestehenden Vatikangremien. Die nächste Zusammenkunft des Kardinalrates ist für den 10. bis 12. Dezember vorgesehen.

OR Nr. 51 vom 18.12.2015, Seite 4
Kardinalsrat tagte im Vatikan

Der für die Reform der Römischen Kurie zuständige Kardinalsrat hat bei seiner am 12.12.2015 beendeten Konferenz die Beratungen über die Bildung der neuen Behörde abgeschlossen und das Ergebnis dem Papst zugeleitet. In der neuen Behörde sollen der bisherige Laienrat und der Familienrat zusammengefasst werden, zudem soll die „Akademie für das Leben“ angegliedert werden. Noch nicht ganz so weit fortgeschritten seien die Planungen für eine weitere Behörde für „Gerechtigkeit, Frieden und Migration“, teilte der Vatikansprecher Federico Lombardi mit. Zudem befassten sich die 9 Kardinäle des sogenannten K9-Rats mit Finanz- und Wirtschaftsfragen sowie mit der Kongregation für die Orientalischen Kirchen. Bei ihrer nächsten Konferenzrunde im Februar 2016 wolle der K9-Rat über Fragen der Synodalität und die „Notwendigkeit einer gesunden Dezentralisierung“ in der Kirche sprechen.

OR Nr. 15 vom 15.04.2016, S. 4
Neue Runde des Kardinalrates zur Kurienreform

Der Kardinalsrat für die Kurienreform („K9“) ist vom 11. bis 13. April 2016 zu einer neuen Konferenzrunde zusammengetreten. Die 9 Mitglieder, darunter der Münchner Kardinal Reinhard Marx, berieten gemeinsam mit Papst Franziskus über eine neue Struktur und Aufgabenverteilung für die Vatikanbehörden. Bei ihrer vorigen Sitzung Anfang Februar war es um die Gottesdienstkongregation und das Staatssekretariat sowie um Fragen der Synodalität in der Kirche gegangen. Dabei wurde über eine stärkere Dezentralisierung in der Kirche gesprochen. Die einzelnen Diözesen und Bischofskonferenzen sollen nach dem Wunsch des Papstes mehr Kompetenzen erhalten.

OR Nr. 16 vom 22.04.2016, S. 3
Der Kardinalsrat für die Kurienreform hat sich mit dem Verfahren zur Ernennung neuer Bischöfe befasst. Weiter ging es bei dem dreitägigen Treffen der 9 Kardinäle um die Bedeutung und die Rolle der Apostolischen →Nuntien. Zudem beriet das Gremium gemeinsam mit Papst Franziskus über Struktur und Arbeit der →Kongregationen für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, das →Ordensleben, die →Heiligsprechungsverfahren und die →Glaubenslehre. Der K9-Rat hat sich bei seinen dreitägigen Beratungen erneut mit den beiden geplanten Grossbehörden für „Laien, Familie und Leben“ sowie für „Gerechtigkeit und Frieden und Migration“ befasst.

OR Nr. 24 vom 17. Juni 2016, S. 4
Der Vatikan hat sich im Rahmen der geplanten Kurienreform erstmals ausführlich mit den Bereichen Ökumene und interreligiöser Dialog befasst. Der für das Reformprojekt zuständige Kardinalsrat (K9-Rat) beriet bei seiner dreitägigen Konferenz über die Päpstlichen Räte zur Förderung der Einheit der Christen sowie für den interreligiösen Dialog, teilte der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Federico Lombardi, vor Journalisten mit. Weiter sprachen die 9 Kardinäle aus aller Welt über die Arbeit der Kongregationen für die Bischöfe, für die Bildung, die Ostkirchen und den Klerus sowie über das Staatssekretariat.

OR Nr. 37 vom 16.09.2016, S. 4
In dieser Woche traf sich Papst Franziskus wieder mit den 9 Kardinälen, die ihn bei der Kurienreform beraten. Der sogenannte „K9-Rat“ tagte bis Mittwoch, 14. September 2016 im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Franziskus nimmt üblicherweise an den Treffen teil, mit Ausnahme von Mittwochvormittag, an dem er die Generalaudienz auf dem Petersplatz hält. Es war die 16. Beratungsrunde der Kardinäle. Beim vorhergehenden Treffen Anfang Juli war es hauptsächlich um Ökumene und interreligiösen Dialog gegangen. Zwei bereits angekündigte Punkte der Kurienreform wurden zwischenzeitlich mit der Einrichtung neuer Vatikanbehörden umgesetzt. Die Arbeiten an der Kurienreform hatten im Oktober 2013 begonnen, inzwischen sind sie „in der zweiten Phase“. Ein Termin für den Erlass einer neuen Kurienverfassung wurde bisher nicht bekannt. Europa wird bekanntlich im K9-Rat u. a. vom Münchner Erzbischof Reinhard Marx vertreten.

OR Nr. 38 vom 23.09.2016, S. 4
Nach dem jüngsten „Umbau“ der Kurienbehörden im Vatikan waren nun Bischofsernennungen Thema des Kardinalrates zur Leitungsreform der katholischen Kirche. Wie Vatikansprecher Greg Burke zum Ende der 3tätigen Sitzung mitteilte, war dies ein Schwerpunkt bei den Erörterungen über Ausbildung und Aufgaben der Apostolischen →Nuntien, die eine wichtige Rolle bei der Auswahl von Bischofskandidaten spielen.  Auch das nötige „geistliche und seelsorgerische Profil“ von Bischöfen sei Thema gewesen. Nach Worten des Vatikansprechers widmeten sich die Gespräche über die Kurienreform besonders der Klerus-, der Bischofs- und der Bildungskongregation. Weiter befassten sich die Kardinäle mit der Rolle des für die Ökumene zuständigen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Ferner sei das Thema einer „Diakonie der Gerechtigkeit“ besprochen worden.

OR Nr. 51/52 vom 23.12.2016, S. 4
Die Reform der Römischen Kurie geht weiter: Der Kardinalsrat hat Papst Franziskus seine Empfehlung für die künftige Gestaltung der Kongregationen für die Glaubenslehre, für Heiligsprechungen und für die Ordensleute sowie für den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen übergeben. Richtschnur für den gesamten Umbau der Kirchenleitung solle das Prinzip der Synodalität, also eine stärkere Einbindung der Ortskirchen, und ein „missionarischer Aufbruch“ sein. Der Kardinalsrat zur Kurienreform tagte zum 17. Mal im Vatikan. Franziskus war beim grössten Teil der Beratungen anwesend.

OR Nr. 7 vom 17.02.2017, S. 3
Vatikanstadt. Der Kardinalsrat ist ab 13. Februar 2017 zu 3-tägigen Beratungen mit Papst Franziskus im Vatikan zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der 18. Konferenz des aus 9 Kardinälen bestehenden Beratergremiums (K9-Rat) standen Überlegungen zum künftigen Stand der vatikanischen Kongregationen und weiterer Behörden. Ebenso stand die Reform des Medienbereiches auf dem Program.

OR Nr. 8 vom 24.02.2017, S. 4
Der Koordinator des Kardinalrates (K9-Rat) von Papst Franziskus, Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga, hat Kritik an einem angeblich schleppenden Fortgang der Kurienreform zurückgewiesen. „Manchmal fragt man uns, was denn der Kardinalsrat überhaupt tue, man sehe gar keine Resultate. Aber die Resultate sind da – nur dass sie vielleicht nicht immer Lärm machen“, zitierte Radio Vatikan den honduranischen Kardinal. Maradiaga verwies darauf, dass der Kardinalsrat bereits 18 Reformvorhaben durchgeführt habe. Bei seiner letzten Konferenzrunde hat das Gremium erstmals ausführlich über die Zukunft der 3 vatikanischen Gerichtshöfe (WA: beim Heiligen Stuhl, →Gerichte) beraten. Die Kardinäle erörterten die Aufgaben und Arbeitsweise der für das Beicht- und Ablasswesen zuständigen Pönitentiarie, des Obersten Gerichtshofes der Apostolischen Signatur und der vor allem mit Eheprozessen befassten Römischen Rota. Zudem sprach der K9-Rat bei seiner dreitätigen Konferenz über das Verfahren von Bischofsberufungen. Er nahm ausserdem einen Zwischenbericht über das neu gegründete Kommunikationssekretariat entgegen (→Kommunikation), in dem derzeit die verschiedenen vatikanischen Medieneinrichtungen zusammengefasst werden (→Anticamera). Die nächste Tagung findet vom 24. bis 26. April 2017 statt.

