Me bis Mir

Mediendikasterium des Vatikan

Kirche heute 27-29/2010, Juni
Journalist berät Vatikan

Der Vatikan lässt sich künftig von dem US-amerikanischen Journalisten Greg Burke in Medienfragen das vatikanische Presseamt mit. Burke soll die Arbeit vom vatikanischem Presseamt und Staatssekretariat koordinieren. Der 52-jährige arbeitet gegenwärtig in Rom als Vatikan-Korrespondent für Fox News und war früher für die US-amerikanische Zeitschrift „Time“ tätig. Wann Greg Burke, welcher der katholischen Gemeinschaft „Opus Dei“ angehört, seine Arbeit aufnehmen wird, ist noch unbekannt.

OR Nr. 23 vom 5. Juni 2015, S. 4
Zur Reform der Vatikanmedien

Vatikanstadt/London. Die Medienarbeit des Vatikans soll nach dem Willen einer Expertengruppe umfassend modernisiert und umstrukturiert werden. Dazu gehören eine Aufwertung des Presseamtes, die Koordination der bislang selbständigen Medienabteilungen, eine neue Leitungsstruktur, mehr Gewicht auf Online-Medien und eine Vernetzung mit katholischen Medien und Pressestellen weltweit. Entsprechende Vorschläge legte der Leiter einer von Papst Franziskus eingesetzten Reformkommission, der frühere BBC-Aufsichtsratschef Lord Chris Patten, bei einer Veranstaltung in London vor. Deutlich aufgewertet werden soll das Presseamt des Heiligen Stuhles, das nach dem Urteil Pattens derzeit „unterbesetzt“ und unter „riesigem Druck“ ist. Diese Schnittstelle, die unter anderem für die Verbreitung offizieller Erklärungen, für Akkreditierungen und Pressekonferenzen zuständig ist, müsse seine Dienste „in einem angemessenen Spektrum von Sprachen“ und mit der nötigen Ausstattung für einen 24-stündigen Medienbetrieb anbieten können. Patten wandte sich indessen gegen Kürzungen im vatikanischen Medienbudget von knapp 70 Millionen Euro wie auch gegen eine Reduzierung der mehr als 600 Medienmitarbeitenden. Man solle das Geld „besser ausgeben, jedoch nicht unbedingt weniger ausgeben“. Die jetzige Ressourcenverteilung sei „eher von historischen als aktuellen strategischen Überlegungen“ bestimmt. So flössen rund 85 % der vatikanischen Medienausgaben in den Sender „Radio Vatikan“ und die Zeitung „L’Osservatore Romano“. Demgegenüber seien der vatikanische Fernsehdienst und soziale Medien zwar professionell, aber unterfinanziert. (…)

OR Nr. 25 vom 19. Juni 2015, S. 4
Zusammenführung der vatikanischen Medien in ein Dikasterium („Ministeramt“)

Künftig werden die vatikanischen Medieneinrichtungen in einer Behörde zusammengefasst. Die Zusammenführung soll unter Wahrung des Personalbestandes innerhalb von 4 Jahren erfolgen, teilte der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Federico Lombardi, als ein Ergebnis der Konferenzrunde des Kardinalrates für die Kurienreform (K9-Rat), der in der vergangenen Woche tagte, mit. Das aus 9 Kardinälen bestehende Beratergremium habe über die Berichte der verschiedenen Untersuchungskommissionen beraten und dem Papst vorgeschlagen, „in den nächsten Monaten“ ein solches Dikasterium zu gründen und die entsprechenden Ernennungen vorzunehmen, so der Sprecher. – In der neuen Behörde sollen 9 Einrichtungen zusammengefasst werden. Diese sind die vatikanische Druckerei, die Zeitung „L’Osservatore Romano“, die vatikanische Verlagsbuchhandlung, Radio Vatikan, das Presseamt des Heiligen Stuhles, der Päpstliche Medienrat, das Vatikanfernsehen CTV, das Internet-Büro und der Fotoservice des Osservatore Romano. – Der K9-Rat hatte am Dienstag, 9. Juni 2015, über den Medienbereich diskutiert. Der Leiter der im April vom Papst gegründeten Kommission für die Vatikanmedien, Msgr. Dario Edoardo Viganò (promovierter Kommunikationswissenschaftler), hatte die Kardinäle insbesondere über den Bericht der „Vatican Media Commission“ unter Lord Chris Patten informiert. Die vatikanischen Medieneinrichtungen arbeiten derzeit selbstständig. Patten hatte in seinem teilweise veröffentlichten Bericht bemängelt, dass dadurch unnötige Doppelarbeit entstehe.

OR Nr. 26 vom 3. Juli 2015, S. 4
Zur Errichtung des neuen Kommunikationssekretariates

In Bezug auf das Apostolische Schreiben in Form eines Motu proprio mit dem Titel „Der aktuelle Kommunikationskontext“ vom 27. Juni 2015, mit dem der Papst das Sekretariat für Kommunikation errichtet hat, ernannte er:

  • zum Präfekten des Kommunikationssekretariates: Msgr. Dario Eduardo
    Viganò, Direktor des Vatikanischen Fernsehzentrums;
  • zum Sekretär: Msgr. Lucio Adrián Ruiz, Büroleiter des vatikanischen
    Internetdienstes;
  • zum Generaldirektor: Dr. Paolo Nusiner, Generaldirektor der Zeitung der
    Italienischen Bischofskonferenz Avvenire;
  • zum stellv. Generaldirektor: Dr. Giacomo Ghisani, Leiter der
    Abteilung für internationale Beziehungen und juristische Angelegenheiten
    bei Radio Vatikan sowie Mitglied des Verwaltungsrates des
    Vatikanischen Fernsehzentrums.

OR Nr. 22 vom 03.06.2016, S. 3
Papst berät mit Behördenleitern über Medienreform

Papst Franziskus hat die Leiter der vatikanischen Behörden am 30. Mai 2016 zu einer „Kabinettssitzung“ einberufen. Thema des mit den Präfekten  der Kongregationen und Präsidenten der Päpstlichen Räte war die Reform des vatikanischen Mediensektors. Referiert habe zu diesem Thema der Präfekt des neuen Mediensekretariates, Msgr. Dario Edoardo Viganò.
Das 2015 von Papst Franziskus geschaffene Mediensekretariat soll die bislang getrennten vatikanischen Aktivitäten auf diesem Sektor bündeln. Unter seinem Dach sind ausser dem Sender Radio Vatikan etwa die Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“, das Fernsehzentrum CTV und das Nachrichtenportal vatican.va. angesiedelt. Die Reform ging bislang etwas schleppend voran. Viganò hatte ihren Abschluss bis 2018 in Aussicht gestellt.

Kirche heute 30-32/2016 Juli, S. 2
Erstmals eine weibliche Sprecherin

Der Vatikan hat erstmals eine weibliche Pressesprecherin. Papst Franziskus ernannte am 11. Juli 2016 die spanische Hörfunk-Journalistin Paloma Garcia Ovejero zur stellvertretenden Leiterin des vatikanischen Presseamtes. Die 40-jährige ist Nachfolgerin des US-Amerikaners Greg Burke (56), den Franziskus zum neuen Leiter des Presseamtes anstelle des mit fast 74 Jahren in den Ruhestand getretenen Pater Federico Lombardi berufen hat.

