Mup bis Mz

Museen, Vatikanische
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Eintritts-Billette zum Voraus bestellen: www.rome-museum.com
Telefon Sekretariat: 0039 06 698 833 32

Meldung OR Juli 2007:
Von St. Anna bzw. der Porta Angelica soll ein unterirdischer Eingang zu den Museen führen, um die langen Kolonnen vor dem jetzigen Museumseingang zu vermeiden.
Geschlossen ist das Museum an Sonn- und Feiertagen. Rund 310 Tage offen. 450 Mitarbeiter/innen. Rundgang durch alle Säle: rund 10 km. Diebstähle hier und allgemein im Vatikan: gehen alle über die italienischen Carabinieri und das Finanzamt.

2006 (500 Jahre Museum): 4,2 Millionen Besucher, d. h. rund 13’500 Besucher je Tag.
Bei einem Eintritt von Euro 13 ergibt das  Euro 175’500 Tageseinnahmen = rund CHF 292’000/Tag.

Im Jahr 2006 beliefen sich die Museums-Einnahmen auf total rund Euro 54’600’000 bzw. CHF 90’636’000.

Museumseingang    OLYMPUS DIGITAL CAMERA

L’Osservatore Romano, deutsche Ausgabe 04.01.2008, Nummer 1:
Vom 2. Januar 2008 an können Besucher das Vatikanische Museum von 08.30 bis 18.00 Uhr (um 2 Stunden Verlängerung) besichtigen. Das Eintrittsticket für Besucher kostet aber künftig 14 Euro statt 13 wie bisher. Pilgergruppen und Studenten sind von der Preiserhöhung ausgenommen.

L’Osservatore Romano, 18.07.08, deutsche Ausgabe:
Mit 4,3 Millionen Gästen im vergangenen Jahr (2007) haben die Vatikanischen Museen einen neuen Besucherrekord erreicht. Damit haben die päpstlichen Sammlungen ein unter allen Gesichtspunkten positives Ergebnis erzielt, wie aus den Angaben der Haushaltsbilanz 2007 hervorgeht. Eine Eintrittskarte ohne Ermässigung kostet Euro 14.00. Die aktuellen Besucherzahlen übertreffen sogar den Höchststand aus dem Jubiläumsjahr 2006. Im 500. Jahr des Bestehens der Vatikanischen Museen waren 42 Millionen Menschen durch die Säle geströmt.

Vatikanische Museum 2007: 4,3 Mio Besucher bei 310 Tagen (geschätzt), ergibt einen Tages-Besucher-Durchschnitt von rund 13’870 Besuchern x Euro 14.00 Eintritt (nicht ermässigt) = Tageseinnahmen von Euro 194’180.00, umgerechnet in CHF mit Kurs 1.62 = CHF 314’570.00/Tageseinnahmen. Jahreseinnahmen 2007: 4,3 Mio Besucher x Euro 14.00 (nicht ermässigt) = Euro 60’200’00.00 = CHF 97’524’000.00.

OR vom 31. Juli 2009:
Zum ersten Mal in ihrer 503jährigen Geschichte waren die Vatikanischen Museen am letzten Freitagabend vier Stunden lang geöffnet. Bereits an der Vorbestellung von 7’000 Eintrittskarten liess sich das rege Publikumsinteresse ablesen. Am Abend selbst wurde dann entschieden, auch den Besuchern ohne Vorbestellung Einlass zu gewähren. Das Ereignis eröffneten um 19 Uhr der Generalsekretär des Governatorates des SCV, Erzbischof Carlo Maria Viganò, und der Vizebürgermeister von Rom. Bis 23 Uhr war es möglich, die Museen im abendlichen und dann bei elektrischem Licht zu erleben. Auch im September und Oktober sollen die Vatikanischen Museen einmal im Monat abends geöffnet werden.