OR Nr. 17 vom 28.04.2017, S. 3
In dieser Woche setzte Papst Franziskus seine Beratungen mit dem für die Kurienreform zuständigen Kardinalsrat fort. Das 19. Treffen des Gremiums dauerte von Montag, 24. bis Mittwoch, 26. April 2017. Die vorhergehende Zusammenkunft im Februar befasste sich unter anderem mit der Zukunft der 3 vatikanischen Gerichtshöfe (→Gerichte).

OR Nr. 18 vom 05.05.2017, S. 4
Der für die Kurienreform zuständige Kardinalsrat hat sich bei seiner 19. Konferenzrunde mit der Kongregation für die Evangelisierung der Völker sowie mit dem Päpstlichen Rat für die Neuevangelisierung befasst. Daneben wurden Vorschläge zu den Päpstlichen Räten für den interreligiösen Dialog und für die Interpretation von Gesetzestexten diskutiert. Wie bereits beim vorherigen Treffen ging es auch um die Zukunft der 3 vatikanischen Gerichtshöfe. Weitere Themenkomplexe befassten sich mit Auswahl und Weiterbildung des Personals sowie der Dezentralisierung der Beziehungen zwischen der Römischen Kurie und den Bischofskonferenzen. Der Kardinalsrat soll erneut vom 12. bis 14. Juni 2017 zusammentreten.

OR Nr. 24 vom 16.06.2017, S. 4
Vom 12. bis 14. Juni 2017 tagte im Vatikan der Kardinalsrat zur Kurienreform. Papst Franziskus war beim grössten Teil der Beratungen anwesend. Es handelte sich um das 20. Treffen des 2013 eingerichteten Gremiums.

Kirche heute 39/2017 September, S. 2
Kurienreform ist in der Schlussphase

Die von Papst Franziskus 2013 angestossene Kurienreform geht in die Schlussphase. Der beratende Kardinalsrat habe nur noch „zwei oder drei“ vatikanische Behörden auf der Agenda; einige bereits gemachte Vorschläge müssten wieder revidiert werden, sagte der Sekretär des Gremiums, Bischof Marcello Semeraro. Erste Ergebnisse der Reform sind die neue Wirtschaftsbehörde, die Vereinigung der vatikanischen Medien unter einem Dach, eine Behörde für Laien, Familie und Leben sowie ein „Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen“, das unter andrem die Themenbereiche Menschenrechte, Flüchtlinge, humanitäre Hilfe, Ökologie und Entwicklung vereint.

OR Nr. 38 vom 22.09.2017, S. 1
Römische Kurie soll „jünger“ werden

Der Kreis beratender Kardinäle hat sich für einen grösseren Anteil von Frauen und jungen Menschen auf Posten der Römischen Kurie ausgesprochen. Auch soll nach den Empfehlungen des sogenannten K9-Rates das Vatikanpersonal internationaler und weniger klerikal sein. Wie Vatikansprecher Greg Burke zum Abschluss des Treffens mitteilte, waren zentrale Reden des Papstes die Grundlage der „K-9“-Beratungen vom 11. bis 13. September. Ausserdem befassten sich die Kardinäle mit dem am vergangenen Samstag erschienenen Motu proprio ‚Magnum principium‘ zur Zusammenarbeit von Bischofskonferenzen und Vatikan bei der Übersetzung liturgischer Texte und die konkreten Folgen für die Arbeit der Gottesdienstkongregation.
Weiter informierte der Bostoner Kardinal Sean Patrick O’Malley den „K-9“-Rat über den Stand bei der Päpstlichen Kinderschutzkommission. Der Chefs des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, und der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Fernando Filoni, berichteten über die Arbeit ihrer Behörden. An dem Treffen nahm Papst Franziskus am Dienstag sowie am Mittwochnachmittag teil. Das nächste Treffen des Kardinalskollegiums ist für 11. bis 13. Dezember vorgesehen.

OR Nr. 50 vom 15.12.2017, S. 3
Vom 11. bis 13. Dezember 2017 fand das 22. Treffen des Kardinalrates („K9“) statt, den Papst Franziskus eingerichtet hat, um ihn bei der Reform der Kurie und der Zusammenarbeit zwischen dem Vatikan und den Bischofskonferenzen zu unterstützen.

OR Nr. 3 vom 19.01.2018, S. 4
Kurienreform ist ein gutes Stück vorangekommen

Die Kurienreform von Papst Franziskus hat weniger mit Ernennungen, Dekreten und strukturellen Umschichtungen zu tun, sondern zielt eher darauf, dass die Kurie durch eine neue Haltung ein Hilfsinstrument des Papstes zur Verkündigung der Frohen Botschaft wird. Das unterstrich Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Gespräch mit „Vatican News“. Die von Franziskus anvisierte und vorangebrachte Kurienreform habe bereits „bemerkenswerte Schritte nach vorn“ getan. Parolin gehört als einer von 9 Kardinälen  dem Kardinalsrat „K9“ an, der die Reform für Franziskus vorbereitet.
Schon letztes Jahr habe der Papst in seiner Rede an die Kurie den Zwischenstand der Reform umrissen. „Ich denke, in der Rede – und das ist ein wiederkehrendes Motiv im Lehramt von Papst Franziskus, wenn von der Kurie die Rede ist – besteht er nicht so sehr auf den strukturellen Reformen, mit dem Erlass neuer Gesetzte, neuer Normen, Ernennungen, und so weiter. Vielmehr geht es um den tiefen Geist, der jede Kurienreform beseelen muss, und das ist die Grunddimension des christlichen Lebens: Bekehrung. Es gilt also sicherzustellen, dass die Kurie immer mehr und immer besser – auch unter Überwindung jener Schatten, die diese Sendung behindern können – wirklich eine Hilfe des Papstes werden kann, um das Evangelium zu verkünden, um die Welt von heute zu evangelisieren.“
Konkrete Schritte der Kurienreform wird es nach Parolin weiterhin geben. Zurzeit seien einige noch nicht von der Reform betroffene Einheiten des Heiligen Stuhles, Gegenstand der Untersuchung, sagte der Kardinal, ohne Einzelheiten zu nennen.
Im selben Interview äusserte sich der Kardinalstaatssekretär zur innerkirchlichen Kontroverse um →Amoris Laetitia“ und sagte, das Papstschreiben zu Ehe und Familie sei aus einer neuen Haltung der Kirche hervorgegangen. Die Kritiken seien Anlass, die Dinge weiter zu vertiefen und insgesamt  zu wachsen. Im Jahr 2018 werde ein Schwerpunkt auf der Jugend liegen, erklärte Parolin mit Blick auf die →Bischofssynode im Oktober. Man werde sich auf die Erwartungen, die Herausforderungen und Hoffnungen konzentrieren, die junge Menschen heute umtrieben, „auch auf ihre Schwächen und Ängste“. „Die Kirche will wirklich in Dialog mit der Wirklichkeit der Jugendlichen treten“, betonte Parolin.

OR Nr. 9 vom 02.03.2018, S. 4
Die Arbeit des neunköpfigen Kardinalsrates, der auch in dieser Woche im Vatikan tagte, nähert sich ihrem Ende. Das sagte der Sekretär des sogenannten K9, Bischof Marcello Semeraro, in einem Interview mit Vatican News. Bei der Überlegungen zu den wichtigsten Vatikanbehörden befinde man sich in der Schlussphase und begutachte bisherige Ergebnisse noch einmal neu. „Die bisher geleistete Arbeit hat geholfen, einige Fragen zu klären, die zu Beginn nicht dringend schienen“, so der Bischof. Er unterstrich ausserdem, dass für Franziskus die Kurienreform vor allem eine geistliche Reform sei. Es gehe vor allem um die Änderung der Mentalität unter den Mitarbeitern der Behörden.