OR Nr. 34 vom 25.08.2017, S. 3
Vatikan plant neues Medienportal

Der Vatikan plant noch für dieses Jahr ein neues multimediales und mehrsprachiges Medienportal. Der Internetauftritt solle verlässlich über den Vatikan informieren und zugleich auf die Nutzerbedürfnisse in den jeweiligen Ländern eingehen, kündigte der Präfekt des vatikanischen Kommunikationssekretariates, Msgr. Dario Edoardo Viganò an. Bisher ist die vatikanische Medienarbeit auf verschiedene Internetseiten verteilt.

OR Nr. 1 vom 05.01.2018, S. 4
Der Vatikan hat bei seiner Übertragung der Christmette mit Papst Franziskus erstmals das neue Format Ultra HD 8K getestet. Dass eine Papstmesse technische Innovationen voranbringe, könne kurios erscheinen, kommentierte Msgr. Dario Edoardo Viganò, Leiter des vatikanischen Mediensekretariates. Allerdings werde Geschichte durch Ereignisse geschrieben, „die Kraft haben, die Zukunft vorwegzunehmen“. Der Testlauf in 8K erfolgte in Zusammenarbeit mit Sony. Das Material ist für das Vatikanarchiv bestimmt.

Wikipedia, 19.06.2018 (Medieneinrichtungen des Vatikans)

Das Mediendikasterium des Vatikans kennt seit Juni 2015 folgende Vorschläge des Kardinalrates C9 zu einer Zusammenfassung der vatikanischen Medien (9 Einrichtungen):

  1. Vatikanische Druckerei
  2. Tageszeitung L’Osservatore Romano
  3. Vatikanische Verlagsbuchhandlung
  4. Radio Vatikan, neu unter dem Namen „Vatican News“
  5. Presseamt des Heiligen Stuhles
  6. Der Päpstliche Medienrat
  7. Das Vatikanische Fernsehen CTV
  8. Das Internet-Büro
  9. Den Fotoservice des L’Osservatore Romano

Die Bezeichnung „Vatican News“ besteht seit 17.12.2017. Vatican News ist ein mehrsprachiges Nachrichtenportal des Vatikans und damit Nachfolger des bisherigen Auslanddienstes Radio Vatikan. Das Portal umfasst neben den bisherigen Hörfunk- und Textangebot weitere multimediale Inhalte.

OR Nr. 51/52 vom 21.12.2018, S. 3
(Andrea Monda neuer Direktor unserer Zeitung, 2. Abschnitt)
Ausserdem ernannte Papst Franziskus den italienischen Journalisten und Vatikanexperten Andrea Tornielli (54) zum Leiter der „Editorialen Direktion“ im Mediendikasterium. Als solcher koordiniert er künftig die Einheiten der vatikanischen Medienarbeit (siehe vorgehend), darunter „Vatican News“ (→Zeitung). Tornielli arbeitete bisher für mehrere Zeitungen und Magazine, zuletzt bei der Turiner Zeitung „La Stampa“ (ein allgemeiner Ausdruck für Druck, Presse u. ä.). Der studierte Sprachwissenschaftler ist verheiratet und hat 3 Kinder. Die Abteilung „Editoriale Direktion“, deren Leitung Tornielli übernimmt, war bei der Gründung des Mediensekretariates 2015 neu geschaffen worden, bislang aber unbesetzt. Laut dem Statut des Dikasteriums soll sie eine „wirksame Integration der traditionellen Medien in die digitale Welt“ voranbringen.

OR Nr. 51/52 vom 17.12.2018, S. 4
Treffen des Kardinalrates 10. bis 12.12.2018 (3. Abschnitt)

Der Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation, Paolo Ruffini, berichtete über den Fortschritt der Reform der Vatikanmedien und gab einen Ausblick auf die kommenden Schritte, die alle beteiligten Institutionen zusammenführen sowie eine koordinierte Verwaltung und auch dank neuer Technik eine effektivere Zusammenarbeit der Ressourcen sichern soll. Ruffini hob die Bedeutung der verschiedenen Kommunikationsmittel (Radio, TV, Web, Social) im aktuellen multimedialen Kontext hervor und veranschaulichte die Kriterien für eine einheitliche Kommunikationsstrategie des heiligen Stuhles, wobei er den einzigartigen Wert des mehrsprachigen Angebots der vatikanischen Medien unterstrich.

OR Nr. 1 vom 04.01.2019, S. 4
Heiliger Stuhl. 31. Dezember 2018: Papst Franziskus hat den Rücktritt des Direktors und der Vizedirektorin des Presseamtes des Heiligen Stuhles, Greg Burke und Paloma García Ovejero, angenommen und Alessandro Gisotti, bisher Koordinator der Social Media des Dikasteriums für die Kommunikation, zum Direktor „ad interim“ („vorläufig“) ernannt.

Kirche heute 4/2019, S. 24
Pressearbeit neu organisiert

Nach dem Rücktritt der bisherigen Pressesprecher organisiert der Vatikan seinen Pressestab neu. Wie die vatikanische Kommunikationsbehörde bekannt gab, erhält der kommissarische Pressesprecher Alessandro Gisotti 4 neue Mitarbeiter. Der bisherige Direktor des Presseamtes, der US-Amerikaner Greg Burke, und seine Stellvertreterin, die Spanierin Paloma Garcia Ovejero, hatten am 31. Dezember 2018 überraschend ihren Rückzug bekanntgegeben. „In diesen Zeiten des Übergangs für die vatikanische Kommunikation glauben wir, dass es besser ist, wenn der Heilige Vater völlig frei ist, ein neues Team zu bilden“, erklärte Burke zum Rücktritt. Greg Burke und Paloma Garcia Ovejero haben ihr Amt am 1. August 2016 angetreten. Sie folgten Pater Federico Lombardi, der 10 Jahre lang im Amt war.

OR Nr. 3 vom 18.01.2019, S. 3
Neue Mitarbeiter im vatikanischen Presseamt

Vatikanstadt. Nach dem Weggang seiner bisherigen Pressesprecher organisiert der Vatikan seinen Pressestab neu. Wie das vatikanische Kommunikationsdikasterium am Freitag, 11.01.2019, bekanntgab, erhält der Pressesprecher „ad interim“ (auf Zeit), Alessandro Gisotti, 4 neuen Mitarbeiter. So ernannte der Leiter des Dikasteriums für Kommunikation, Paolo Ruffini, die Französin Romilda Ferrauto zur „Senior Advisor“ des vatikanischen Presseamtes. Zu „Assistenten“ ernannte er die US-amerikanischer Ordensfrau Bernadette Reis und den Peruaner Raul Cabrera Pérez.
Ferrauto arbeitete für die französische Abteilung von Radio Vatikan und war in die Pressearbeit während der letzten 5 Bischofssynoden involviert. Sowohl Reis wie Cabrera entstammen der englischen bzw. spanischen Redaktion von Radio Vatikan – Vatican News. „Office Manager“ des Presseamtes wird der US-Amerikaner Thaddeus Jones, der ebenfalls vorher für Vatican News tätig war.
Die bisherigen Pressesprecher von Papst Franziskus, Greg Burke und seine Stellvertreterin Paloma García Ovejero, sind Ende Dezember überraschend zurückgetreten.