Alexander Smoltczyk, Vatikanistan, S. 127:
Zwischen Gärten und der Unterstadt (east-end) liegt das längste Bauwerk im Staat Vatikan, der gewaltige Doppelriegel des von Donato Bramante für Julius II. (1503-13) entworfenen Vatikanpalast (Museum), in dem sich u. a. die Vatikanischen Museen aneinanderreihen. Der Bau erstreckt sich von der Landesgrenze im Norden, dem achteckigen Belvedere–Turm bis an die Sixtinische Kapelle. Er ist über 320 m lang und besteht aus zwei Flügeln, in deren Mitte Bramante das erste Kulturforum seit der Antike anlegen wollte,  Theater, Museum und Garten in einem, Natur mit  Architektur vereinigendem Prachthof. Leider kam einiges dazwischen. So die Zerstörung Roms, der Sacco di Roma, und die Teilzerstörung der römischen Kirche durch Luther. Dann wollte Sixtus V. (1585-90) einen Bibliotheksflügel haben und liess ihn quer durch Bramantes Elysium legen. So wurde der (nicht öffentliche) Belvedere-Hof abgetrennt. Schliesslich führte auch der neue Museumsflügel (der Braccio Nuovo mit der Skulpturensammlung) von Pius VII. (1800-23) zu einem weiteren Einschnitt, liess in der Mitte den Bibliothekshof entstehen und jenseits des Querriegels den (allen Museumsbesuchern zugänglichen) Hof des Pinienzapfes (Cortile della Pigna).

OR Nr. 18 vom 6. Mai 2011:
Wegen des grossen Erfolges im Vorjahr werden die Vatikanischen Museen ab 6. Mai wieder bis in die späten Abendstunden geöffnet sein. Bis zum 28. Oktober 2011 haben die Besucher die Möglichkeit, die Museen des Papstes ausser zu den normalen Öffnungszeiten auch an jedem Freitag (mit Ausnahme im Monat August) von 19 bis 23 Uhr zu besichtigen. Informationen: www.museivaticani.va

OR Nr. 27 vom 8. Juli 2011:
Der Staat der Vatikanstaat macht 2010 einen Reingewinn von 21,1 Mio Euro (Einnahmen 255,9 Mio, Ausgaben 234,8 Mio). Zu diesem Gewinn hätten vor allem die gestiegenen Besucherahlen in den Vatikanischen Museen beigetragen. →Finanzen 2010 (dort ein ganz anderes Bild wegen Erzbischof Viganò)

OR Nr. 3 vom 20. Januar 2012 (von A. Paolucci, Museumsdirektor)
Die Schallmauer von 5 Millionen Museums-Besuchern ist durchbrochen

Die Vatikanischen Museen haben die Schallmauer von jährlich 5 Millionen Besuchern durchbrochen. Am vergangenen 31. Dezember 2011 um Mitternacht hatten im Verlauf  des Jahres 2011 insgesamt 5’078’004 Personen die Museen des Papstes betreten. Es handelt sich objektiv um eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass die Uffizien, das berühmteste und meistbesuchte Museum für alte Kunst Italiens, in einem Jahr „nur“ 1,5 Millionen Besuchern Zutritt gewähren kann.

In Europa spielen die Vatikanischen Museen in derselben Liga wie der Louvre (das bei weitem meistbesuchte Museum mit seinen 8,5 Millionen verkauften Eintrittskarten, das British Museum in London, die Eremitage in Sankt Petersburg und der Prado in Madrid). (…)

Bei 5 Millionen Besuchern ist ein gewisser Verschleiss unvermeidbar. Daher müssen dessen Folgen methodisch und programmatisch angegangen werden. Der praktisch ununterbrochene Besucherstrom durchquert Ausstellungsflure und –räume, Treppen und Gärten und nutzt sie dabei ab, er bringt Abfall, Feuchtigkeit und Staub mit, verschleisst freskierte Wände, Stuckreliefs, Mosaikfussböden oder Einlegearbeiten. Seit 2 Jahren wirken Kampagnen der Staubentfernung an den Kunstwerken und eine Überwachung und Instandhaltung der Rundgänge unter der Leitung des Restaurierungsbüros und durch professionelle Restauratoren mit anerkannter Effektivität den Phänomenen entgegen, die von der massiven menschlichen Präsenz in den Sammlungen verursacht werden. Kurz gesagt, wir sind uns bewusst, was „in den Club der 5 Millionen“ einzutreten für die grossen Museen der Welt bedeutet, bisher unbekannte Probleme zu bewältigen und neue Lösungen zu testen. (…)