OR Nr. 17 vom 27.04.2018, S. 3
Vatikanstadt. Der Kardinalsrat für die vatikanische Kurienreform ist von Montag, 23., bis Mittwoch, 25. April 2018, im Vatikan zu einer neuen Sitzung zusammengetreten. Papst Franziskus eröffnete die Beratungen am Montagmorgen, wie das Presseamt des heiligen Stuhles mitteilte. Es handelte sich um die 24. Gesprächsrunde seit der Errichtung des Rats vor 5 Jahren. Dem Gremium gehören 9 Kardinäle als vom Papst berufene Mitglieder an.

OR Nr. 18 vom 04.05.2018, S. 3
Vatikanische Kurienreform vor dem Abschluss

Die von Papst Franziskus eingeleitete Reform der Römischen Kurie steht vor dem Abschluss. Ein Entwurf für einen entsprechenden Erlass liegt jetzt vor, teilte der Direktor des Presseamtes des Heiligen Stuhles, Greg Burke, mit. Der Text sei vom zuständigen Kardinalsrat  „K9“ bei seinem jüngsten Treffen diskutiert worden. Das neue Dokument in Form einer Apostolischen Konstitution, soll die bisher gültige Kurienordnung ‚Pastor Bonus‘ von 1998 ablösen. Die Endfassung des Entwurfs werde noch etwas Zeit erfordern, sagte Burke, der von den Kardinälen zu verabschiedende Text werde dann dem Papst übergeben. Alle Themenfelder des Dokuments seien inzwischen abgearbeitet.
Schwerpunkte des Erlasses sollen auf der Rolle der Kurie als Dienstorgan für den Papst und die Ortskirchen und auf dem seelsorgerlichen Charakter der Kurientätigkeiten liegen. Weitere Akzente sind laut Burke die neu geschaffene Sektion des Staatssekretariates, die für die Kontakte zu den Apostolischen Nuntiaturen zuständig ist, und die Ausrichtung der zentralen Kirchenverwaltung auf die Verkündigungsdienst der Kirche.

OR Nr. 37 vom 14.09.2018, S. 1
Kardinalsrat schlägt Änderungen vor

Der Kardinalsrat „K9“ hat Papst Franziskus seine „volle Solidarität“ angesichts der Ereignisse der vergangenen Wochen zum Ausdruck gebracht. Vom 10. bis 13. September 2018 war der Rat unter Ausschluss der Öffentlichkeit zum 26. Mal zusammengetreten. Ein Ergebnis des ersten Beratungstages war der Vorschlag an den Papst, jetzt, 5 Jahre nach Einrichtung des Rates, über dessen „Arbeit, Struktur und Zusammensetzung“ nachzudenken, auch unter Berücksichtigung des „fortgeschrittenen Alters einiger Mitglieder“. Ein grosser Teil der Arbeiten war der Durchsicht der neuen Apostolischen Konstitution zur Römischen Kurie mit dem vorläufigen Titel Praedicate Evangelium (Predigt des Evangeliums) gewidmet. Das Dokument war dem Papst bereits zur Begutachtung und weiteren Bearbeitung vorgelegt worden.
Nach Beratung mit dm Kardinalsrat hat Papst Franziskus entschieden, vom 21. bis 24.Februar 2019 ein Treffen der Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen zum Thema „Schutz von Minderjährigen“ einzuberufen.

Kirche heute 48/2018 November, S. 2
Beschuldigter Kardinal verlässt Papstrat

Der in den chilenischen →Missbrauchsskandal verwickelte Kardinal Francisco Javier Errazuriz hat den Rückzug aus dem engsten Beratergremium von Papst Franziskus, dem Kardinalrat (K9), bekanntgegeben. Zuvor hatte es Medienspekulationen darüber gegeben, ob der 85 Jahre alte Kardinal mit einem freiwilligen Rückzug einer Entlassung aus dem K9-Rat zuvorkommen könnte. Missbrauchsopfer werfen Errazuriz vor, als Erzbischof von Santiago de Chile von 1998 bis 2010 die Strafverfolgung eines später wegen Missbrauchs verurteilten  Geistlichen jahrelang verhindert zu haben.

OR Nr. 50 vom 14.12.2018, S. 3
Vatikanstadt. Der für die Kurienreform zuständige Kardinalsrat („K9“) ist von Montag, 10., bis Mittwoch, 13. Dezember 2018, zu seiner 27. Sitzung im Vatikan zusammengekommen.

OR Nr. 51/52 vom 21.12.2018, S. 4
Treffen des Kardinalrates

Vatikanstadt. Der Kardinalsrat hat nach seinem 27. Treffen vom 10. bis 12. Dezember 2018 Papst Franziskus einen neuen Vorschlag für die Apostolische Konstitution mit dem Arbeitstitel ‚Praedicate evangelium‘ überreicht. Das gab der Direktor des vatikanischen →Pressebüros, Greg Burke, am 12.12.2018 bei einem Briefing bekannt. Ausserdem seien 3 Mitglieder entpflichtet worden. Es handelt sich um die Kardinäle Pell (77 →Missbrauchsfälle), Laurent Mosengwo Pasinya (79) und Franscisco Javier Erraziriz Ossa (85, →Missbrauchsfälle). Papst Franziskus habe dem auch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters vorgebrachten Wunsch der 3 Kardinäle nach Entpflichtung bereits Ende Oktober entsprochen und ihnen für ihren Einsatz in den vergangenen 5 Jahren gedankt, so Greg Burke. Nachnominierungen seien vorerst nicht vorgesehen.
Thema der Beratungen

OR Nr. 16 vom 19.04.2019, S. 2
Kardinalsrat hat seine 29. Arbeitssitzung abgeschlossen

Vatikanstadt. Eine stärkere Beteiligung von Frauen an der Römischen Kurie soll künftig Thema der Beratungen des Kardinalrats um Papst Franziskus sein. Das teilte der Sprecher ad interim des Presseamtes des Heiligen Stuhles, Alessandro Gisotti, am Mittwoch, 10.04.2019, zum Ende der 29. Sitzung des Gremiums mit. Nach dem vorläufigen Abschluss der Kurienreform Ende dieses Jahres wolle sich der Kardinalsrat weiterer Themen widmen.
Seit Montag, 08.04.2019 hatten die 6 Kardinäle und 2 Bischöfe mit Papst Franziskus vor allem über den vorliegenden Entwurf einer Apostolischen Konstitution gesprochen. Diese soll Aufgaben und Struktur der zentralen Verwaltung der katholischen Kirche neu regeln. Der Entwurf wird in diesen Tagen den Bischofskonferenzen, den Oberen grosser Ordensgemeinschaften, Kurienchefs und einzelnen Universitäten zur Stellungnahme zugesandt.
Deren Antworten gehen an den Kardinalsrat zurück und sollen nach dem Willen des Papstes in der endgültigen Fassung berücksichtigt werden. Der Rat hofft, bis zur nächsten Sitzung Ende Juni 2019 einen Grossteil der Rückmeldungen zu erhalten. Die Veröffentlichung der Konstitution mit dem Arbeitstitel „Praedicate evangelium“ („Verkündet das Evangelium“) wird bis Ende des Jahres erwartet. Dabei sei die Kurienreform keineswegs abgeschlossen, so Gisotti. Franziskus habe diese erneut als längeren Prozess bezeichnet. Ziel sei eine „zunehmend missionarische Haltung der Kurie“. Das nächste Treffen der Gruppe ist für den 25. bis 27. Juni 2019 geplant.
Weiteres Thema des Treffens waren Missbrauch und Kinderschutz, etwa mit einem Rückblick auf den Krisengipfel Ende Februar 2019 in Rom,. Auch informierte der Erzbischof von Boston (USA), Kardinal Sean O’Malley, als Vorsitzender der Päpstlichen Kinderschutzkommission über deren jüngste Vollversammlung.
An den Arbeitssitzungen nahmen neben dem Heiligen Vater teil: Kardinalstaatssekretär Pietra Parolin, die Kardinäle Óscar Andrés Rodríguez Maradiga (Honduras), Giuseppe Bertello (Vatikanstadt), Oswald Gracias (Indien), Reinhard Marx (Deutschland) und Sean Patrick O’Malley (USA) sowie als Sekretäre die Bischöfe Marcello Semeraro aus Albano bei Rom und der Kirchenrechtsexperte Marco Mellino, den der Papst im Oktober vergangenen Jahres als beigeordneten Sekretär berufen hatte.