→Zeitung L’Osservatore Romano         →Radio Vatikan (Vatican News)         →Internet

Medizinische Versorgung im Vatikan

Im Palazzo Belvedere (Eingang S. Anna) sind Ärzte rund um die Uhr anwesend. Es sind aber keine Operationen möglich. Es gibt also kein Spital im Vatikan. Das „Vatikanspital“, mindestens für den Papst, ist das Gemellispital auf dem Monte Mario. Der Vatikan hat mit verschiedenen Stadtspitälern Roms Verträge. Ein Operationszimmer aber, einzig für den Papst (von Paul VI. eingerichtet), befand sich im 3. Stock des Papstpalastes. Benedikt XVI. genügte anscheinend eine einfache Zahnarztpraxis.

Zutritt zur medizinischen Versorgung bzw. Ambulatorium bzw. Apotheke haben Bürger/innen und Einwohner/innen SCV, auch Arbeitnehmer/innen SCV. Es ist in speziellen Fällen möglich, dass sich Römer/innen untersuchen lassen und gegen Rezept in der Vatikanapotheke Medikamente beziehen können.

OR Nr. 18 vom 3. Mai 2013, S. 3
Vatikanische Ärzte behandeln Kinder in Vietnam

Vatikanstadt. Das vatikanische Kinderkrankenhaus „Bambino Gesù“ (Gianicolo) weitet seine Hilfsangebote für Kinder in Vietnam aus. Die Klinik ha gemeinsam mit dem Kinderkrankenhaus „National Hospitel for Pediatrics“ in Hanoi ein intensivere Zusammenarbeit bei der Behandlung von 2’000 Kindern mit Missbildungen im Genitalbereich und an den Urinwegen sowie mit Nierenversagen vereinbart. Das Projekt solle gewährleisten, dass die Betroffenen fachgerecht untersucht würden. Zudem solle es chirurgische Eingriffe und eine Dialyse (Blutwäsche) ermöglichen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden medizinischen Einrichtungen besteht schon seit einigen Jahren. Ärzte des vatikanischen Krankenhauses seien in dieser Zeit bereits 20 Mal nach Hanoi geflogen, um Fortbildungsprogramme für einheimische Ärzte durchzuführen, berichtet der vatikanische Pressedienst Fides.
Siehe auch →Ambulatorium   →Gewerkschaften

Mensa (Verpflegungsstellen im Vatikan)

Siehe →Verpflegungsstelle

Menschenhandel

OR Nr. 4 vom 25.01.2019, S. 4
Der Vatikan hat am 17.01.2019 eine Orientierungshilfe zum Kampf gegen Menschenhandel veröffentlicht. Die 38-seitige Handreichung wurde von der Sektion für Migranten und Flüchtlinge im Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen herausgegeben und richtet sich an Diözesen, Orden, Pfarreien sowie an katholische Bildungseinrichtungen und andere kirchliche Institutionen. Im Dokument werden Eckpunkte für die Planung, Umsetzung und Evaluierung von Massnahmen gegen Schlepperei und Ausbeutung von Migranten benannt. Zum koordinierten Vorgehen gegen Menschenhandel wird unter anderem eine engere Zusammenarbeit zwischen katholischen Diözesen der Herkunfts- und Zielländer vorgeschlagen. Um das Schlepperwesen zu unterlaufen, seien mehr legale Einreisemöglichkeiten sowie bessere Informationen für Migranten notwendig.

Kirche heute 8/2019 Februar, S. 2
Mehr Engagement gegen Menschenhandel

Papst Franziskus hat in einer Videobotschaft zum Weltgebetstag gegen Menschenhandel zu mehr Engagement im Kampf gegen Menschenhandel aufgerufen. Auch heute gebe es noch Sklaverei auf der Welt, „so viel oder vielleicht sogar mehr als früher“, sagte der Papst. Franziskus hatte 2015 einen internationalen Gebetstag gegen Menschenhandel ausgerufen, der jährlich am 8. Februar weltweit von Katholiken begangen werden soll. Damit will die Kirche gegen die global wachsenden Verbrechen der modernen Sklaverei mobilisieren.

OR Nr. 41 vom  11.10.2019, S. 3
Einsatz gegen Menschenhandel

Vatikanstadt. Bei einer Audienz für das Netzwerk „Talitha Kum“ lobte Papst Franziskus Ordensfrauen aus aller Welt für ihren Einsatz an vorderster Front. Sie seien eine Avantgarde kirchlichen Engagements gegen „die Plage des Menschenhandels“. Zugleich forderte er weitere Gemeinschaften. auch von Männern, auf, sich diesem Einsatz anzuschliessen. Jenen, die mit dem Hinweis auf interne Probleme zögerten, sollten sie „vom Papst ausrichten: Innere Probleme lösen sich, wenn man auf die Strasse hinausgeht, dann kommt frische Luft rein.“ Das 2001 auf Initiative von Ordensoberinnen entstandene Netzwerk traf sich vom 21. bis 27.09.2019 zu seiner ersten Generalversammlung in Rom.

Menschenrechte

  Allg. Erklärung der Menschenrechte, 1948

bz Basellandschaftliche Zeitung vom 24.09.2007, Hans Küng:
Der Vatikan war bis heute nicht in der Lage, die Menschenrechts-Erklärung des Europarates zu unterzeichnen, wiewohl man in Rom sonst immer daran interessiert ist, bei internationalen Konferenzen und Abmachungen beteiligt zu werden.

Hätte der Vatikan die Menschenrechtserklärung unterzeichnet, müssten ganz andere Normen bei Verfahren gegen Oppositionelle innerhalb der Kirche eingehalten werden. Dazu gehören vor allem solche wichtige Punkte wie die Frage des rechtlichen Gehörs, der Akteneinsicht usw., kurz alles, was Rom beispielsweise mir die ganze Zeit verwehrt hat. WA: Siehe dazu der Basellandschaftliche Gerichtsentscheid im Falle Bischof Koch/Pfarrer Sabo (Sommer 2007) zugunsten Sabos. Ihm wurde das rechtliche Gehör beim Bischof nicht zugestanden, was das Gericht missbilligte.