OR Nr. 16 vom 20. April 2012:
Vatikanische Museen ab Mai 2012 wieder abends geöffnet

Die Vatikanischen Museen sind vom 4. Mai 2012 an wieder nachts zu besichtigen. Bis zum 13. Juli und dann vom 7. September bis 26. Oktober 2012 öffnet das Museum jeden Freitag zusätzlich von 19 bis 23 Uhr. Eintrittskarten müssen vorab im Internet unter http://biglietteria-musei.vatican.va gebucht werden; letzter Einlass ist um 21.30 Uhr.

OR Nr. 28 vom 13. Juli 2012, S. 3:
Als besondere Einnahmequelle für den Vatikanstaat erwiesen sich im Jahre 2011 die Vatikanischen Museen. Sie überschritten die bisher erlangte Grenze von 5 Millionen Besucher. Die Einnahmen stiegen somit von 82,4 Millionen Euro auf 91,3 Millionen Euro (Staat der Vatikanstadt 2011: Reingewinn von 21,8 Millionen Euro bei 1’887 Mitarbeitenden).

OR Nr. 32/33 vom 10. August 2012, S. 3:$
Besucher der Vatikanischen Museen finden auf ihrem Rundgang künftig auch Seelsorger: Ab August 2012 stehen in den päpstlichen Sammlungen zwei Priester für geistlichen Rat und Gedankenaustausch zur Verfügung, wie der Generalsekretär der Verwaltung des Vatikanstaates, Bischof Giuseppe Sciacca, mitteilte.

OR Nr. 2 vom 10. Januar 2014, S. 9
Besucherrekord macht auch Sorge

Knapp 5,5 Millionen Menschen, mehr als je zuvor, haben im vergangenen Jahr 2013 die Vatikanischen Museen besucht. Diese weitere Rekordmeldung aus dem Vatikan einen Tag nach dem Hinweis auf den „Franziskus-Effekt“ bei Generalaudienzen und Papstgottesdiensten mit mehr als 6,6 Millionen Mitfeiernden betrachtet der Verantwortliche für die päpstlichen Sammlungen, Museumsdirektor Antonio Paolucci, mit Freude, aber auch mit Sorge. Er fragt sich, wie der Ansturm zu bewältigen sei, „wenn zu Ostern und zur Heiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. ungeheure Massen von Katholiken aus der ganzen Welt nach Rom kommen.“ Besucherzahlen dieser Grössenordnung gäben Anlass zu einem „grundsätzlichen Nachdenken“, so Paolucci.  Vorrang müsse die Bewahrung des Kulturerbes haben. Nur mit einem wachsenden finanziellen Aufwand sei es möglich, einem „derart gravierenden und besorgniserregenden Besucherdruck“ zu begegnen. So würden in diesem Jahr Massnahmen eingeführt, um die Sixtinische Kapelle, Hauptattraktion der Museen, vor Staub, Ausdünstung und Temperaturschwankungen zu schützen.

OR Nr. 19 vom 13. Mai 2016, S. 9
Vatikanische Museen abends wieder länger geöffnet

Vatikanische Museen bei Sonnenuntergang: das geht ab Mai wieder. Bis 29. Juli und vom 2. September bis 28. Oktober 2016 sind die Museen immer freitags zusätzlich von 19.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Die Museumsnächte werden durch ein ausgewähltes Live-Musikprogramm ergänzt, das von argentinischem Tango über Gesänge eines russischen Chors aus Moskau bis hin zu Jazz und Klassik reicht.
Die Sonderöffnungszeiten sollen Gelegenheit geben, die Vatikanischen Museen jenseits des täglichen Touristentrubels in den kühleren Stunden nach Feierabend besuchen zu können. Durch die Kombination aus Musik, Kunst und wechselnden abendlichen Beleuchtungen sollen sich nach Wunsch von Museumsdirektor Antonio Paolucci magische Momente in den Museen ergeben.