OR Nr. 27 vom 05.07.2019, S. 4
Mit dem vorläufigen Abschluss der Kurienreform ist wohl erst Ende dieses Jahres zu rechnen. Dies teilte der Sekretär des mit der Reform beauftragten Kardinalrates, Bischof Marcello Semeraro, bei einer Pressekonferenz am 27.06.2019 mit. Bis zum Herbst würden Rückmeldungen der Bischofskonferenzen und Ordensleitungen auf den Entwurf zur neuen Kurienverfassung erwartet, die gesichtet und gegebenenfalls eingearbeitet werden müssen. Die vorläufige Fassung der Apostolischen Konstitution Praedicate Evangelium war Mitte April an die Bischofskonferenzen, die Leiter der Kurienbehörden sowie die Leitungen grosser Ordensgemeinschaften verschickt worden. Vor der endgültigen Veröffentlichung soll das Dokument och einmal vom Rat für Gesetzestexte und von der Kongregation für die Glaubenslehre Korrektur gelesen werden.

OR  Nr. 50 vom 13.12.2019, S. 3
Vatikanstadt. Der Kardinalsrat, der Papst Franziskus bei dessen geplanter Kurienreform berät, beendete am 04.12.2019 seine 32. Sitzung. Laut einer Mitteilung des Presseamtes des Heiligen Stuhles waren Schwerpunkte der Beratungen das Verhältnis der Römischen Kurie zu den Bischofskonferenzen sowie die Mitarbeit von Nichtklerikern in „entscheidenden Positionen der Kurienbehörden wie anderen katholischen Organen“. Zudem befasste sich der Rat mit seinem dreitägigen Treffen mit den Rückmeldungen zu seinem Entwurf einer neuen Kurienordnung.,

Kardinalsgruppe „K9“ [K9-Rat] siehe auch unter →Dikasterium
auch →Nuzzi, Gianluigi

Katakomben in Rom

OR Nr. 39 vom 16.09.2011

Die Calixtus-Katakombe: erster offizieller Friedhof der Gemeinde von Rom zwischen der Domitilla-Katakombe und dem Grabmal F. Ardeatine gelegen.
Tausende von Männern, Frauen und Kindern, vereint im selben Glauben, fanden in einem der wichtigsten Friedhöfe der Hauptstadt ihre Ruhe: in der Katakombe des hl. Calixtus (217-222), nach diesem Papst und Märtyrer benannt. Es ist der erste offizielle Gemeindefriedhof der Kirche von Rom. Die Reliquien von Calixtus und Calepodius wurden im 8. Jahrhundert in die Kirche Santa Maria in Trastevere übertragen, wo sie sich heute noch befinden. In dieser Katakombe wurden 9 Päpste (Papstgruft wird als „kleiner Vatikan“ bezeichnet) und zahlreiche Märtyrer begraben. Die Katakombe nimmt eine Fläche von etwa 30 Hektar ein mit einer Länge der unterirdischen Gänge von ungefähr 20 km.


Calictus-Katakomben mit Loculusgräbern

OR Nr. 39/40 vom 28.09.2018, S. 3
Einladung zum „Tag der offenen Katakomben“

Bei einem Aktionstag im Oktober können Rom-Besucher die Katakomben der Ewigen Stadt kostenlos besuchen. Die Päpstliche Kommission für Archäologie lädt am 13.10.2018 erstmals zu einem Tag der Offenen Katakomben. Unter dem Motto „Vom Dunkel ans Licht“ wolle man so ein vielen noch unbekanntes Kulturerbe besser zugänglich machen, heisst es in einer Mitteilung des Vatikans. Zahlreiche der antiken römischen Grabstätten sind dazu an diesem Tag geöffnet; es gibt kostenlose Führungen und einige Ausstellungen.
Der Tag sei ein Beitrag der katholischen Kirche zum Europäischen Kulturerbejahr 2018, teilte der Vatikan mit. Zu besichtigen seien unter anderem die Katakomben San Callisto, San Sebastiano, Domitilla und Priscilla, ebenso die Basilica dei Martiri Greci oder die Museen und die „Spelunca Magna“ der Praetextatus-Katakombe. Weiter sind Lesungen, Konzerte sowie ein Expertengespräch zum Thema „Schutz, Bewahrung und Vermittlung kulturellen Erbes“ geplant.
Zunächst gab es den Tag der offenen Katakomben nur in Rom. Für 2019 kündigten die Veranstalter ähnliche Angebote auch für andere Städte Italiens an. Erst im Mai 2017 waren nach mehrjähriger Restaurierung die Domitilla-Katakomben der Öffentlichkeit wieder vorgestellt worden. Zuvor waren zahlreiche Gemälde aus dem 3. und 4. Jahrhundert entdeckt worden. Zudem wurde eine dreidimensionale digitale Rekonstruktion der unterirdischen Grabanlage erstellt. Diese Katakomben nahe der Via Ardeatina erstreckten sich auf 4 Etagen über 10 Hektar und gelten als die grössten Roms. Die 12 Kilometer langen Gänge beherbergen 26’250 Gräber.

„Katakombe“, Nekropole unter der Peterskirche

→Scavi

Katholiken (Schweiz)

→Kirche Schweiz

Katholiken (Weltkirche)

3sat vom 7. August 2012, 13.15 Uhr:
Die katholische Kirche zählt weltweit 1 Million Mitarbeitende.

Das Wort „katholisch“ bedeutet ursprünglich so viel wie „das Ganze, alle betreffend“, „allgemein“. Katholisch zu sein bedeutet, der römisch-katholischen Kirche zugehörig zu sein. Innerhalb des Christentums ist sie zahlenmässig die grösste Konfession. Weltweit gehören ihr etwa 1,1 Milliarden Gläubige an, in Deutschland sind es rund 26 Millionen. Oberhaupt der katholischen Kirche ist der Papst, der Nachfolger des Apostels Petrus (Don Antonio Tedesco).

Kath. Wochenzeitung Nr. 42 vom 19. Oktober 2012, S. 2:$
Zwei Generationen Katholiken, die die Grundgebete nicht mehr kennen

US-Kardinal Wuerl kritisierte beim Einführungsreferat der Bischofssynode die offenkundig mangelhafte und fehlerhafte Katechese der 1970er- und 1980er-Jahre.

„Die Säkularisierung (Verweltlichung) hat zwei Generationen von Katholiken geformt, die die Grundgebete der Kirche nicht mehr kennen. Viele sehen keinen Wert in der Teilnahme an der heiligen Messe, unterlassen es, die Buss-Sakramente zu empfangen, und haben oft den Sinn für das Geheimnis oder die Transzendenz verloren als etwas, das reale und nachweisbare Bedeutung hat.“ Diese nüchterne Bestandesaufnahme machte der US-amerikanische Donald William Kardinal Wuerl, Erzbischof von Washington, bei seinem auf Latein gehaltenen Einführungsreferat vor der Weltsynode im Vatikan.

Man könne „so vielen Menschen begegnen“, die die christliche Heilsbotschaft zwar gehört haben, „für die diese Verkündigung aber jetzt schal geworden“ sei. „Die Vision ist verblasst. Die Verheissungen scheinen leer zu sein oder keinen Bezug zum wirklichen Leben zu haben“, so beschrieb der US-Erzbischof die gegenwärtige kirchliche Situation. (…)

G. Nuzzi, Seine Heiligkeit, S. 101:
Der Papst ist Oberhirte von 17 % der Weltbevölkerung, er regiert auch ein Reich ohne Grenzen. Ihm unterstehen 4’500 Bischöfe, 405’000 Priester und 865’000 Ordensleute, dazu Ständige Diakone, Laienmissionare sowie mehr als 2 Millionen Katecheten.
→Siehe Unterregister „Katholiken“

Basler Zeitung vom 13.01.2013, S. 7, Christian Horisberger
Reformierter hilft den Katholiken aus der Klemme

Sissach. Während den katholischen Kirchen im Oberbaselbiet die Hirten davonlaufen, können die Baselbieter Protestanten ihre Pfarrstellen zumindest im Moment noch ohne grössere Probleme besetzen. Beispiel Sissach: Bei der reformierten Kirchgemeinde teilen sich eine Pfarrerin und drei Pfarrer drei  Vollzeitstellen. Demgegenüber beschäftigen die Katholiken einen Priester mit einem Pensum von lediglich 15 %. Der Weggang von Pastoralassistentin Simone Rudiger im Sommer hat die Personalnot zusätzlich verschärft.