Hans Küng, Erkämpfte Freiheit, S. 493:
Die Verfahrensweisen der Glaubenskongregation widersprechen den „Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte“ durch die Vereinten Nationen (10.12.1948), Artikel 10: „Jedermann hat in voller Gleichheit das Recht auf eine faire und öffentliche Untersuchung durch ein unabhängiges und unparteiisches Gericht zur Beurteilung seiner Recht und Pflichten und jeglicher gegen ihn gerichteten Anschuldigung.“ Und Artikel 11.1: „Jedermann, der eines strafbaren Vergehens angeklagt ist, hat das Recht, als unschuldig betrachtet zu werden, bis seine Schuld bewiesen ist, nach dem Gesetz in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle zu seiner Verteidigung notwendigen Rechtsmittel hatte.“

HK, Ist die Kirche noch zu retten?, S. 221:
Erst die Aufklärung räumte mit den Barbarismen (Inquisition, Häresie) der Folter und des Feuertodes für Ketzer auf. Aber die römische Inquisition besteht unter verändertem Namen („Sanctum Officium“, „Kongregation für die Glaubenslehre“) und mit psychischen Foltermethoden weiter und verfügt heute über digitale Registriermethoden. Doch verfährt sie immer noch nach ihrem mittelalterlichen Grundsatze – einer der Gründe, warum der Vatikan der Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950, die auf einem Mindestniveau die Einhaltung der Menschenrechte gewährleisten soll, nicht beitreten darf.

Kath. Wochenzeitung Baden 39/2018 September, S. 10
Glencore ist Spitzenreiter im Hilfswerks-Ranking der Übeltäter

Der Rohstoffkonzern Glencore mit Sitz in Zug/CH kommt am schlechtesten weg  betreffend Verletzung von Menschenrechten und Umweltstandards. Das stellen „Fastenopfer“ und „Brot für alle“ in einer Analyse des Verhaltens von Schweizer Unternehmen von 2012 bis 2017 fest.
Mit Abstand am meisten Probleme verursachten die Rohstoffkonzerne, schreiben die beiden kirchlichen Hilfswerke in einer Mitteilung vom 13.09.2018. 19 der untersuchten Fälle – oder 29 % – stammten aus dieser Branche. Darunter sei der Zuger Rohstoffkonzern Glencore mit 11 Fällen „der klare Spitzenreiter im Ranking (Bewertung)  der Übeltäter“. Die Hilfswerke verweisen auf die gutdokumentierten Probleme rund um Glencors Minen in der Demokratischen Republik Kongo und in Kolumbien. Dabei gehe es um die Verschmutzung von Wasser und Böden sowie um soziale Konflikte aufgrund von Umsiedlungen oder der Kriminalisierung von Protesten.  Die Branchen Banken und Nahrungsmittelindustrie stehen mit je 7 Fällen auf dem zweiten Platz im Ranking der Hilfswerke. Die angeprangerten Schweizer Firmen verursachen laut Mitteilung hauptsächlich Umweltverschmutzungen (21 % der Fälle), aber auch die Arbeitsrechte und die Arbeitssicherheit würden zu wenig beachtet. Die Ergebnisse sind schockierend. (…)

Diffamierungen →Päpste, Johannes Paul II.

OR Nr. 40 vom 5. Oktober 2012, S. 4:
Der Vatikan hat die internationale Gemeinschaft zu einem wirksameren Schutz der Menschenrechte aufgefordert. Diese dürfe sich nicht nur darauf beschränken, von Staaten ein demokratisches Zustandekommen von Gesetzen zu verlangen, sondern müsse auch inhaltliche Anforderungen an die Gesetzgeber stellen, heisst es in einer Rede von Erzbischof Dominique Mamberti, Sekretär für die Beziehungen mit den Staaten, bei der 67. UNO-Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York.  Die unveräusserliche Würde und der Wert jedes Menschen dürften durch kein Gesetz, keine soziale Übereinkunft und kein internationales Abkommen in Frage gestellt werden, so der Erzbischof.

OR Nr. 50 vom 14.12.2018, S. 1
Mahnung zum Schutz der Menschenrechte

Vatikanstadt. Zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat Papst Franziskus eine eindringliche Mahnung an Regierende gerichtet. Menschenrechte müssten im Zentrum der Politik stehen. Dies gelte auch gegen herrschende Trends für die Entwicklungspolitik, betonte der Papst in einer am 10.12.2018 veröffentlichten Botschaft. Den Schutz der Menschenwürde verlangte Franziskus besonders für die verletzlichsten Glieder der Gesellschaft, etwa ungeborene Kinder oder Notleidende.
Auch 70 Jahre nach ihrer feierlichen Proklamation (Aufruf) stehe die Anerkennung der Menschenrechte vielerorts in Zweifel, beklagte der Papst. In der Welt bestünden weiter zahlreiche Formen von Ungerechtigkeit, gefördert von einer verengten Sicht des Menschen und einer ausbeuterischen Wirtschaft. Während ein Teil der Menschheit im Überfluss lebe, sehe ein anderer seine Würde missachtet und mit Füssen getreten, so der Papst. Franziskus nannte als Beispiele Kinder, denen das Recht, geboren zu werden, verwehrt werde, und Menschen, die keinen Zugang zu den Mitteln für ein Leben in Würde hätten. Weiter verwies er auf angemessene Bildung und Arbeitsbedingungen, auf den Strafvollzug und Rechtsstaatlichkeit. Weiterhin würden  Personen aufgrund ihrer Rasse oder ihrer ethnischen (Kultur- und Lebensgemeinschaft einer Volksgruppe), nationalen oder religiösen Zugehörigkeit diskriminiert (herabgesetzt) und Gewalt ausgesetzt.
Der Papst richtete seine Botschaft an eine internationale Konferenz, die am 10. und 11. Dezember 2018 in der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom die Geschichte der Menschenrechte in den vergangenen Jahrzehnten analysierte. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10.12.1948 von den Vereinten Nationen verkündet.

→Ehe, gleichgeschlechtliche

Messe, Heilige

                    Das letzte Abendmahl. Altartafel von Duccio di Buonsegnia, 1308-1311

Katholische Wochenzeitung 30-32 2014, Juli, S. 10
Kardinal Tagle: „Guten Morgen“ in der heiligen Messe überflüssig

Begrüssungen wie „Guten Morgen“ haben in der heiligen Messe keinen Platz. Dies sagte Kardinal Luis Antonio Tagle, der Erzbischof von Manila, in seiner Predigt zu Fronleichnam. Grussformeln dieser Art seien überflüssig, selbst wenn sie einer guten Absicht entspringen würden. Dies berichtete die Online-Ausgabe von CBCP, dem Nachrichtendienst der katholischen Bischofskonferenz der Philippinen. „Ich sehe keinen Bedarf für „Guten Morgen“ und ähnliche Begrüssungsformeln, wenn Gottes reale Gegenwart in der heiligen Eucharistie genügt“, sagte er wörtlich. Die im Messbuch vorgesehene Begrüssung mit „Der Herr sei mit Euch“, sei ausreichend, fügte der Kardinal hinzu. Er forderte die Priester in seiner Diözese auf, die liturgischen Vorgaben einzuhalten. Jeder könne „Guten Morgen“ sagen, aber die Grussformel „Der Herr sei mit Euch“ sei nur in der heiligen Messe zu hören und sei deshalb von besonderer Bedeutung.