OR Nr. 41 vom 14.10.2016, S. 2
Bessere Erste-Hilfe-Leistungen im Vatikan

In den Vatikanischen Museen und der Sixtinischen Kapelle wurden Vorkehrungen gegen einen plötzlichen Herztod von Besuchern getroffen. Seit Anfang Oktober sind die kilometerlangen Gänge der päpstlichen Sammlungen mit 18 Defibrillatoren ausgestattet. 300 Aufseher wurden im Gebrauch der Apparate unterwiesen, um im Notfall Personen mit Herzrhythmusstörungen wiederbeleben zu können. Die Schulung übernahm die vatikanische Klinik „Bambino Gesù“, die ihrerseits von der „American Heart Association“, einer führenden Institution für Kardiologie, als Ausbildungsstätte zertifiziert ist. Die Vatikanischen Museen zählen jährlich rund 6 Millionen Besucher.

OR Nr. 1 vom 06.01.2017, S. 3
Bessere Besucherführung in Vatikanischen Museen

Die neue Direktorin der Vatikanischen Museen, Barbara Jatta, hat die Lenkung der jährlich 6 Millionen Besucher als eine der Herausforderungen der Sammlungen bezeichnet. Man wolle die Besucherströme „differenzieren und auch in Bereiche der Museen führen, die augenblicklich weniger besucht werden“, sagte Jatta in einem Interview mit der Presseagentur Kathpress. Sie wolle Reiseveranstalter und Touristenführer motivieren, Gruppen in Abteilungen der Museen zu bringen, die bislang abseits der üblichen Rundgänge lägen, aber dennoch attraktiv seien.
Als Beispiel nannte Jatta das Museo Gregoriano Profano mit den Athletenmosaiken aus den Caracalla-Thermen und die etruskische Sammlung. Diese brauche sich „vor dem Etruskischen Museum in der Villa Giulia nicht zu verstecken“. Weiter verwies Jutta auf die jüngst restaurierte Galerie im Bracccio Nuova, einem Museumsflügel, der unter anderem die antike Kaiserstatue des „Augustus von Primaporta“ beherbergt.
Ihre Berufung an die Spitze der Vatikanischen Museen, die neben dem Metropolitan Museum in New York, dem Pariser Louvre und dem British Museum in London zu den grössten der Welt gehören, nannte Jatta „eine Revolution“ in diesem Umfeld. Dass eine Frau diesen Posten bekleiden könne, sei „ein Zeichen für Veränderung, auch für moderne Zeiten“, wobei die Kirche immer auch eine Vorreiterrolle übernommen habe. Zugleich unterstrich sie, sie hoffe, nach ihrer Qualifikation als Kunsthistorikerin beurteilt zu werden.
Konkrete Pläne für Veränderungen wollte Jatta nicht preisgeben. Sie habe aber „eine Menge Ideen“. Vorerst gehe es um Kontinuität mit ihrem Vorgänger Antonio Paolucci, der die Museen seit 2007 leitete. Er habe „eine herausragende Arbeit geleistet“, so Jatta.
An Projekten für das kommende Jahr kündigte Jatta eine Ausstellung zum jüdischen Siebenarmigen Leuchter, der Menora, an. Die Sonderschau werde gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Rom ausgerichtet. Ferner gestalteten die Vatikanischen Museen eine Ausstellung in Lissabon zu Marienbildern. Anlass ist ein Besuch von Papst Franziskus im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima im Mai.

OR Nr. 2 vom 13.01.2017, S. 4
Rom. Italiens Museen zogen 2016 so viele Besucher an wie nie zuvor: Insgesamt 44,5 Millionen Eintritte verzeichneten die staatlichen Sammlungen und archäologischen Stätten des Landes im vergangenen Jahr, wie das Kulturministerium in Rom mitteilte. Das sind 1,2 Millionen mehr als 2015.