Die Vakanzen bedeutet zwar nicht, dass der Betrieb der ansonst intakten Römisch-katholischen Pfarrei St. Josef darniederliegt. Doch Gemeindeleiterin Iris Daus könne die anstehenden Aufgaben nicht im Alleingang bewältigen, sagt Kirchgemeindepräsidentin Adriana Linsalata – unter anderem die Firmvorbereitung.

Nachdem Adriana Linsalata im Umfeld der Sissacher Pfarrei trotz intensiver Suche keine geeignete und willige Person für die Aufgabe gewonnen hatte, graste sie ennet dem Gartenhag – und das mit Erfolg. Daniel Wüthrich, einer der vier Pfarrer bei der evangelisch-reformierten „Konkurrenz“, hat sich bereit erklärt, die Aufgabe zu übernehmen. Er wird sich bis zum Sommer 2013 in der Firmarbeit um die Organisation der Praktika der Jugendlichen auf ihrem Weg zur Firmung kümmern.

OR Nr. 18 vom 1. Mai 2015, S. 3
Die Zahl der katholischen Priester hat von 2011 bis 2013 unterdessen geringfügig zugenommen. 2013 stieg ihre Zahl um 0,3 % auf 415’348. Die Zahl der Katholiken weltweit blieb in diesem Zeitraum nahezu konstant und lag 2013 bei 1,254 Milliarden.

Kirche heute 11/2016 März, S. 2
Katholische Kirche wächst

Die neuen Statistiken des Vatikans verraten, dass die Zahl der Katholiken zwischen 2005 und 2014 um 14,1 % von 1,115 Milliarden auf 1,272 Milliarden gestiegen ist. Verhältnismässig ist das mehr als der Anstieg der Weltbevölkerung um 10,8 % im gleichen Zeitraum. Der Anteil der Katholiken an der Weltbevölkerung erhöhte sich in diesen 9 Jahren von 17,3 auf 17,8 %. Die Zahl der katholischen Priester blieb zwar über die Welt gesehen stabil, doch mit Ausnahme von Afrika ist sie überall rückläufig. Der Vatikan ist besonders erfreut über die zunehmende Zahl der Ständigen Diakone.

Katholische Wochenzeitung Baden CH, 46/2016 November, S. 6
USA: 52 Prozent der Katholiken wählten Trump

Den Exit-Polls zufolge erreichte Trump bei den weissen evangelikalen Wählern sogar die höchste Zustimmung eines republikanischen Kandidaten seit 2004. Trotz der Vorbehalte, die republikanische Führer ihm gegenüber zum Ausdruck brachten, gaben 81 % der weissen evangelikalen Christen ihren Stimmzettel für den Immobilienmogul (Beherrscher) ab. Hillary Clinton erhielt demgegenüber nur 16 %. (…)
„Das grenzt an eine Sensation. Bis anhin wählten die Katholiken stets mit grosser Mehrheit demokratisch. Etwas besser, aber auch nicht überragend schnitt nur Ronald Reagan ab. Diesmal aber griffen katholische Institutionen massiv zu Gunsten Trumps in den Wahlkampf ein, besonders auch die Columbus-Ritter, die einflussreichste Laienorganisation der USA, die ‚Katholische Liga‘ und, etwas diskreter, EWTN (→Fernsehen), der grösste private katholische Fernseh- und Radiosender der Welt. Besonders eindrücklich war das lange Interview mit Trump von Chefkommentator Raymond Arroyo.
Eine besondere Rolle bei diesem Umschwung unter Katholiken spielte die Tatsache, dass Clinton mit einem Fanatismus sondergleichen für den Massenmord an Kindern lobbyierte, für den grössten Holocaust aller Zeiten.
Die Zahl ’52 Prozent‘ ist um so erstaunlicher, als darin die katholischen Hispanics, die Latinos, einbegriffen sind. Allerdings stimmten auch sie mit einer sensationellen Prozentzahl für Trump: mit rund 30 % (!!) mehr als bei anderen Republikanern in der Vergangenheit.
Analysiert man die Einzelergebnisse, so kommt man eindeutig zum Schluss, dass in verschiedenen Swing-Staaten (Ausgang zwischen beiden Kandidaten äusserst knapp) oder Battleground States (Schlachtfeld-Staaten) die Katholiken den Ausschlag für Trump gegeben haben. Ein eindrückliches Beispiel ist Pennsylvania. In diesem wichtigen, entscheidenden Staat hat bei einem äusserst knappen Wahlergebnis auch der grosse Einsatz des katholisch-konservativen ehemaligen US-Senators Rick Santorum eine Rolle gespielt. Zudem äusserte sich der angesehene Erzbischof von Philadelphia Charles Chaput besonders mutig und klar über die moralische Pflicht eines Katholiken  bei Wahlen. Herbert Meier, Redaktion“

OR Nr. 15/16 vom 14.04.2017, S. 3
Katholikenzahl weltweit auf 1,285 Milliarden gestiegen

Die Zahl der Katholiken weltweit beträgt inzwischen 1,285 Milliarden. Das geht aus statistischen Daten hervor, die der Vatikan veröffentlichte. Demnach war im Fünfjahresraum von 2010 bis 2015 (Jahr der aktuellen Zahlen) ein „kräftiger Anstieg“ von 7,4 % zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr 2014 wuchs die globale Katholikenzahl jedoch langsamer , um 1 %.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch in der kontinentalen Betrachtung. Den prozentual grössten Zuwachs verzeichnete Afrika mit 19,4 % mehr Katholiken seit 2010. Die Zahl der Katholiken in Afrika nähert sich mit 222 Millionen immer mehr Europa an, wo 286 Millionen gezählt werden.
Die Lage in Europa beschrieb der Vatikan als stabil. In den 5 Jahren bis 2015 stieg die Zahl getaufter Katholiken um 800’000, das entspricht einem Plus von weniger als 0,3 %. Im Vergleich zu 2014 sank die Zahl jedoch um 1,3 Millionen. Die mittelfristige Stagnation sei auf die allgemeine demografische Entwicklung in Europa zurückzuführen, hiess es. Die 4 grössten Schwerpunktländer der katholischen Kirche sind heute Brasilien (172 Millionen Katholiken), Mexiko (111 Millionen), Philippinen (84 Millionen) und die USA (72 Millionen). (…)
Im gleichen Artikel: →Priester  →Ordensleute    →Bischöfe     →Diakone

Katholische Wochenzeitung Baden CH 19/2017 Mai, S. 9
30 berühmte Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, die zum Katholizismus konvertierten (den Glauben, die Konfession wechseln)

Sir Alec Guinness (1914-2000)
Britischer Film- und Theaterschauspieler, der 1957 für seine Rolle in „Die Brücke am Kwai“ den Oscar als bester Hauptdarsteller erhielt. Seine bekannteste Rolle ist jene des Obi-Wan Kenobi in der Weltraumsage „Star Wars“.

Scott Hahn (1957)
Bibelwissenschaftler, Apologet () und produktiver Schriftsteller. Seine Frau Kimberly konvertierte ebenfalls.

Tony Blair (1953)

Vorsitzender der Labour-Partei und von 1997 – 2007 britischer Premierminister. Er war der jüngste Premierminister seit 1812. Seine Frau Cherie ist ebenfalls katholisch.

John Wayne (1907-1979)

Für seine Rollen in Western und Kriegsfilmen mehrfach ausgezeichneter Schauspieler.

Norma McCovery (1947-2017)
Die Klägerin im berüchtigten Prozess Roe v. Wade im Jahre 1973, durch den die Abtreibung in den gesamten Vereinigten Staaten legalisiert wurde. Sie konvertierte später und wurde eine Anhängerin der Pro-Live-Bewegung.