Katholische Wochenzeitung 30-32 2014 Juli, S. 10
Eucharistie im Jugendlager

„Ich möchte daher diese Gelegenheit wahrnehmen, um einige Gedanken über die heilige Messfeier mit in den Urlaub zu geben. Ich mache dies nicht zuletzt, weil mir bei den Visitationen der Pfarreien auffällt, dass einige kirchliche Mitarbeiter ein distanziertes Verhältnis zur Eucharistiefeier haben und Sonntage ohne heilige Messe verbringen können. Es kann nicht sein, dass Kinder- und Jugendlager an Wochenenden ohne heilige Messe stattfinden, nicht zuletzt wegen jenen Personen, welche im kirchlichen Dienst stehen und dafür  Verantwortung tragen. Dabei müsste doch eben diese Feier der zentrale Inhalt der Evangelisierung sein, so auch in der für die Zukunft der Kirche bedeutenden Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Denn der /Höhepunkt der christlichen Initiation (Aufnahme in die Gemeinschaft) ist die Teilnahme am heiligen Messopfer und der Empfang der heiligen Kommunion.
(Bischof Vitus Huonder zum Abschluss des Studienjahres 2013/2014 an der Theologischen Hochschule Chur [kipa])

OR Nr. 28 vom 14.07.2017, S. 3
Bestimmungen zur Qualität von Brot und Wein für die Eucharistie

Der Vatikan hat die Bischöfe aufgefordert, „über die Qualität des für die Eucharistie bestimmten Brotes und Weines sowie über jene, die mit der Zubereitung befasst sind, zu wachen“. Dazu müssten sie die Pfarrer anhalten zu überprüfen, wer in ihren Gemeinden für die Bereitstellung von Brot und Wein zuständig sei, und ob die Produkte geeignet seien. Zudem müssten die Bischöfe die Hersteller von Brot und Wein für die Eucharistie über die einschlägigen Vorschriften informieren und über deren Einhaltung wachen. Angesichts „eines geringer werdenden Respekts vor dem Heiligen“ müssten die Bischöfe sicherstellen, dass nur geeignete Produkte verwendet würden und deren Verteilung und Verkauf regeln, heisst es in einem am Samstag, 8. Juli 2017, veröffentlichten Rundschreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung an die Bischöfe der Weltkirche. Um Zweifel an der gültigen Materie der Hostien und des Weins auszuräumen, empfiehlt der Vatikan den Bischöfen, auf geeignete Produkte hinzuweisen, etwa durch die Ausstellung von Zertifikaten. Die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung erinnert an die einschlägigen Vorgaben des katholischen Kirchenrechts. Demnach müssen die Hostien, die für die Eucharistie verwendet wird, ungesäuert, aus reinem Weizenmehl zubereitet und frisch sein. Der Wein muss laut Kirchenrecht naturrein, aus Weintrauben gewonnen und echt sein. Er darf nicht mit anderen Substanzen vermischt werden.
Das von Kardinal Robert Sarah unterzeichnete Schreiben „über das Brot und den Wein für die Eucharistie“ enthält keine Neuerungen. Es bekräftigt und bündelt bereits bestehende Normen.

V.-J. Dieterich, Martin Luther, 2017, S. 30
Das Volk aber hielt man dumm. In der lateinischen Messe wurde vor seinen Augen (ein Franziskanerprediger) „Hokuspokus“ getrieben. Es ist nicht auszuschliessen, dass dieser Begriff sich ursprünglich aus den Worten bei der Wandlung in der Eucharistiefeier ableitet: „Hoc est enim corpus meum“ („Dies nämlich ist men Leib“). Reformatorisch Gesinnte nahmen diese Volksverdummung literarisch aufs Korn. In einem Dialog zwischen einem Geistlichen und einem alten Mütterlein antwortet dieses auf die Frage, was sie von der Messe begriffen habe: „Herr Gott behüte, was fragt Ihr? Ich habe kein einziges Wort gehört“ beziehungsweise verstanden…

Katholische Wochenzeitung Baden 20/2018 Mai, S. 6
Nach 18 Jahren Stehen kehrt das Erzbistum zum Knien zurück

„Dies würde zur würdigen Teilnahme an der heiligen Messe führen und unsere Verehrung der heiligen Eucharistie fördern.“
Due US-amerikanische Erzdiözese Portland wird ab Fronleichnam (3. Juni) wieder zum Knien der Gläubigen nach dem „Agnus Dei“ zurückkehren. Diese Entscheidung wurde von Erzbischof Alexander Sample getroffen.
Die Information dazu veröffentlichte das Erzbistum auf seiner Homepage. „Diese Änderung wird uns mit der Weltkirche, der Mehrheit der US-amerikanischen Bistümer und der anderen Diözesen des Bundesstaates Oregon, Bistum Baker, vereinigen. Noch wichtiger ist, dass dies zur würdigen Teilnahme an der heiligen Messe führen und unsere Verehrung der heiligen Eucharistie fördern wird.“ Die Gläubigen sollen bis zum Kommunionempfang knien. Weiterhin empfiehlt das Erzbistum die Tradition, auch nach dem Kommunionempfang zu knien, bis der Priester zu seinem Sitzplatz zurückgekehrt ist. Ausdrücklich legt das Erzbistum fest: Jene, die wegen einer Krankheit oder einem anderen Hindernis nicht knien können, sollen sich hinsetzen, damit sie nicht die Sicht jener behindern, welche knien.“
Das Erzbistum Portland hatte die Gläubigen im Jahr 2000 informiert, dass sie nach dem „Agnus Dei“ stehenbleiben sollen.

Kath. Wochenzeitung Baden 34/2018 August, S. 4
Bischof verbietet Kommunionsfeiern in seinem Bistum

Gottesdienste mit Kommunionsspendung ohne Priester dürften nicht als gleichwertiger Ersatz für die heilige Messe gesehen werden. Falls kein Priester verfügbar sei, solle eine Feier ohne Kommunionsspendung abgehalten werden, bestimmt Bischof Vasa von Santa Rosa/USA. (…)

Kath. Wochenzeitung Baden 14/2019 April, S. 4, Peter Winnemöller
Die Infanterie rückt auf die heilige Messe vor