OR Nr. 4 vom 27.01.2017, S. 3
Virtueller Rundgang durch Vatikanische Museen

Einen virtuellen Rundgang durch die Vatikanischen Museen ermöglicht die neue Internetseite der päpstlichen Sammlungen. Damit komme man dem Wunsch von Papst Franziskus nach, die Museen für alle zugänglich zu machen, sagte die neue Direktorin Barbara Jatta. Sie hoffe, dass der virtuelle Besuch der Museen ebenso wie ein Rundgang vor Ort „die Schönheit, die zum Glauben führt“ vermitteln könne, so Jatta. Der komplett überarbeitete Internetauftritt informiert auf 12’955 Seiten über Kunstwerke und historische Hintergründe, unter anderem auf Deutsch. Abrufbar sind Fotos und Werkbeschreibungen von mehr als 600 Ausstellungsstücken sowie 57 Videos.
Informationen zu Führungen und Öffnungszeiten sind auf der Startseite zu finden, ebenso der Link zur Online-Bestellung von Eintrittskarten:
http://www.museivaticani.va/content/museivaticani/de.html

OR Nr. 15/16 vom 14.04.2017, S. 4
Die Vatikanischen Museen wollen mit einem deutlich ermässigten Eintrittspreis zu Blutspenden animieren. Wer sich den Lebenssaft in der römischen Gemelli-Klinik abnehmenlässt, erhält einen Gutschein, der bis Jahresende zum Kauf einer auf 4 Euro reduzierten Eintrittskarte berechtigt, wie die Museen und das Krankenhaus mitteilten. Auch müssen sich die Blutspender samt einer Begleitperson nicht in die Warteschlange einreihen. Eine reguläre Karte kostet 16 Euro (mit Führung eines [Ex-]Gardisten ist der Petersdom mit Direktweg von der Sixtina aus dabei); für zusätzliche 4 Euro lässt sich die Warteschlange umgehen.

OR Nr. 23 vom 09.06.2017, S. 3
Stanzen des Raffael neu ausgeleuchtet

Die Stanzen des Raffael, eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Vatikanischen Museen, erstrahlen in neuem Licht: Dank rund 2’400 LED-Lampen sind die Fresken des Renaissancekünstlers laut Museumsdirektorin Barbara Jatta „wie nie zuvor“ zu sehen. Die neue Beleuchtung, die die Fresken und die Umwelt schone, folge einem speziellen Farbkonzept und bringe die Ergebnisse der Restaurierungsarbeiten besonders zur Geltung, erklärte Jatta. Die Neuausleuchtung erfolgte in Zusammenarbeit mit der deutschen Firma Osram.

OR Nr. 3 vom 19.01.2018, S. 2
Zweiter Eingang für Vatikanische Museen in Planung

Die Vatikanischen Museen erwägen die Schaffung eines zweiten Eingangs, um die jährlich 6 Millionen Besucher besser zu verteilen. Entsprechende Möglichkeiten seien in Prüfung und sollten bald vorgestellt werden, sagte die Direktorin der Museen, Barbara Jatta, laut dem Nachrichtenportal „Vatican News“. Geplant seien auch ein grösserer Konferenzsaal, Ausstellungsräume für mittelgrosse Sonderschauen sowie die Einstellung zusätzlichen Aufsichtspersonals, um weitere Teile der Sammlung geöffnet halten zu können.
Der neue Eingang soll den Angaben zufolge unweit des bestehenden eingerichtet werden und einen direkten Zugang etwa zur Antikensammlung erlauben. Die Galerien der päpstlichen Sammlungen erstrecken sich über rund 7 Kilometer. Die meisten Besucher haben als Ziel die Sixtinische Kapelle, die sich am entferntesten Punkt des Rundgangs befindet. Eine verbesserte Besucherführung hatte Jatta bereits bei ihrer Ernennung Ende 2016 als Aufgabe benannt.
Für das laufende Jahr kündigte Jatta das Ende der Restaurierung der „Schlacht an der Milvischen Brücke“ in den Raffael-Stanzen an. In Vorbereitung seien ferner eine Ausstellung in Mexiko und eine Ausstellung mit Werken aus Russland, die ab Dezember im Vatikan gezeigt werden sollen; im Herbst 2016 hatte der Vatikan umgekehrt 41 Gemälde nach Moskau ausgeliehen.