Gary Cooper (1901-1961)
Amerikanischer Schauspieler, der 3 Oscars gewann, unter anderem als bester Hauptdarsteller in „Sergeant York“ und „12 Uhr mittags“. Er hatte eine bedeutsame Begegnung mit Papst Pius XII. im Jahre 1953 und trat 1955 offiziell in die Kirche ein.

Marshall McLuhan (1911-1980)
Kanadischer Philosoph und bekannter Kommunikationstheoretiker. Von ihm stammt die berühmte These „Das Medium ist die Botschaft“ und der Begriff „Globales Dorf“.

Thomas Merton (1915-1968)

Amerikanischer Priester und Trappist (Angehöriger des Ordens der reformierten Zisterzienser mit Schweigegelübde). Er war ebenso Dichter und Sozialaktivist sowie einer der berühmtesten und polemischsten ([unsachlicher] Angriff) Konvertiten zum Katholizismus des 20. Jahrhunderts.

Graham Greene (1904-1991)
Der in katholischen Kreisen bekannteste britische Schriftsteller, vor allem durch seine Romane „Brighton Rock“, „The Power and the Glory“, „The Heart of the Matter“ und „The End of the Affaire“.

Vittorio Messori
Italienischer Journalist, bekannt vor allem durch sein langes Interview mit Kardinal Ratzinger „Zur Lage des Glaubens“ (1985) und das Buch „Johannes Paul II. – Die Schwelle der Hoffnung überschreiten“ (1994).

Sigrid Undset (1882-1949)
Norwegische Schriftstellerin, die 1928 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Heilige Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein) (1891 – 1942)


Deutsche Philosophin jüdischer Herkunft und Unbeschuhte Karmelitin. Sie starb in Auschwitz und wurde 1998 vom heiligen Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen.

Dietrich von Hildebrand (1889 – 1977))
Deutscher Philosoph und Theologe, von zahlreichen Päpsten für seinen Beitrag zur katholischen Lehre ausgezeichnet.

Kardinal Francis Arinze (1932)
Konvertit aus Nigeria, der im Alter von 9 Jahren vom seligen Cyprian Tansi getauft worden war. Er wurde mit 32 Jahren der jüngste Bischof der Welt und später zum Kardinal und zum Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung ernannt.

Kardinal Avery Dulles (1918 – 2008)
Amerikanischer Jesuit, Theologe und Kardinal. Sohn des ehemaligen Aussenministers John Foster Dulles.

Kardinal Jean-Marie Lustiger (1926 – 2007)
Von 1981 bis 2005 Erzbischof von Paris, ab 1983 Kardinal und Förderer des jüdisch-katholischen Dialogs. Er konvertierte vom Judentum zum Katholizismus.

Louis Bouyer (1913 – 2004)
Französischer Theologe und Gründungsmitglied der Internationalen Theologenkommission und der internationalen theologischen Zeitschrift „Communio“.

Francis Beckwith (1960)
Philosoph und Theologe, der zum Präsidenten der Evangelical Theological Society gewählt wurde, dann aber 2007 zum Katholizismus konvertierte.

Robert Bork (1927 – 2012)
Konservativer amerikanischer Richter und Jurist, bekannt vor allem durch seinen intensiven politischen Kampf, aufgrund dessen seine Nominierung für den Obersten Gerichtshof der USA im Jahre 1987 scheiterte. Er und seine Frau konvertierten 2003.

Dorothy Day (1897 – 1980)

Schriftstellerin, Sozialistin, zusammen mit Peter Maurin Gründerin der Catholic-Worker-Bewegung. Im Jahr 2000 wurde in New York ihr Seligsprechungsprozess eröffnet.

Newt Gingrich (1943)
Von 1995 bis 1999 Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten sowie Schriftsteller, Präsidentschaftskandidat und Geschichts-wissenschaftler.

Elisabeth Hesselblad (1870 – 1957)
Sie konvertierte vom Protestantismus und würde Gründerin eines neuen Zweigs Schwestern des Heiligsten Erlösers von der heiligen Birgitta (Birgittinnen). Sie wurde 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Katharine, Herzogin von Kent (1933)
Ehefrau von Prinz Edward, dem Herzog von Kent (Enkel von König Georg V. und Königin Mary sowie Cousin von Königin Elizabeth II.), seit 1710 das erste Mitglied der königlichen Familie, das konvertierte.

Russel Kirk (1918 – 1994)
Amerikanischer politischer Theoretiker und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der amerikanischen konservativen Bewegung.

Clare Boothe Luce (1903 – 1987)
Erste amerikanische Frau, die für das wichtigste Amt der Botschafterin berufen worden war und Mitglied des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von 1943 bis 1947, ebenso Schriftstellerin und Verlegerin.

Jacques Maritain (1882 – 1973)
Französischer Philosoph, Autor von mehr als 60 Büchern und Schlüsselfigur der Wiederbelebung des Thomismus (Lehre des Thomas von Aquin, mittelalterlicher Kirchenlehrer) in der Moderne. Seine Frau Raissa und er bekehrten sich 1906 zum Katholizismus.

Patricia Neal (1926-2010)
Amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin für ihre Rolle in „Der Wildeste unter Tausend“ (1963). Sie bekehrte sich wenige Monate vor ihrem Tod zum katholischen Glauben.

Richard John Neuhaus (1936-2009)
Ehemaliger lutherischer Pastor, Schriftsteller sowie Gründer und Verleger der Zeitschrift „Fist Things“.

Adrienne von Speyr (1902-1967)
Schwedische Ärztin, geistliche und mystische Schriftstellerin, Autorin von mehr als 60 Büchern der Spiritualität und Theologie.

Israel Zolli (1881-1956)
Italienischer jüdischer Wissenschaftler und von 1940 bis 1945 Oberrabbiner in Rom. Freund von Papst Pius XII. 1945 konvertiert zum Katholizismus.
⇒CNA Deutsch/EWTN News

Terence Hill (Kirche heute 46/2017 November, S. 4):
Terence Hill, ein praktizierender Katholik. 25.10.2019 – Heute geht eine Meldung durch die sozialen Medien mit einem sehr schönen Bekenntnis von Terence Hill zum katholischen Glauben. Zusammen mit Bud Spencer, auch praktizierender Katholik, war er in vielen Filmen der Spassvogel vom Dienst. Die Männer mit den harten Fäusten.
Das ist doch klar! Jeder Katholik ist der geborene Spassvogel. Als ich jeweils in den Semesterferien Schule gab, unter anderem auch Religionsunterricht und, völlig unqualifiziert, Gartenbau, bläute ich den Schülern ein: Wir Katholiken sind fröhliche Menschen: Denn schliesslich haben wir die grosszügigste, barmherzigste Religion der Welt: Beichte, Kommunion, Letzte Ölung, Segen aller Art. Die Schüler nahmen dass dann sehr wörtlich, und deshalb ging es oft in meinen Stunden ziemlich „hoch“ zu und her.

Katholische Wochenzeitung Baden 46/2017 November, S. 10
Weltweit gibt es immer mehr Katholiken – nur nicht in Europa

Die Zahl der Katholiken weltweit nimmt zu: Es gibt in aller Welt fast 1,3 Milliarden Gläubige, rund 17,7 % der Weltbevölkerung. Wie aus den Daten des Statistischen Jahrbuchs (zum Jahr 2015) hervorgeht, sind dies 12 Millionen Katholiken mehr als im Vorjahr (2014).
Wie aus dem Dossier hervorgeht, leben in Afrika 1,1 Milliarden Menschen, von denen 19,42 % Katholiken sind (222 Millionen), wobei der Anteil um 0,12 % anstieg. In Amerika sind von insgesamt 982,2 Millionen Einwohnern 63,6 % Katholiken (625 Millionen), mit einem Rückgang um 0,08 %. In Asien sind von 4,3 Milliarden Einwohnern 3,24 % Katholiken (141 Millionen), die Zahl ist stabil. In Europa wächst die Weltbevölkerung (716 Millionen), doch im zweiten aufeinander folgenden Jahr geht der Anteil der Katholiken zurück (- 0,21 %), so dass er derzeit noch 39,87 % (285 Millionen) beträgt. In Ozeanien leben insgesamt 38,7 Millionen Menschen, von denen 26,36 % Katholiken sind (10,2 Millionen), was einen Anstieg um 0,24 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das Dossier veranschaulicht insbesondere auch die Tätigkeit der Päpstlichen Missionswerke (Päpstliches Werk für die Glaubensverbreitung, Apostel-Petrus-Werk, Päpstliche Kindermissionswerke, Missionsunion der Kleriker) und die Vergabe von Zuschüssen an die Ortskirchen (Bau von Kapellen und Seminaren, Bildungsarbeit, Pastoralprojekte), die im Jahr 2016 mit Spenden im Umfang von rund 134 Millionen US-Dollar unterstützt wurden.