Das desaströse (katastrophale) theologische Verständnis von der heiligen Messe des Erfurter Liturgiewissenschaftlers Benedikt Kranemann.
Nun ist die Messe dran. Man könnte wahrlich zur Ansicht gelangen, die apokalyptischen (weltendähnlichen) Reiter hätten ihre Infanterie in Gestalt deutscher Theologen ausgesandt. Nachdem der erste Artilleriebeschuss aus dem Episkopat in Gestalt des „Synodalen Weges“ für Angst und Schrecken sorgte, ist nun das theologische Fussvolk am Zug, das destruktive  Werk fortzusetzen. Das verbale Marodieren (plündernde Nachzügler) nimmt seinen Lauf.
Der Erfurter Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann  erklärte im Rahmen eines Vortrages, wie auch die Liturgie der Kirche seiner Ansicht nach zum sogenannten „Missbrauch“ beitrage. Es ist nicht neu. Das Leiden der Kirche unter dem in der Vergangenheit gehäuft aufgetretenen kriminellen Päderasmus (Homosexuelle mit besonders auf männliche Jugendliche gerichteten Sexualempfinden)  katholischer Kleriker wird von zahlreichen Kräften im Innern und Äussern der Kirche für die jeweilige Agenda ge- oder auch missbraucht. Hier ist die heilige Messe dran. Dran sind auch die Priester, die wohl am wenigsten in Gefahr sein dürften, kriminell zu werden. Die Nachrichtagentur KNA zitiert Kranemann mit der absurden (sinnwidrigen) Frage, inwieweit die tagtäglich gefeierte Liturgie ein Amts- und Rollenverständnis, vor allem von Priestern, präge, das möglicherweise dazu beitrage, dass Menschen anderen gegenüber Machtfantasien entwickelten und sie auch auslebten, bis hin zur Beschädigung der körperlichen und seelischen Integrität. Das muss man erst einmal verdauen. Spätestens seit dem Weltjugendtag 2005 in Köln, der die Eucharistie und die Eucharistische Anbetung neu in den Mittelpunkt gerückt hat, dürfte auch der letzte Trottel kapiert haben, dass eine Erneuerung der Kirche nur von der Eucharistie ausgehen kann. Die Feier der heiligen Messe jetzt unter Ausnutzung des Missbrauchs sturmreif schiessen zu wollen, ist in sich logisch. Die Verwirrungen der Menschen, die nicht zuletzt durch einen fünfzigjährigen Ausfall der Katechese mitausgelöst wurden, führten dazu, dass die liturgische Praxis in den Gemeinden heute im Keller ist. Gerade einmal knapp 10 % der Katholiken besuchen regelmässig am Sonntag die heilige Messe. Die Werktagsmessen sind so schlecht besucht, dass man statt über Messstipendien lieber über Schmerzensgeld für Priester nachdenken sollte, die hier treu bleiben. (…)

Kath. Wochenzeitung Baden 35/2019 August, S. 6, Josef Jung
Wo kann man noch zur Messe gehen, ohne dass der Glaube beleidigt wird? – 
Am Beispiel Münchens

Es ist ein Phänomen, das mit grossem Schmerz erfüllt, über iea man aber nicht schweigen, sondern schreien muss: Es gibt viele Messen, in die man gar nicht mehr gehen kann, weil Priester die Predigt oder sogar das Hochgebet selbst missbrauchen, um den Glauben anzugreifen, zu beleidigen und eigene Irrlehren zu verkünden.
Der Missbrauch der Messe ist mittlerweile Alltag. Um so wichtiger: zu wissen, wo das NICHT der Fall ist, wo man guten Gewissens zur Messe gehen kann und eine Stärkung statt Schwächung des Glaubens erlebt.
Immer gilt: Alte Messe. In der Alten Messe habe ich noch nie eine skandalöse Predigt oder ein verändertes Hochgebet erlebt.
Ausserdem ist die Messe wegen ihrer Form und Texte aus sich heraus bestens geeignet, um die katholische Frömmigkeit  zu bewahren und zu stärken. In München gibt es die Damenstiftskirche „St. Anna“, eine Filialkirche von „St. Peter“ – betreut von der Piusbruderschaft St. Petrus.  Dann gibt es natürlich auch noch das Priorat St. Pius X. und die Kirche „Patrona Bavariae“.  – Dank der Piusbruderschaft ist die Alte Messe nach der Liturgiereform von 1969/70 wieder ion München daheim.
Eine Kirche darf natürlich auf keinen Fall vergessen werden: der „Alte St. Peter“. „St. Peter“ am Marienplatz ist die älteste Kirche Münchens, hat noch einen Hochaltar, ist von der Münchener Volksfrömmigkeit geprägt. Hier wird rechtgläubig gefeiert und gepredigt, daher: klare Empfehlung. Die Dominikaner feiern  die heilige Messe in der „Theatinerkirche“.  (…)

Kath. Wochenzeitung 43/2019 Oktober, S. 6
Peter Handke; „Ich gehe gerne in die heilige Messe“

Der neue Literaturnobelpreisträger lobt das Heilige der Kirche und ist von der Wandlung bei der heiligen Messe sehr bewegt. Lob gibt es auch für den Rosenkranz.
„Ich gehe gerne in die heilige Messe. In leeren Kirchen, da kommt man sich so wie ein Besichtiger vor. Ich mag Kirchen nicht besichtigen.“ Dies meinte Peter Handke, der neue Literaturnobelpreisträger vor einigen Jahren in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“.
Auf die Frage, ob das Heilige für ihn wichtig sei, meinte Handke: „Ja, das ist essentiell (wesentlich), ja. Die Messe, das Evangelium, die Apostelbriefe oder eine Lesung aus dem Buch Jesaja, das bewegt mich. Vor allem die Wandlung, wenn die Mitvergangenheit kommt. Die ganze Messe ist ja in der Gegenwart, eine Feier ist ja immer Präsens. Und plötzlich: Am Abend, bevor er gekreuzigt wurde, nahm er das Brot, brach es, zeigte es seinen Jüngern…“
Lob von Handke gibt es auch für den Rosenkranz. Diese Monotonie, das Meditative in einer Kirche können schön sein. Es sei auch nicht gegen die Vernunft, sondern erhöhe diese.

Meyer C. F., Sie kommen mit dröhnenden Schritten…

→P, Päpste, ihre Pontifikate: K – Z, Leo XIII.

Mezzanin, das

http://de.wikipedia.org/wiki/Mezzanin

Palazzo Porto in Vicenza/I – Mezzanin unter dem Dachgeschoss

Mezzanin über dem Erdgeschoss (G)

Ein Mezzanin (von italienisch: mezzo = halb) ist ein Halb- oder Zwischengeschoss eines mehrstöckigen Gebäudes. Es ist deutlich niedriger als die Vollgeschosse, namentlich als Halbgeschoss oder Zwischengeschoss bei mehrstöckigen Gebäuden bezeichnet.

Das Mezzanin hat eine geringere Höhe und gegebenenfalls auch eine geringere Fläche als die Vollgeschosse des Gebäudes. Meistens befindet es sich entweder als letztes Geschoss ohne Dachschräge unter dem Dach, z. B. als Dienstbotenwohnung, oder als Zwischengeschoss zwischen Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss. – Wenn ein Mezzanin im Gebäudeinnern an einen über mehrere Geschosse gehenden Saal angrenzt, kann es mittels einer Empore an diesen angebunden werden. Aus diesem Grunde wird im Englischen die Bezeichnung „mezzanine“ vor allem auch für Emporen verwendet.

Um steuerrechtliche Bestimmungen wie die der Stockwerksteuer zu umgehen, wurde das Mezzanin beispielsweise in Wien um 1900 verwendet, um die Stockwerkszahl auf dem Papier gering zu halten. Durch Einfügen von nominalen Zwischengeschossen wie dem Halbstock, Tief- (auch Souterrain genannt) Halb- und Hochparterre und einem Mezzanin wurde die Anzahl der Geschosse erhöht, ohne die Auflagen einhalten zu müssen, die mit zusätzlichen Vollgeschossen verbunden gewesen wären. Diese Art des Bauens findet man unter anderem auch im Wiener Rathaus.

In der Schweiz hat das Mezzanin keine steuertechnische Bedeutung.