OR Nr. 28 vom 13.07.2018, S. 4
Innenhof der Museen restauriert

Die 2016 begonnenen Restaurierungsarbeiten Das kündigte der Restaurierungsbeauftragte der Museen, der venezianische Architekturprofessor Vitale Zanchettin, im Interview mit „Vatican News“ an. Die Restaurierung sämtlicher Fassaden zum Pinienhof hin sei aus Sicherheitsgründen notwendig geworden, da sich einige Teile zu lösen begannen. „Das ist gefährlich an einem Platz, über den 6 Millionen Besucher laufen“, so Zanchettin.
Aktuell wird der „Braccio Nuovo della Galleria Chiaramonti“ auf der Südseite des Innenhofes restauriert. Er soll nicht nur gesichert werden, sondern auch die ursprüngliche Farbgebung – helle Travertinfarbe – erhalten. Der ganze Platz werde sich nach Abschluss der Arbeiten völlig neu präsentieren. Die Restaurierung erwies sich als kompliziert, da der Innenhof Gebäude und Mauern aus 6 Phasen und über 320 Jahren vereint, die gereinigt werden mussten und schliesslich einen farblich einheitlichen Eindruck vermitteln sollen – ohne dabei originale Bausubstanz zu zerstören.

OR Nr. 22 vom 31.05.2019, S. 3
Vatikanische Museen stellen in China aus

Vatikanstadt/Peking. Fast 80 Kunstwerke der Vatikanischen Museen sind seit Dienstag, 28.05.2019, im Palastmuseum Peking zu sehen. Wie der Vatikan mitteilte, handelt es sich um die erste gemeinsame Ausstellung  mit dem bedeutendsten Museum Chinas.
Die Schau zeigt unter dem Titel „Beauty unites   us“ („Die Schönheit verbindet uns“) 76 Werke der Volkskunst aus den Vatikanischen Museen sowie ausgewählte Werke des Palastmuseums. Nach Vatikanangaben geht es darum, Berührungspunkte christlicher und traditioneller chinesischer Kunst zu zeigen. Die vatikanisch-chinesische Ausstellung soll bis 14. Juli in Peking zu sehen sein.
Neben 76 Stücken aus dem Bereich „Anima Mundi“ der Vatikanischen Museen sind in Peking auch 2 Ölgemälde aus der vatikanischen Pinakothek zu sehen: „Adam und Eva im irdischen Paradies“ des österreichischen Tiermalers Wenzel Peter (1745-1829) und „Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“, auch bekannt als „Die Kirchenmadonna“ des italienischen Barockmalers Federico Barocci (1535-1612). Das Palastmuseum steuert Werke des katholischen Künstlers Wu Li (1632-1718) bei sowie des Mailänder Jesuiten Giuseppe Castiglione (1688-1766), in China als Lang Shining bekannt.

Museen, westlicher Längstrakt Gartenseite, Vatikan (a. Sternwarte)

In der Mitte dieser langen Front liegt der Torre dei Venti, erste Sternwarte, bevor sie 1908 zur Sommervilla Leo XIII. dislozierte. Durch Gregor XIII. gegründet, der den Gregorianischen Kalender einführte. Er wurde aufgrund der hier angestellten Beobachtungen errechnet und trat im Oktober 1582 in Kraft: Länge des Jahres 365,2425 mittlere Sonnentage. Der Ausgleich der Tagesbruchteile erfolgt durch Einschieben von Schalttagen (29. Februar). Im Torre dei Venti wohnte 1655 die schwedische Königin Christine.