Katholische Wochenzeitung Baden 4/2018 Januar, S. 10
Lateinamerika: Zahl der Evangelikalen und Religionslosen nimmt zu

Die meisten Befragten, die sich als Katholiken bekannten, finden sich
Paraguay, 89 %
Mexiko, 80 %
Ecuador, 77 %
Peru, 74 %
Kolumbien, 73 %
Bolivien, 73 %
Die geringsten Werte wurden in
Chile, 45 %
Nicaragua, 40 %
El Salvador, 39 %
Uruguay,  38 % und
Honduras, 37 %
erreicht. In Honduras wird die geringe Zahl derer, die sich selbst „Katholiken“ bezeichnen, mit der massiven Zunahme der Evangelikalen erklärt, die zum Mehrheitsbekenntnis geworden sind. In Chile und Uruguay  fand hingegen kein solcher Konfessionswechsel statt, sondern eine Zunahme jener, die sich als „religionslos“ bezeichnen. (in Uruguay 41 %, in Chile 38 %).

Kath. Wochenzeitung Baden 42/2018 Oktober, S. 4
Katholiken weiterhin von der britischen Thronfolge ausgeschlossen

Jetzt traf es ein Mitglied des Fürstentums von Monaco, Prinzessin Alexandra von Hannover (19) wurde katholisch.
Weiterhin sind Katholiken von der Thronfolge des britischen Königshauses völlig ausgeschlossen. Jetzt traf es Prinzessin Alexandra von Hannover. Die 19jährige war bald nach ihrer Geburt lutherisch getauft worden und hatte einen Platz auf der Liste der potentiellen britischen Thronfolger. Ihren – zugegeben nicht allzu diskreten Platz – hat sie verloren, nachdem sie vor kurzem in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche aufgenommen worden ist. Bereits 2001 verlor Lord NIcholas Windsor seinen Platz in der britischen Thronfolge, als er katholisch wurde. Das berichtete der „Catholic Herald“. Britische Thronfolger dürften grundsätzlich nicht katholisch sein. Immerhin dürfen sie aber seit dem „Succession to the Crown Act 2013* mit Katholiken verheiratet sein. Der Act legte auch fest, dass männliche Nachkommen nicht mehr vor weibliche Nachkommen bevorzugt werden dürfen. Die im oberösterreichischen Völcklabruck geborene Prinzessin nimmt den 12. Platz in der Thronfolge Monacos ein. Sie ist eine Enkelin von Grace Kelly. Väterlicherseits ist sie eine Nachkomme der britischen Queen Victoria und des deutschen Kaisers Wilhelm I.

OR Nr. 11 vom 15.03.2019, S. 3
Zahl der Katholiken weltweit angestiegen

Vatikanstadt. Der Vatikan hat am Mittwoch, 6. März 2019, das Päpstliche Jahrbuch für 2019 („Annuario Pontificio 2019“) und seine weltweite Kirchenstatistik für das Jahr 2017 („Annuario Statisticum Ecclesiae 2017“) veröffentlicht. Die Zahl der Katholiken stieg demnach weltweit an – im Vergleich zu 2016 um 1,1 % -, und sie liegt jetzt bei über 1,3 Milliarden (1,313 Millionen).
Besonderes Wachstum verzeichneten die Katholiken in Afrika und Asien. In Europa, wo gut ein Fünftel aller Katholiken lebt, blieb deren Zahl fast gleich (+0,1 %), wie aus dem Statistischen Jahrbuch für 2017 hervorgeht.

Kirche heute 14/2019 März, S. 2
Zunehmende Gewalt gegen Katholiken

Vatikan. Papst Franziskus hat die Gewalt gegen katholische Geistliche und Laien weltweit beklagt.  Nach einer Statistik des vatikanischen Pressedienstes Fides kamen 2018 weltweit 40 katholische Kirchenmitarbeiter gewaltsam ums Leben. 2017 waren es 23. Der 24. März wird in der katholischen Kirche seit 1993 als Gedenktag für ermordete Missionsmitarbeiter begangen. Das Datum bezieht sich auf den salvadorianischen Erzbischof Oscar Romero, der am 24. März 1980 wegen seines Einsatzes für Arme am Altar erschossen wurde.

Kath. Wochenzeitung Baden 15/2019 April, S. 5
Kardinal Woelki: Stehen vor der „Entweltlichung der Kirche oder der Entchristianisierung der Welt“

Mit einer deutlichen Warnung, dass das Christentum mit einer Krise des Glaubens und Verstehens zu kämpfen hat, nicht „mit einer neuen Lebenswirklichkeit, die nun endlich bejaht werden muss“, hat Kardinal Rainer Maria Woelki eine Absage an Versuche erteilt, über Sexualität statt den Glauben zu reden.
Es gehe darum, den Blick wieder auf Christus zu lenken, schreibt der Erzbischof von Köln in einem Beitrag in der Zeitung „Die Tagespost“. Das weitreichende Unverständnis gegenüber dem katholischen Glauben sollte Katholiken wachrütteln und deutlich werden lassen, „dass wir etwas falsch machen“. (…)

Kath. Wochenzeitung Baden 40/2019 Oktober, S. 6, Herbert Meier
„Konservative Katholiken sind ‚Krebszellen in der Kirche‘ „

Zu einem unglaublichen Interview hat sich ausgerechnet das Kölner „Domradio“ verstiegen. „Die Tatsache, dass der Papst schliesslich Kardinal MxCarrick wegen sexueller Verfehlungen und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen aus dem Priesterstand entlassen hat, was ewig nicht vorgekommen ist in der Geschichte der Kirche, hat bei konservativen Katholiken einen grossen Widerwillen gegen diesen Papst ausgelöst. Aber wenn sich Franziskus diese ganze Mischung ansieht, kann er etwas beruhigter auf das gucken, was da kommt.“
Platz für diese Behauptung räumt ausgerechnet das Kölner „Domradio“ dem ehemaligen Leiter des ZDF-Studios „New York“, Klaus Prömpers, ein. In Wirklichkeit empören sich aber  in den USA  gerade die konservativeren Katholiken über  die massiven Verfehlungen des Ex-Kardinals Theodore McCarrick, Kritik an seiner Amtsenthebung ist von ihnen praktisch keine zu hören.
Im Interview und im „Domradio“-Begleittext dazu wird unter dem  Begriff „Schisma“ anhand von Papstaussagen reflektiert und einseitig den konservativen Katholiken sowie den inhaltlichen Gegnern von Papst Franziskus zugeordnet. Gemäss Selbstdarstellung ist das „Domradio“ „der multimediale katholische Sender in Trägerschaft der Bildungswerke e. V. der Erzdiözese Köln“.
Auf die Frage von Verena Tröster, ob „die beiden Fronten“ im binnenkirchlichen Graben noch zueinander finden könnten, antwortete er, dass dies  „sehr schwer vorstellbar“ sei. Zwar müsse man „nicht unbedingt von einem Schisma reden“. Vielmehr sei es „so eine Art innere Emigration, die die konservativen Kreise in den USA teilweise betreiben. Sie leben in ihren eigenen Pfarrgemeinden ein Leben wie zu Zeiten vor dem Konzil. Die pflegen einen Umgang miteinander, der eigentlich überlebt ist und sich absondert wie eine Art Krebszelle in der Kirche.