AS, Vatikanistan, S. 210:
Dem Papstbruder, Georg Ratzinger, wurde im  Mezzanin oberhalb des 4. Stockwerkes des →Papstpalastes (kleine, ’schwarze‘ Fenster) eine Appartement eingerichtet, nämlich Wohnzimmer, Schlafraum und Bad. Bruder Georg Ratzinger wohnt also bei seinem Vatikanaufenthalt im oberen Mezzanin der Papstwohnung, gleich wie die Sekretäre des Papstes. Im Mezzanin unterhalb der Papstwohnung (kleine, ’schwarze‘ Fenster) hat man Archive eingerichtet. →Papstpalast (Bild)

Mietwohnungen in der Stadt  Rom

Über unzählige Mietwohnungen soll der Vatikan in Rom verfügen, einmal hört man von mehreren Hundert,  das andere Mal von über 3’000. Der Hauskomplex gegenüber dem Schweizerquartier (Ecke Via di Porta Angelica/Piazza Città Leonina) gehört dem Vatikan. Ehemaliger Mieter: Joseph Ratzinger. Nach seiner eigenen Aussage leben dort zzt. 7 Kardinäle und 2 Bischöfe. Sie würden keine Mieten bezahlen.
→Immobilien          →Nuzzi

Migranten, Flüchtlinge

OR Nr. 43 vom 26.10.2018, S. 3
Solidaritätsmahl vor dem Petersdom

Eine grosse Tafel als Zeichen der Solidarität mit Migranten und Flüchtlingen haben Hilfsorganisationen am Wochenende vor dem Petersplatz aufgebaut. An dem 270 Meter langen Tisch in der Via della Conciliazione, die direkt zum Petersplatz führt, bekamen 650 Bedürftige am Samstag, 20.10.2018, ein kostenloses Mittagessen. Die Initiative „Tavolata romana senza muri“ („Römischer Tisch ohne Mauern“) wolle „angesichts des epochalen Dramas der Migranten“ zeigen, dass Rom „keine Angst vor religiösen und kulturellen Unterschieden hat, sondern sie als Reichtum begreift“, sagte Sabrina Alfonsi, Leiterin des römischen Stadt-Bezirkes Municipio 1, im Gespräch mit dem vatikanischen Nachrichtenprotal Vatican News.
Die Aktion, die erstmals in Rom stattfand, wurde vom italienischen Verband christlicher internationaler Freiwilligendienste „Focsiv“ organisiert. „Wir haben den römischen Tisch ins Leben gerufen, um zu sagen, dass Rom aufnehmen und integrieren kann, dass Zusammenleben und Austausch von Sprachen, Essen, Traditionen und Erlebnissen möglich sind, ohne jemanden auszugrenzen“, sagte „Focsiv“-Pressesprecherin Giulia Pigliucci Vatican News. An den langen Tischen auf der direkt zum Petersplatz führenden Via della Conciliazione fanden Flüchtlinge und Migranten Platz; neben Essen gab es Strassenkunst und Musik. Rund 200 Freiwillige kümmerten sich um die Organisation vor Ort. Den Veranstaltern zufolge beteiligten sich mehr als 70 Organisationen an der Initiative, darunter auch evangelische Kirchen, Waldenser und Muslime.

Kirche heute 47/2018 November, S. 3, Vera Rüttimann, kath.ch
Christen, Muslime und Juden gemeinsam für Flüchtlinge
Schweizerische Religionsgemeinschaften sprechen mit einer Stimme für einen besseren Flüchtlingsschutz

Christen, Muslime und Juden erheben erstmals in der Schweiz gemeinsam ihre Stimme für Flüchtlinge. Die gemeinsame Erklärung der 6 Mitglieder des Schweizer Rates der Religionen formuliert 5 Appelle:

  • Schutz vor Ort
  • Legale Fluchtwege
  • Faire und effektive Asylverfahren
  • Integration und
  • Rückkehr in Würde

Es war ein feierlicher Akt als die hochrangigen Vertreter der 3 grossen Religionen am 07.11.2018 ihre Tinte im Empiresaal des Restaurants zum Äusseren Stand in Bern unter die interreligiöse Erklärung setzten. Der Bischof der Christkatholischen Kirche Schweiz (CKS) und Vorsitzende des Schweizerischen Rates der Religionen, Harald Rein, sagte in seinem Eingangswort: „Mit diesem Papier soll ein starkes Zeichen gesetzt werden“:
– Stellung beziehen ist Pflicht (…)
– Flüchtlinge sind keine virtuellen Bilder (…)
– Das tote Kind am Strand
– Religion bedeutet Heimat (…)

OR Nr. 47 vom 23.11.2018, S. 4
Der Vatikan hat seine Unterstützung für die Flüchtlinge und Migrationspakte der Vereinten Nationen bekräftigt. Daher schmerze es, „festzustellen, dass einige Länder sich aus dieser Diskussion zurückziehen“, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin am Abend des 15.11.2018 bei einem Vortrag in Rom. In seinem Beitrag verteidigte Parolin den Einsatz des Vatikans für eine offene Flüchtlings- und Migrationspolitik. Diese müsse aber begleitet werden von einer klugen Integrationspolitik, die den Fähigkeiten der jeweiligen Aufnahmeländer entspreche.

OR Nr. 49 vom 07.12.2018, S. 4
Aus Sicht von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin wird das Thema Migration zu negativ gesehen. Es gebe einen Hang, Straftaten unter Beteiligung von Migranten und Flüchtlingen zu betonen, heisst es in einem Vorwort Parolins zu einem neuen Buch über Einwanderung. „In der Debatte über die Beziehung von Migration und Entwicklung ist der Beitrag der Migranten für den Fortschritt der Zielländer nicht anerkannt worden“, schreibt der Kardinal. Es habe schon immer Migrationsbewegungen gegeben. Diese seien damals wie heute eine Bereicherung für die Gesellschaft. Das am 26.11.2018 vorgestellte Buch „Immigration“: Understanding and Proposals“ versammelt Beiträge von Wissenschaftlern der Päpstlichen Universität Gregoriana. Herausgegeben wurde es in Zusammenarbeit mit der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung.

OR Nr. 5/6 vom 01.02.2019, S. 4
Aus dem Vatikan in Kürze: Zu einem „klugen Mittelweg“ riet Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erneut in Bezug auf das Thema Migration. Aufgabe der Politik sei es, zu regieren und Probleme zu lösen, „ohne Ängste zu schüren, die dann Quelle von Hass und Gewalt werden“. Barrieren zu errichten sei genauso falsch wie eine Aufnahme von Migranten ohne wirksame politische Integrationsmassnahmen. Es brauche eine „intelligente Zusammenarbeit zur Sicherheit aller, der Migranten, die aufgenommen werden, wie der Staaten, die aufnehmen“, so Parolin in einem Interview, das die Presseagentur SIR am 23.01.2019 veröffentlichte.

OR Nr. 7i vom 15.02.2017, S. 4
In einer privaten Begegnung ist der Papst am 08.02.2019 mit den Bürgermeisterinnen von Madrid und Barcelona zusammengetroffen. Es ging vor allem um Fragen zur Aufnahme und Integration von Migranten. An dem Gespräch nahm auch der Gründer der spanischen Hilfsorganisation „Open Arms“, Oscar Camps, teil. Die Organisation hatte für den 9. Februar zu einem Treffen spanischer und italienischer Bürgermeister in Rom eingeladen, bei dem über die Herausforderungen angesichts der veränderten Migrationspolitik der EU beraten wurde.