  1. Erdgeschoss 
    Vatikanisches Geheimarchiv mit der →Schule für Paläographie
    (Lehre von der Entwicklung der Buchstabenschrift,
    Handschriftenkunde), Diplomatie und Archivkunde Geheimarchiv:
    wichtige Dokumente des Hl. Stuhles. Seit 1660 auch die
    Korrespondenz des Staatsekretariats
    Erstes Geschoss
    Vatikanische Bibliothek (etwa 800’000 Bände, 80’000 Handschriften, 100’000 Stiche)
  2. Zweites Geschoss
    Galerien des Vatikanischen Museums→ Römisches Jahr (Folie)   →Sternwarte

Museum, neues (Vatikan)

OR Nr. 50 vom 17.12.2010:

Die Kongregation für die Evangelisierung der Völker macht ihre wertvolle Gemäldesammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Ab sofort können die Werke in einem neuen Museum am Sitz der vatikanischen Behörde (Propaganda fide, hinter Spanischem Platz, Immakulata-Säule) besichtigt werden. Die Ausstellung umfasst italienische Malerei des 17. Jahrhunderts sowie Werke aus Afrika und Asien, die die Ausbreitung des Christentums dokumentieren. Für die Besucher geöffnet sind auch die von Francesco Borromini geschaffene „Cappella die Re Magi“, die Dreikönigs-Kapelle sowie die Bibliothek. Ausserdem zeigt das Museum frühere Schwarzweiss-Aufnahmen aus seiner mehr als 10’000 Fotos umfassenden Sammlung über das Wirken von Missionaren in entlegenen Erdteilen. Öffnungszeiten ab 1. Januar 2011, montags, mittwochs und freitags von 14.30 Uhr bis 18 Uhr, Eintritt Euro 8, ermässigt 6 Euro. Informationen unter www.museopropogandafide.it

Musikkapelle (la banda), Vatikan

Die „offizielle“ Musikkapelle des Vatikans (mit Uniform) ist die ehemalige Gardemusik der 1970 aufgelösten Palatingarde aus Römer Bürgern mit Nachfolgerecht). Sie spielt beim Urbi et orbi und führt die Schweizergarde auf den Petersplatz.

Die zweite Banda ist diejenige der Schweizergarde (seit 1897). Extern spielt sie beim Papst-Besuch der Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz. Manchmal auf dem Helikopterplatz, damals, als Johannes Paul  II. nach vielen Tagen heimkehrte. Bei Beförderungen im kleinen Rahmen, beispielsweise bei der Bischofsernennung des damaligen Sekretärs Don Stanislaus von Johannes Paul  II. oder seinem Zeremonienmeister Marini.

Intern spielt sie am Muttertag oder besonderen Anlässen (z. B. Geburtstage, Empfänge, 1.-August-Feier) und beim grossen Auftritt während der Vereidigung am 6. Mai. Hier holt man öfters Exgardisten und einen Armee-Musik-Instruktor. Hier tritt auch die Fanfarengruppe und der Tambouren- und Pfeiferzug auf. Johannes Paul II. schenkte der Garde die an Ostern erhaltenen Lämmer an die Musikkapelle, die auf einem Bauernhof ausserhalb Roms gefüttert und auf die Generalversammlung der Banda hin im Januar  geschlachtet werden, meistens von einem Gardisten, der den Metzgerberuf erlernte.

Die dritte Musikkapelle ist die 2010 neue erstandene Banda der Vatikanischen Gendarmeria.
→Banda

Mussolini Benito

→Lateranvertrag
→Kirche, ihre territoriale Geschichte, Punkt 10.5/10.6
→Register „Schweizergarde“, Unterregister „Geschichte der Schweizergarde“

Benito Mussolini, geboren am 29.07.1883 in Dovia/Predappio, Region Emilia Romagna, Provinz Forli-Cesena. Heute rund 6’500 Einwohner. Gestorben am 28.04.1945 in Giulino di Mezzegra, Provinz Lombardei. Diktator.

Mutterschutz

→Gewerkschaft