Kath. Wochenzeitung 43/K2019 Oktober, S. 6
Terence Hill: „Ich bin praktizierender Katholik“

Der bekannte Schauspieler: „Ich rede nicht viel darüber, weil der Glaube eine kostbare und extrem persönliche Sache ist. Ich praktiziere seit vielen Jahren die Andacht zur Göttlichen Barmherzigkeit.“
Einmal wurde ich am Flughafen festgehalten, weil ich viele solcher Andachtsbilder in meinem Koffer hatte. Die Grenzpolizei erkannte mich und dachte, dass ich darunter eine Waffe versteckt habe.“ Mit klaren Worten steht Terence Hill, der bekannte italienische Schauspieler, zu seinem katholischen Glauben. Dies berichtet die jüngste Zeitung „allewelt“ von Missio Österreich.,
Hill ist seit seiner Kindheit gläubig, besonders der heilige Franziskus habe ihn geprägt. Aufgrund seiner religiösen Einstellung habe er auch Rollen wie Rambo, die ihm angeboten wurden, abgelehnt. „Wie schwach sind wir doch, dass wir uns nicht mit der Wahrheit befassen wollen! Wir wollen bloss Unterhaltung, aber keine Wahrheit“, erklärt Hill, der bei seinem jüngsten Film „Mein Name ist  Somebody“ bereits sehr deutlich Zeugnis für seine christliche Einstellung ablegte.

→Austritte in der Kirche    →Freikirchen      →Deutsche Kirche    →Kirche Schweiz
→Österreichische Kirche  →Italien, italienische Kirche

Kinderfürsorge-Zentrum St. Martha im Vatikan (Dispensario)

Kinderfürsorfe-Zentrum im Vatikan: Eingang „Perugino“ (beetzt von den Gendarmen), gleich links die Stiege hoch, hinter dem Palazzo S. Carlo.  Italienisch „Dispensario Santa Marta“ genannt. Franziskus auf Besuch.

Seit 20 Jahren eine Sozialeinrichtung des Vatikans, in den 90er-Jahren geleitet durch Sr. Chiara Pfister (SG/CH), ehemalige Sozialarbeiterin in Paris. Stand 2015: Direttrice Sr. Antonietta Collacchi.

Das Zentrum ist gedacht für arme, meist nichteuropäische Familien aus Rom. Offiziell: „Dispensario di Santa Marta“. 1928 gegründet. Nur jene, die diesen Ort brauchen, kennen ihn!  Das Zentrum will Familien in einer akuten Krisenzeit helfen, die oft da ist, wenn ein Baby kommt. Mit Rundumbetreuung: ärztliche medizinische Grundversorgung für Eltern und Kinder, Kleiderkammer, Babynahrung, Windeln, Betreuung aller Art. 43 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer stehen zur Verfügung: 18 Ärzte, Psychologen, Studierende, Sprechstundenhilfen, Handwerker, Grossmütter, Vatikanangestellte usw. Das Zentrum wird mit Medikamenten von der Vatikanischen Apotheke gratis versorgt.

OR Nr. 29 vom 20.07.2018, S. 9
„Bambino Gesù“ plant Kinderpalliativ-Zentrum in Rom

Die vatikanische Kinderklinik „Bambino Gesù“ will in Rom eine Kinderpalliativ-Station errichten. Mit der „Villa Luisa“ eröffne ab Januar 2019 die erste Kinder-Palliativeinrichtung in Süditalien, sagte Klinikleiterin Mariella Enoc laut der italienischen Tageszeitung „Avvenire“. Weiter kündigte Enoc einen Neubau am Zweitsitz des Krankenhauses in Palidoro unweit von Rom an, der Platz für 70 Patienten und ihre Familien biete. In den nächsten Jahren sei zudem ein dritter grosser Sitz in Rom geplant. Enoc hatte am 11. Juli 2018 den Jahresbericht 2017 des „Bambino Gesù“ öffentlich vorgestellt. Das  1968 gegründete „Bambino Gesù“ ist laut eigenen Angaben die grösste Kinderklinik mit Forschungseinrichtung in Europa-
→Frauen

Fernsehsendung BR vom 27.01.2010:
Ein Kinderfürsorge-Zentrum seit 1928 für Familien ohne Krankenkasse aus der ganzen Welt im Vatikan. Arbeit unentgeltlich. 700 Kinder werden betreut. Die Religionsgemeinschaft ist unwichtig. Ziel: verhüten, dass die Leute nicht von einer zur anderen Stelle geschickt werden. Man arbeitet hier  eigentlich Tag und Nacht und kostenlos. Gefragt ist nicht nur die medizinische, sondern auch die psychologische Hilfe.

OR Nr. 1/2 vom 9. Januar 2015, S. 3
Vatikan versorgt 480 Kinder aus bedürftigen Familien

Im Vatikan sind im Jahr 2014 insgesamt 480 Kinder aus bedürftigen Familien medizinisch betreut und versorgt worden. In die Kinder-Ambulanz Santa Marta sind vor allem Migranten aus Afrika und Lateinamerika gekommen. 350 Kinder unterschiedlicher Religionszugehörigkeit sind regelmässig zu Gast gewesen. Die vatikanische Kinderambulanz liegt hinter dem Petersdom und wird von den „Töchtern der christlichen Liebe vom hl. Vinzenz von Paul“ betreut. Sie befindet sich in der Nähe des Gästehauses Santa Marta, wo Papst Franziskus wohnt. In der 1922 von Pius XI. Ratti gegründeten Einrichtung arbeiten 52 Ärzte und freiwillige Helfer ehrenamtlich. Neben der medizinischen Versorgung verteilen die Ordensfrauen auch Kleidung und Lebensmittel. Papst Franziskus hatte die Kinderambulanz im Dezember 2013 besucht.
→Abtreibung

Kinderschutz

Katholische Wochenzeitung 41/2014, S. 11
Vatikan widerspricht UNO-Kinderschutzkomitee

Der Heilige Stuhl hat erneut bekräftigt, dass er Kinderschutz-Prinzipien vor allem auf seinem eigenen Territorium umsetzen kann, aber nicht auf dem Territorium anderer Staaten. Als Unterzeichnerstaat der UNO-Konvention für die Rechte des Kindes, liess er jetzt dem verantwortlichen UNO-Komitee in Genf einen Kommentar zukommen. Dieser Kommentar betont, dass der Vatikan sich um eine Umsetzung des in der Konvention geforderten Kinderschutzes „vor allem auf dem Territorium des Vatikanstaates“ bemühe, „über das der Heilige Stuhl volle Souveränität besitzt“. Darüber hinaus bekenne sich der Vatikan „allen Menschen guten Willens gegenüber, zu in der Resolution niedergelegten Prinzipien“. Er versuche auch die Ortskirchen in diesem Sinn zu beeinflussen, „die in verschiedenen Staaten mit verschiedenen Rechtssystemen leben“.  Der Heilige Stuhl habe aber „nicht die Fähigkeit oder rechtliche Verpflichtung, die Kinderschutz-Prinzipien lokalen Katholischen Kirchen und Institutionen, die in anderen Staaten präsent sind, aufzuerlegen“. (…)

OR Nr. 39/40 vom 28.09.2018, S. 3
Neuer Studiengang für Kinderschutz

An der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom beginnt erstmals ein Master-Studiengang für Kinderschutz. Zu Eröffnung des neuen Studienganges findet am 05.10.2018 ein akademischer Festakt statt, bei dem auch der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx sprechen wird. Der zweijährige interdisziplinäre Vollzeitstudiengang richtet sich an künftige Verantwortungsträger für den Umgang mit schutzbedürftigen Personen. Entwickelt wurde das Curriculum am Kinderschutzzentrum der Universität, das unter der Leitung des deutschen Theologen und Psychologen P. Hans Zollner SJ steht. Das Master-Studium ergänzt die seit 2016 bestehenden einsemestrigen Diplomkurse für Kinderschutz. Diese wenden sich an Fachleute, die bereits in diesem Bereich tätig sind, etwa Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen, aber auch Ausbilder und Supervisoren.
Das Zentrum für Kinderschutz war in Reaktion auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche 2012 von der Gregoriana, der Erzdiözese München und Freising sowie der Universitätsklinik Ulm gegründet worden. Nach einer Pilotphase in München verlegte es 2015 seinen Sitz nach Rom.
→Missbrauchsfälle                         →Bischofskonferenz (für Kinderschutz)

Kinder von Päpsten bzw. Kardinälen

siehe Unterregister „Papstkinder“ unter P

Kino des Vatikans

→Filmothek

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