OR Nr. 18 vom 03.05.2019, S. 4
Zur Unterstützung der in Mexiko gestrandeten Migranten hat Papst Franziskus 500’000 US-Dollar bereitgestellt. Der Beitrag sei gedacht für 27 Projekte in 16 mexikanischen Diözesen und Ordensgemeinschaften, in denen die aus Mittelamerika kommenden Migranten unterstützt und versorgt werden, heisst es in der Mitteilung des vatikanischen Amtes für den Peterpfennig vom 27.04.2019. Das Geld fliesse in die Bereitstellung von Unterkünften, Nahrungsmitteln und anderer Notwendigkeiten des täglichen Lebens.

Militärisches Korps (Schweizergarde in der Vatikanstadt)

Die Päpstliche Schweizergarde wird nach der Personalordnung des Heiligen Stuhles als „Militärisches Korps“ bezeichnet. Sie ist keine Armee und eben nicht die „Kleinste Armee der Welt“.
→Ae-Az: Nebenregister ‚Armee, die kleinste (eine Korrektur)‘. Ein Aufsatz.

Militärstrafgesetz, Schweizerisches, reicht in den Vatikan

Schweizer Bürger leisten im Vatikan, also im Ausland, fremde Dienste. Das wäre nach Schweizerischem Militärstrafgesetz strafbar. Da dieses im Vatikan bezeichnete militärische Korps (nicht Armee) in der Schweiz als einfache Wachpolizei gehandelt wird, gemäss Schweizerischem Militärstrafgesetz, Art. 94, ist dieser fremde Dienst straffrei. Ein Eintritt in die Garde des Vatikans erfordert also auch nicht die Zustimmung des Bundesrates. Aber die verpassten Wiederholungskurse der Armee müssen nachgeholt werden.
→Schweizergarde

Ministrantinnen/Ministranten

KWZ Nr. 24 vom 17.06.2011:
Ministrantinnen bleiben im ausserordentlichen Ritus verboten.

Die Päpstliche Kommission „Ecclesia Die“ hat dies ausdrücklich bestätigt. Ministrantinnen bleiben in der ausserordentlichen Form der Liturgie weiterhin unerlaubt. Der Rundbrief der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentsordnung von 1994 „Notitiae 30″, welcher weibliche Messdiener erlaubt, ist nicht für die ausserordentliche Form gültig.

OR Nr. 24 vom 17.06.2011:
… Da die Liturgie in der Form von 1962 noch keine Ministrantinnen vorsah – offiziell wurden sie vom Vatikan erst 1994 bestätigt, – könnten sie in dem jetzt wieder breiter zugelassenen Ritus nicht zum Einsatz kommen.

OR Nrn. 32/33 vom 8. August 2014, S. 1

50’000 Messdiener aus den Diözesen Deutschlands, aus Österreich und Lettland nahmen an der Ministrantenwallfahrt nach Rom teil. Die bunte Gemeinschaft traf am Dienstagnachmittag, 5. August 2014, mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz zusammen. Nach dem gemeinsamen Abendgebet stellten vier Vertreter der Gruppe dem Heiligen Vater eine Frage, auf die er antwortete.

S. 3: Impulse für die Suche nach dem Glauben. „Benvenuti a Roma“ hiess es in der vergangenen Woche für insgesamt fast 50’000 Ministrantinnen und Ministranten, die an der Wallfahrt der deutschen Diözesen nach Rom teilnahmen. 25 Erzbischöfe, Bischöfe und Weihbischöfe aus Deutschland haben die Messdiener im Alter von 13 bis 18 Jahren auf ihrem Weg durch die Woche begleitet.  Auch Österreich war bei der Wallfahrt stark vertreten. Rund 1’000 Kinder und Jugendliche kamen aus der Erzdiözese Wien und der Diözese Linz. Begleitet wurden die österreichischen Ministranten vom Wiener Weihbischof Franz Scharl und dem Wilheringer Abt Reinhold Dessl. Zudem waren 50 Messdiener aus Lettland mit von der Partie. Unter dem Motto „Frei! Darum ist es erlaubt, Gutes zu tun“ begaben sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Pilgerwege, die sie u. a. zu den Apostelgräbern der heiligen Petrus und Paulus führten. Sie erlebten Impulsangebote zur Vertiefung des geistlichen Gehalts des Mottos und Gottesdienste ihrer Pfarreigruppen. Besichtigungen und Ausflüge rundeten das facettenreiche Programm in der Ewigen Stadt ab, das die in der Jugendpastoral Verantwortlichen vorbereitet hatten.

OR Nr. 30/31 vom 27.07.2018, S. 3
Vorfreude auf Ministrantenwallfahrt zum Papst

Es dürfe die grösste deutsche Reisegruppe in diesem Sommer sein: Vom 30.Juli bis 3. August 2018 sind 60’000 Messdienerinnen und Messdiener aus Deutschland in Rom – bei der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt unter dem Motto „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Höhepunkt des Treffens wird eine Sonderaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz sein. (…)

Kirche heute 33/2018 August, S. 2
Minis feiern in Rom

Über 60’000 Ministranten aus 18 Ländern, darunter auch über 300 Jugendliche aus der Schweiz, nahmen am 31. Juli 2018 an einer Begegnung mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom teil. Es war der Höhepunkt der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt. Papst Franziskus ging mehrfach auf das Motto des Treffens „Suche Frieden und jage ihm nach“ ein. „Wir sind vereint im Glauben an Jesus Christus, wir reisen mit dem, der unser Friede ist“, sagte der Pontifex. Den Ministranten und Ministrantinnen riet Franziskus: „Die Suche nach Frieden beginnt mit den kleinen Dingen.“

 

1Z0-064 >>
70-417 >>
A00-211 >>
300-208 >>
1Z0-809 >>
MB2-707 >>
70-462 >>
070-412 >>
1Z0-517 >>
412-79 >>
1K0-001 >>
HP0-J73 >>
74-343 >>
70-494 >>
300-206 >>
CISA >>
1Z0-482 >>
VMCE_V8 >>
HP2-N46 >>
210-060 >>
70-385 >>
NS0-506 >>
C2060-220 >>
400-201 >>
GCIH >>
70-482 >>
642-999 >>
070-465 >>
300-209 >>
312-49V8 >>
VCP550 >>
OG0-091 >>
1Z0-533 >>
M70-301 >>
220-802 >>
642-998 >>
70-496 >>
BCCPA >>
MB5-705 >>
70-533 >>
70-692 >>
400-051 >>
2V0-620 >>
C2180-401 >>
352-001 >>
E20-007 >>
PMP >>
API-580 >>
ICBB >>
C9560-505 >>
ICGB >>
70-461 >>
ITILFND >>
642-732 >>
70-486 >>
300-320 >>
700-104 >>
642-887 >>
MB2-700 >>
70-486 >
200-120 >
1z0-809 >